Overview
Saints Row 2 erschien im Januar 2009 und setzte als eines der spielerfreundlichsten Open-World-Games seiner Generation neue Maßstäbe. Entwickelt von Volition, knüpft es direkt an die Ereignisse des ersten Saints Row an: Der Hauptcharakter erwacht aus dem Koma und muss feststellen, dass die Third Street Saints zerschlagen wurden und Stilwater nun von drei rivalisierenden Gangs kontrolliert wird: den Sons of Samedi, The Brotherhood und The Ronin. Über ihnen allen thront die Ultor Corporation, ein Konzern, der die Stadt mit aller Macht „säubern“ will. Das Ziel ist simpel: Hol dir alles zurück.
Die Stadt Stilwater ist über 50% größer als im ersten Teil und vollgepackt mit mehr Distrikten, Innenräumen und Side-Content, als die meisten Spieler in einem einzigen Run abschließen können. Über 40 Story-Missionen bilden das Rückgrat der Kampagne, ergänzt durch zusätzliche Bonus-Missionen. Die Welt wirkt absolut lebendig: Polizei, Zivilisten und rivalisierende Gangmitglieder agieren im selben Raum, was dem Open-World-Sandbox-Gameplay eine Authentizität verleiht, die auch heute noch überzeugt.
Gameplay und Mechaniken
Der Core-Loop in Saints Row 2 ist direkt: Erobere Territorien, schließe Missionen ab und stifte genug Chaos, um die Story voranzutreiben. Der Kampf kombiniert Gunplay mit Nahkampf-Optionen, einem präzisen Zielsystem und der Möglichkeit, Gegner als menschliche Schutzschilde zu nutzen. Die Auswahl an Fahrzeugen reicht von Autos und Motorrädern bis hin zu Booten, Helikoptern und Flugzeugen – und jedes davon kann bewaffnet werden.

Saints Row 2 content image
Zu den wichtigsten Gameplay-Features gehören:
- Territorienkontrolle in allen Distrikten von Stilwater
- Präzisionszielsystem und Kampfoptionen mit menschlichen Schutzschilden
- Steuerbare Flugzeuge, Helikopter und Boote
- Side-Activities und Nebenbeschäftigungen abseits der Hauptstory
- Umfangreiches Fahrzeug-Tuning

Saints Row 2 content image
Das Activity-System verdient besondere Erwähnung. Neben den Standard-Missionen können Spieler an Diversions und Rennen teilnehmen, die ihren Gang-Respekt steigern – die Progressions-Währung des Spiels. Das ist kein bloßer Lückenfüller; einige dieser Aktivitäten sind so herrlich skurril, dass sich Saints Row 2 damit von seinen Zeitgenossen abhob.
Grenzenlose Anpassung
Der Character-Creator von Saints Row 2 war seiner Zeit im Jahr 2009 weit voraus. Spieler können ihren Charakter mit einer riesigen Auswahl an Geschlechtsausdruck, Stimmen und physischem Erscheinungsbild gestalten. Diese Anpassungsmöglichkeiten erstrecken sich auch auf Fahrzeuge, die optisch modifiziert und leistungstechnisch getunt werden können, sowie auf Cribs und den Stil der Gang. Der Grad an Kontrolle, den das Spiel dem Spieler über seine eigene Erfahrung gibt, ist ein definierendes Feature und kein bloßes Beiwerk.

Saints Row 2 content image
Das war nicht nur kosmetische Spielerei. Die Anpassung in Saints Row 2 zahlt auf die Identität ein und macht das Spielgefühl extrem persönlich. Deine Gang sieht so aus, wie du es willst. Dein Auto fährt sich so, wie du es willst. Diese Philosophie zieht sich durch das gesamte Design.
Multiplayer und Koop
Saints Row 2 unterstützt eine vollständige Koop-Kampagne, bei der zwei Spieler die gesamte Story gemeinsam erleben können. Die Integration ist direkt: Ein Spieler fährt, während der andere schießt, oder beide agieren völlig unabhängig in der Open World. Der kompetitive Multiplayer versetzt Spieler in eine lebendige Version von Stilwater, bevölkert von Polizei und rivalisierenden Gangs, wodurch sich die Matches nicht wie ein separater Modus anfühlen, sondern wie eine natürliche Erweiterung der Singleplayer-Welt.

Saints Row 2 content image
Besonders die Koop-Kampagne gilt als eine der besten Umsetzungen dieser Ära. Die komplette Story mit einem anderen Spieler zu bestreiten, schmälert den Content nicht und vereinfacht das Erlebnis nicht – es fügt dem Chaos einfach nur eine zweite Person hinzu. Für ein Open-World-Crime-Game, das auf Spielerfreiheit setzt, ist das genau die richtige Entscheidung.

















