Überblick
Tom Clancy's Splinter Cell Blacklist, entwickelt von Ubisoft Toronto und veröffentlicht im August 2013, versetzt Sam Fisher in einen Wettlauf gegen die Zeit. Eine Terrorgruppe namens The Engineers hat die Blacklist initiiert – einen Countdown eskalierender Anschläge auf US-Interessen weltweit. Sam leitet Fourth Echelon, eine neue Black-Ops-Einheit mit der Befugnis, alles Notwendige zu tun, um sie zu stoppen.
Das Spiel befindet sich an einem interessanten Wendepunkt für das Franchise. Verglichen mit der langsameren, methodischeren Chaos Theory-Ära lehnt sich Blacklist stärker an Action an, behält dabei aber die Stealth-Mechaniken bei. Das Ergebnis ist ein Gameplay, das sich schneller und cineastischer anfühlt, ohne dabei die Spannung zu verlieren, die frühere Teile auszeichnete.

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Gameplay und Mechaniken: Wie funktioniert das Playstyle-System?
Der größte mechanische Beitrag von Blacklist ist das Drei-Stufen-Playstyle-System, das bestimmt, wie Spieler während jeder Mission bewertet und belohnt werden. Jeder Ansatz hat seine eigene Identität:

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- Ghost: Missionen unentdeckt abschließen
- Panther: Stille Kills und effiziente Takedowns
- Assault: Direkte Konfrontation mit Feuerkraft
Das Killing in Motion-System erlaubt es Spielern, mehrere Gegner zu markieren und in einer flüssigen Sequenz auszuschalten, was dem Panther-Stil eine befriedigende cineastische Note verleiht. Ghost-Spieler können Gegner entführen und tragen, um sie zu verstecken, während Assault-Spieler Zugriff auf schwerere Waffen und aggressivere Tools erhalten. Das Spiel verfolgt deine Entscheidungen und belohnt jeden Stil mit relevanten Upgrades, sodass es keinen mechanischen Nachteil gibt, wenn man sich für einen Weg entscheidet und diesen konsequent verfolgt.
Tools und Gadgets
Blacklist bringt Fan-Lieblinge zurück und ergänzt sie durch neue Ausrüstung. Die Snake Cam kehrt in einer verbesserten Form zurück und ermöglicht es, Räume vor dem Betreten auszukundschaften. Die Micro-trirotor Drone bietet eine ferngesteuerte Aufklärungsoption, die besonders in größeren, offeneren Missionsgebieten glänzt. Der Sticky Shocker betäubt Gegner nicht-tödlich, und das Karambit-Messer gibt Sam eine brutale Option für den Nahkampf, wenn es brenzlig wird.

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All diese Ausrüstung kann über die Paladin, die mobile Operationsbasis von Fourth Echelon, aufgerüstet werden. Die Paladin ist ein umgebautes Stealth-Flugzeug, das als Hub zwischen den Missionen dient, wo Spieler verdiente Währung in Waffen, Gadgets und Anzug-Upgrades investieren. Hier ist auch Sams Crew untergebracht: Anna "Grim" Grímsdóttir leitet die technischen Operationen, CIA-Agent Isaac Briggs bietet Unterstützung im Feld und Hacker Charlie Cole kümmert sich um den elektronischen Support.
Welt und Setting
Die Missionsstruktur führt Sam an eine Vielzahl von Orten, von Anlagen im Nahen Osten bis hin zu amerikanischen Städten, wobei jedes Level ein eigenes Layout bietet, das verschiedene Playstyles unterstützt. Manche Level leiten Spieler durch enge Korridore, in denen Stealth die offensichtliche Wahl ist; andere sind weitläufig genug, um Assault-Spielern ein aggressives Vorgehen zu ermöglichen, ohne sie dafür zu bestrafen.
Die Story entwickelt sich in einem flotten Tempo und stützt sich auf die klassische Tom Clancy-Formel aus politischer Intrige und globalen Bedrohungen. Sie ist funktional, wenn auch nicht unvergesslich, verleiht der Missionsvielfalt aber genug Kontext, um sinnvoll zu erscheinen.
Content und Wiederspielwert
Blacklist bietet eine vollständige Singleplayer-Kampagne, optionale Nebenmissionen für jedes Crewmitglied und Koop-Missionen, die mit einem Partner spielbar sind. Der Online-Multiplayer und die Koop-Modi sind nicht mehr funktionsfähig, was für Spieler, die sich an den Spies vs. Mercs-Modus aus früheren Teilen erinnern, ein echter Verlust ist.

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Was bleibt, ist ein beachtliches Paket. Das Playstyle-Bewertungssystem verleiht der Kampagne einen hohen Wiederspielwert, da sich ein Ghost-Durchgang und ein Assault-Durchgang im selben Level wie grundlegend verschiedene Erfahrungen anfühlen. Nebenmissionen erweitern die Story und liefern zusätzliche Währung für Upgrades, was sie zu einer lohnenswerten Beschäftigung macht statt zu bloßem Lückenfüller. Für Fans von taktischen Stealth-Spielen, die ein Spiel suchen, das Experimentierfreude belohnt, ohne ein festes Vorgehen zu erzwingen, bleibt Blacklist einer der mechanisch großzügigsten Teile der Serie.







