Zum Hauptinhalt springen
Resident Evil: Requiem Earned More From PS5 Discs Than All of Xbox

Resident Evil: Requiem: Mehr Umsatz durch PS5-Discs als auf der gesamten Xbox

Neue Daten zeigen: Resident Evil: Requiem erzielte mit physischen PS5-Discs 1,8x mehr Umsatz als auf der gesamten Xbox-Plattform.

Geschrieben von
Eliza Crichton-Stuart
Aktualisiert
Lesezeit
4 Min.
Thema
News
Was die Zahlen tatsächlich zeigen

Mehr von GAMES.GG auf Google sehen

Werbung

Physische Medien sollen angeblich aussterben. Das sollte man mal den Leuten sagen, die Resident Evil Requiem auf Disc kaufen.

Neue Schätzungen des Branchenanalysten Rhys Elliot von Alinea Analytics rücken die physischen Verkaufszahlen des neuesten Survival-Horror-Titels von Capcom in ein neues Licht. Die Zahlen erzählen eine Geschichte, die Sonys Digital-First-Strategie direkt widerspricht. Physische Disc-Kopien von Resident Evil: Requiem auf PlayStation generierten rund 1,8x mehr Umsatz als das Spiel auf der Xbox über alle Formate hinweg – digital und physisch zusammengerechnet.

Was die Zahlen tatsächlich zeigen

Elliots Newsletter schätzt, dass Resident Evil: Requiem auf PlayStation 1,3 Millionen physische Einheiten abgesetzt hat. Dieser Anteil entspricht etwa 15 Prozent des Gesamtumsatzes des Spiels und rund 30,2 Prozent des PlayStation-Umsatzes. Zum Kontext: Das ist kein Nischen-Hobby für Sammler. Das ist ein bedeutender Teil des kommerziellen Erfolgs einer der größten Veröffentlichungen des Jahres 2026.

Der umfassendere Datensatz, den Elliot zusammengestellt hat, deckt mehrere große Titel ab, und das Muster bestätigt sich. Insomniacs Wolverine verkaufte etwa 800.000 seiner insgesamt 2,6 Millionen Einheiten auf Disc, wobei der physische Anteil fast ein Drittel des Gesamtumsatzes ausmacht. Titel wie 007 First Light, Assassin's Creed Black Flag Resynced und Crimson Desert liegen zwar unter 30 Prozent physischem Anteil, repräsentieren aber dennoch einen substanziellen realen Umsatz und keinen statistischen Rundungsfehler.

Bei Sportspielen sieht die Sache anders aus. FC 27, derzeit das meistverkaufte Spiel von PlayStation nach Volumen, verdankt nur 8,9 Prozent seiner Verkäufe physischen Kopien. Der Singleplayer-Blockbuster und der Live-Service-Sporttitel operieren in grundlegend verschiedenen Ökonomien, wenn es um die Nachfrage nach Discs geht.

Japan hält stärker an physischen Medien fest als jeder andere Markt

Die regionale Aufschlüsselung ist besonders interessant. Japans Bindung an physische Medien ist gut dokumentiert, und die Daten untermauern dies. Veröffentlichungen von Capcom und First-Party-Spiele von PlayStation weisen in Japan tendenziell deutlich höhere physische Anteile auf als in westlichen Märkten.

Elliot nennt Pragmata und Onimusha: Way of the Sword als klare Beispiele. Bei beiden Titeln wurden 44 Prozent der Gesamtauflage physisch verkauft, wobei Japan für etwa 11 bis 12 Prozent der weltweiten Verkäufe jedes Spiels verantwortlich war. Dies impliziert, dass die Kaufgewohnheiten in Japan den globalen physischen Anteil messbar nach oben ziehen. Elliot beschreibt physische Spiele dort als stärker "in der Kultur verwurzelt", und die Zahlen stützen diese Einschätzung.

Das macht Sonys Entscheidung, die PS5 Black als disc-freies, Japan-exklusives Konsolenmodell für ca. $350 auf den Markt zu bringen – mit einem separaten Disc-Laufwerk als Add-on für ca. $75 – zu einem gezielten Druckpunkt. Elliot interpretiert dies als Versuch von Sony, japanische Konsumenten in Richtung digitaler Käufe zu "schubsen". Angesichts der starken physischen Ausrichtung dieses Marktes zielt dieser Schubser genau auf das Publikum, das am resistentesten dagegen ist.

Sonys Vorstoß gegen das eigene Publikum

Der Zeitpunkt dieser Daten ist für Sony ungünstig. PlayStation-Gründer Ken Kutaragi erklärte diese Woche, dass physische Discs zu einer "Metapher für den Besitz von Spielen" geworden seien und bezeichnete die Kritik an deren Abschaffung als "Mentalitätsproblem". Sony hat unabhängig davon bestätigt, dass man den Rückzug von physischen Medien trotz anhaltender Kritik der Spieler fortsetzen will.

Der Punkt ist: Die von Elliot zusammengestellten Daten verleihen diesem Gegenwind eine konkrete kommerzielle Grundlage. Wenn die physischen PlayStation-Disc-Verkäufe eines einzelnen Titels den Gesamtumsatz einer gesamten Plattform für dasselbe Spiel übertreffen, wird es schwierig, die Nachfrage nach Discs als bloße Nostalgie abzutun. Der entscheidende Punkt ist, dass es sich hierbei nicht um Randerscheinungen handelt. Sie sind ein struktureller Bestandteil dessen, wie die größten Singleplayer-Spiele von PlayStation Geld verdienen.

Die Lücke zwischen PlayStation und Xbox in diesem Kontext spricht zudem für die allgemeine Plattform-Gesundheit. Dass der gesamte Umsatz von Resident Evil: Requiem auf der Xbox über alle Formate hinweg hinter den reinen PlayStation-Disc-Verkäufen zurückbleibt, ist eine deutliche Illustration dafür, wo die beiden Plattformen derzeit in Bezug auf Größe und Engagement der Zielgruppe für diese Art von Spiel stehen.

Für Spieler, die tiefer in das Spiel eintauchen möchten, das im Mittelpunkt dieser Geschichte steht, deckt die Resident Evil Requiem Guides-Sammlung alles ab – von Survival-Mechaniken bis hin zur Performance-Optimierung auf allen Plattformen.

Werbung