Sam Hulick hat am 7. November 2026 zum N7 Day seinen neu vertonten Trailer zu Mass Effect: Universe veröffentlicht und damit seine ganz persönliche musikalische Vision für das Spiel präsentiert. Hulick war bereits als Co-Komponist an der Trilogie beteiligt, die in der Mass Effect Legendary Edition zusammengefasst ist.
Im geleakten Trailer war ursprünglich eine bearbeitete Version des Tracks Quartz von French 79 zu hören. Hulick nutzte dieses Stück als Inspiration und kombinierte den darin angedeuteten Richtungswechsel mit dem musikalischen Ton seiner früheren Arbeiten für die Reihe.

Commander Shepards Kampfansicht
Vertraute Synths treffen auf eine neue Richtung
Hulick beschrieb die Neuvertonung als „einen Balanceakt zwischen der Hommage an die ursprüngliche Trilogie und dem Beschreiten neuer Wege“. Seine Musik orientiert sich dabei vor allem an Mass Effect und Mass Effect 3, indem sie die dezenten analogen Synthesizer und orchestralen Klänge des Erstlings mit der breiteren musikalischen Palette des dritten Teils verknüpft.
Der Trailer wechselt zwischen Ambient-, Cinematic- und Kampfmusik. In der Kampfszene gegen Ende ließ Hulick nach eigener Aussage die Synthwave-Facette seines Sounds voll zur Geltung kommen, während die übrigen Passagen dem musikalischen Ton der Trilogie treuer bleiben.
Auch sein Produktionsprozess hat sich gewandelt. Früher habe er oft auf Synthesizer-Presets zurückgegriffen, inzwischen baue er die Sounds jedoch größtenteils von Grund auf neu, da dies schneller gehe, als vorgefertigte Optionen zu durchsuchen. Er beschrieb den neuen Soundtrack als feiner ausgearbeitet als seine früheren Werke, wobei der unverkennbare Mass Effect-Charakter stets erhalten bleiben sollte.
In Hulicks umfassenderer musikalischer Vision bleibt neben wuchtigeren analogen Synthesizern weiterhin Raum für Solo-Klavier und Orchester-Arrangements. Diese Instrumente betrachtet er als wesentlichen Bestandteil des emotionalen Charakters der Serie, den man bei einer klanglichen Neuausrichtung keinesfalls aufgeben dürfe.
Zudem äußerte er den persönlichen Wunsch, in emotionalen Momenten häufiger Songs mit Gesang einzusetzen – inspiriert vom Abspanntitel von Faunts im originalen Mass Effect. Für ihren atmosphärischen, cineastischen Synthwave-Sound standen Gunship, NINA und The Midnight ganz oben auf seiner Wunschliste für mögliche Kollaborationen.




