Die Gaming-Landschaft hat sich maßgeblich weiterentwickelt, wobei Frauen heute einen erheblichen Teil der globalen Gaming-Community ausmachen. Fast die Hälfte aller Gamer sind heute weiblich – eine Tatsache, die unterstreicht, wie wichtig es ist, ihre Erfahrungen, Präferenzen und Beiträge zur Industrie zu verstehen. Dieser Wandel verändert nicht nur die Art und Weise, wie Spiele entwickelt und vermarktet werden, sondern verdeutlicht auch den Bedarf an einer inklusiveren und diverseren Gaming-Kultur.

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Die Präsenz von Frauen im Gaming
Die Global Gamer Study 2023 zeigt, dass 72% der Frauen in der untersuchten Online-Bevölkerung Videospiele spielen, verglichen mit 81% der Männer. Diese nahezu gleichmäßige Verteilung zeigt, wie bedeutend die Präsenz von Frauen im Gaming geworden ist. Frauen machen 45% aller Gamer aus – eine Zahl, die ihren wachsenden Einfluss in der gesamten Industrie widerspiegelt.
Trotz ihres Engagements bezeichnen sich weniger Frauen als "Gamer" im Vergleich zu Männern. Nur 36% der weiblichen Spielerinnen betrachten sich selbst als Gamer, und 31% werden von anderen als solche wahrgenommen. Dies steht im Kontrast zu 50% der männlichen Spieler, die sich als Gamer identifizieren, und 44%, die als solche anerkannt werden. Das Label ist jedoch weniger wichtig als das Verhalten. Fast die Hälfte der Frauen, die spielen, gibt auch Geld für Spiele aus.

Fast 1/2 der Frauen identifiziert sich als Casual Gamer
Gaming-Präferenzen und Plattformnutzung
Die Gaming-Gewohnheiten von Frauen zeigen klare Plattform-Präferenzen. 44% der weiblichen Gamer spielen ausschließlich auf mobilen Plattformen, ein deutlich höherer Prozentsatz als die 27% der männlichen Gamer, die dies tun. Dieser Mobile-First-Trend bei Frauen verdeutlicht, worauf Entwickler ihren Fokus legen sollten, wenn sie diese Zielgruppe erreichen wollen.
Was die Gaming-Identität betrifft, neigen Frauen eher zum Label Casual Gamer, wobei sich 44% so identifizieren. Nur 23% betrachten sich insgesamt als Core Gamer, doch diese Zahl steigt bei Frauen, die auf PC oder Konsolen spielen. Über 38% der weiblichen Konsolen-Gamer und etwas mehr als 36% der weiblichen PC-Gamer identifizieren sich als Core Gamer, was eine starke Bindung zum Gaming jenseits von Casual-Titeln zeigt.

Mehr als 1/3 der Frauen, die auf PC oder Konsole spielen, identifiziert sich als Core Gamer
Bedeutung von Diversität und Repräsentation
Diversität im Gaming ist sowohl Männern als auch Frauen wichtig, wobei 62% der Frauen und 65% der Männer dies als wichtig erachten. Der Ruf nach diversen Charakteren und Narrativen ist lauter geworden, da immer mehr Spieler sich selbst in den Spielen repräsentiert sehen möchten. Dabei geht es nicht nur um das Charakter-Design. Es geht darum, Geschichten und Welten zu erschaffen, die ein breiteres Publikum ansprechen.
Die Industrie hat Fortschritte bei der Verbesserung der Repräsentation gemacht, wobei immer mehr weibliche und nicht-binäre Charaktere führende Rollen in großen Titeln übernehmen. Charaktere wie Ellie in The Last of Us, Aloy in Horizon: Zero Dawn und V in Cyberpunk 2077 sind ikonisch geworden und spiegeln den langsamen, aber stetigen Weg der Industrie in Richtung Inklusivität wider. Kommende Titel wie Star Wars: Outlaws und GTA VI setzen diesen Trend fort und bieten weibliche Protagonisten in Rollen, die traditionell von männlichen Charakteren dominiert wurden.
Sportspiele, die bei weiblichen Spielern historisch weniger beliebt waren, beginnen sich ebenfalls zu verändern. Franchises wie NBA 2K, NHL und EA Sports FC haben Frauenligen und -clubs eingeführt, und immer mehr Sportlerinnen sind auf Cover-Artworks zu sehen. Während derzeit nur 18% der weiblichen Spielerinnen Sport-Titel spielen, könnte die zunehmende Sichtbarkeit von Frauen in diesen Spielen dazu beitragen, mehr weibliche Gamer für das Genre zu gewinnen.

Zwei Frauen beim Spielen
Unterstützung für Frauen im Gaming
Bemühungen zur Stärkung von Frauen im Gaming gehen über die Repräsentation im Spiel hinaus. Verschiedene Organisationen und Initiativen arbeiten daran, Frauen sowohl als Spielerinnen als auch als Fachkräfte in der Industrie zu unterstützen. Gruppen wie Women in Games, Women in Games International und Black Girl Gamers fördern Sichtbarkeit und Repräsentation. Mentoring-Programme und Bildungsinitiativen, wie sie von Girls Make Games und Girls Who Code angeboten werden, fördern die nächste Generation von Frauen im Gaming.
- Women in Games
- Women in Games International
- Black Girl Gamers
- Girls Make Games
- Girls Who Game
- Girls Who Code
Für alle, die das Thema weiter vertiefen möchten, bietet die Global Gamer Study eine Fülle von Daten und Einblicke in die Präferenzen, Verhaltensweisen und Motivationen von Gamerinnen in 36 Märkten weltweit. Diese Informationen sind entscheidend, um den aktuellen Stand des Gamings zu verstehen und eine inklusivere Zukunft für die Industrie zu gestalten.

Newzoo Global Gamer Study
Abschließende Gedanken
Die Rolle von Frauen im Gaming ist präsenter denn je, und ihr Einfluss wächst stetig. Während sich die Industrie weiterentwickelt, wird das Verständnis und die Unterstützung von Gamerinnen der Schlüssel dazu sein, eine inklusivere und diversere Gaming-Kultur zu schaffen, von der alle Spieler profitieren. Die laufenden Bemühungen, die Repräsentation sowohl im Spiel als auch innerhalb der Industrie zu verbessern, sind Schritte in die richtige Richtung und versprechen ein reichhaltigeres und abwechslungsreicheres Gaming-Erlebnis für alle.








