Wenn du ein Spiel auf Steam kaufst, möchtest du wahrscheinlich wissen, ob Teile der Grafik, des Audios oder der Texte von einer KI generiert wurden. Es stellt sich heraus, dass die Leute, die diese Spiele tatsächlich entwickeln, dir fast einstimmig zustimmen.
Eine aktuelle Umfrage unter 826 Beschäftigten der Spieleindustrie ergab, dass 88.4% der Meinung sind, Valve sollte Entwickler dazu verpflichten, jegliche Nutzung von generativer KI auf den Storefronts offenzulegen. Das ist keine knappe Mehrheit. Das ist ein nahezu vollständiger Konsens innerhalb der Branche selbst, und er übt echten Druck auf den aktuellen Ansatz von Steam aus, den viele Entwickler offensichtlich für unzureichend halten.

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Was Steam aktuell verlangt (und warum Entwickler damit unzufrieden sind)
Die Sache ist die: Valve hat seine Richtlinie zur KI-Offenlegung im Januar aktualisiert und die Anforderung so eingeschränkt, dass Entwickler nur generative KI-Inhalte kennzeichnen müssen, die direkt „von Spielern konsumiert“ werden. Effizienz-Tools im Back-End, KI-gestützter Code und Pipeline-Nutzung hinter den Kulissen? Nichts davon muss erwähnt werden.
Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer lehnte diesen Ansatz ab. Auf die Frage, ob sie mit der Regelung von Valve einverstanden seien, nur KI-Inhalte offenzulegen, die für Spieler sichtbar sind, antworteten 48.7% mit Nein, 32.1% mit Ja und 19.2% waren unsicher. Das ist ein bedeutender Teil der Branche, der signalisiert, dass die aktuelle Richtlinie nicht widerspiegelt, was Spieler tatsächlich wissen sollten, laut der vollständigen Auswertung der Umfrage.
Und es geht nicht nur um eine abstrakte Meinungsverschiedenheit über die Richtlinie. 76.8% der Befragten gaben an, dass sie die KI-Nutzung freiwillig auf ihrer Steam-Seite angeben würden, selbst für Konzeptarbeiten oder Effizienz-Zwecke, auch wenn dies nicht erforderlich ist. Das ist eine deutliche Lücke zwischen dem, was die Plattform vorschreibt, und dem, was Entwickler selbst für richtig halten.
Wie Entwickler sich die Offenlegung eigentlich vorstellen
Als die Umfrage tiefer in das Format der Offenlegung eintauchte, wurden die Meinungen spezifischer. Ein Checklisten-Ansatz war die beliebteste Option, bevorzugt von 51.9% der Befragten, bei dem Spiele genau auflisten würden, wie KI in verschiedenen Entwicklungsbereichen eingesetzt wurde. Weitere 13.7% wünschten sich eine vollständige, detaillierte schriftliche Offenlegung für jeden Titel. Nur 28.4% hielten ein einfaches Ja-Nein-Flag für ausreichend.
Der Punkt ist, dass die meisten Entwickler keine vage Kennzeichnung fordern. Sie wollen Details. Welche Teile des Spiels haben KI genutzt? War es Konzeptgrafik, die ersetzt wurde? Platzhalter-Voiceover? Hintergrundmusik? Den Unterschied zu kennen, ist für viele Spieler tatsächlich wichtig.

Steam's AI disclosure settings
Wofür Entwickler KI tatsächlich nutzen
Trotz des ganzen Rummels um generative KI in Spielen zeichnen die Umfragedaten ein Bild einer recht vorsichtigen Nutzung, zumindest unter den Befragten hier. 66.1% gaben an, dass ihr Studio überhaupt keine generativen KI-Tools verwendet. Unter denjenigen, die dies tun, waren die häufigsten Anwendungen Brainstorming (9.3%), Code-Generierung (9.1%), das Erstellen von Berichten (7.9%) und Code-Review (7.7%).
Die Anwendungen, die Spieler am meisten beunruhigen, wie Stimmengenerierung (2.3%), Textgenerierung (1.8%) sowie Musik- oder Audioproduktion (1.3%), waren am wenigsten verbreitet. Etwa 85% der Befragten sagten, dass KI für diese Dinge niemals verwendet werden sollte. Die eine bemerkenswerte Ausnahme: 82.9% sagten, dass die Verwendung von KI zur Erstellung von Platzhalter-Audio in der frühen Entwicklungsphase, mit der Absicht, diese später durch echte Aufnahmen zu ersetzen, akzeptabel sei.
Der Kommentar, der zum Nachdenken anregen sollte
Unter den offenen Antworten der Entwickler stach eine besonders hervor. Ein Befragter schrieb: „Der einzige Grund, warum wir die Nutzung angeben, ist, dass es die Spieler derzeit interessiert. Für den Moment sollten wir spezifisch und klar über die Nutzung sein. In naher Zukunft wird es die Spieler nicht mehr interessieren, und dann werden wir es nicht mehr offenlegen.“
Das ist ein bemerkenswertes Eingeständnis. Es rahmt die Offenlegung nicht als ethische Grundlage ein, sondern als vorübergehendes PR-Zugeständnis. Ob diese Einstellung weit verbreitet ist oder eine Randmeinung darstellt, ist schwer zu sagen, aber es ist die Art von Kommentar, die für plattformweite Anforderungen statt für freiwillige Selbstauskünfte spricht.
Was das für Spieler bedeutet
Im Moment lässt die Richtlinie von Steam viel Spielraum für eine nicht erwähnte KI-Nutzung. Die Umfrage macht deutlich, dass ein großer Teil der Entwickler-Community strengere Regeln wünscht und viele über das derzeit Erforderliche hinausgehen würden, selbst ohne dazu aufgefordert zu werden. Aber „viele würden“ und „alle müssen“ sind zwei sehr verschiedene Dinge. Ob Valve auf diesen Branchendruck reagiert oder seine Anforderungen weiterhin minimal hält, wird viel darüber aussagen, wessen Interessen die Plattform priorisiert. Schau dir unbedingt mehr an:








