Ein diese Woche veröffentlichter Bericht behauptet, dass Xbox bereits beschlossen hatte, Ninja Theory zu schließen oder sich von dem Studio zu trennen, noch bevor das Team sein nächstes Spiel beim Xbox Games Showcase enthüllte – weniger als zwei Wochen, bevor die Berichte über die Schließung auftauchten. Durch dieses Timing wirkt die Ankündigung des Nachfolgetitels von Senua's Saga: Hellblade II weit weniger wie ein Triumphzug und vielmehr wie eine kalkulierte Exit-Strategie.

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Die Senua-Ankündigung in einem anderen Licht
Beim Xbox Games Showcase am 7. Juni lüftete Ninja Theory den Vorhang für Senua, den dritten Teil im Hellblade-Universum. Angekündigt als vollwertiges Action-Adventure-Game mit einem stärkeren Fokus auf Combat als seine Vorgänger, sorgte die Enthüllung für echte Begeisterung. Ein Release-Fenster für 2027 auf PS5, Xbox Series X/S und PC vermittelte den Eindruck, als stünde dem Studio eine echte Zukunft bevor.
Der Punkt ist: Ein Newsletter des erfahrenen Spiele-Reporters Stephen Totilo behauptet nun, dass Xbox bereits einen Plan ausgearbeitet hatte, um Ninja Theory entweder stillzulegen oder die Verbindungen komplett zu kappen, noch bevor dieser Showcase-Moment stattfand. Eine anonyme Quelle, die mit den Plänen von Microsoft vertraut sein soll, erklärte gegenüber Totilo, dass die Senua-Ankündigung mit dem spezifischen Ziel erfolgte, externe Investoren anzulocken, um ein Szenario zu schaffen, in dem das Studio nach einer Trennung von Xbox oder einer kompletten Schließung neue Finanzierungsmöglichkeiten finden könnte.
Ob die Führungsebene von Ninja Theory selbst von diesem Plan wusste, bleibt unklar, was die Situation wohl noch verschlimmert.
Wie das Gesamtbild bei Xbox derzeit aussieht
Dieser Bericht steht nicht isoliert da. Anfang der Woche deuteten separate Berichte darauf hin, dass Ninja Theory bereits geschlossen wurde und Microsoft derzeit nach einem Käufer für das Studio sucht. Auch Compulsion Games (South of Midnight) und Double Fine (Psychonauts) wurden als gefährdete Studios genannt, was auf eine umfassendere Konsolidierung innerhalb des First-Party-Portfolios von Xbox hindeutet.
Der Hintergrund all dessen ist ein erklärter „Reset“ der Xbox-Sparte unter der neuen CEO Asha Sharma und dem Chief Content Officer Matt Booty – ein Plan, der Berichten zufolge erhebliche Entlassungen im gesamten Unternehmen vorsieht. Das Ausmaß der Geschehnisse wird erst nach und nach deutlich, aber das Muster ist schwer zu ignorieren.
Was das für Senua und die Fans bedeutet
Das Spiel selbst, Senua, ist weiterhin für 2027 geplant. Doch das Studio dahinter soll bereits geschlossen sein, was eine offensichtliche Frage aufwirft: Wer bringt es tatsächlich auf den Markt?
Das wahrscheinlichste Szenario, falls ein Käufer gefunden wird, ist, dass die IP und das Entwicklerteam an einen neuen Eigentümer übergehen, der das Projekt zur Fertigstellung bringt. Das ist in dieser Branche schon früher passiert, läuft aber selten reibungslos ab. Sollte sich kein Käufer finden, wird die Zukunft des Spiels äußerst ungewiss.
Für Fans von Senua's Saga: Hellblade II und der Hellblade-Reihe im Allgemeinen war diese Woche ein herber Schlag. Ein Studio, das etwas wirklich Unverwechselbares geschaffen hat – eine Serie, die Psychosen und nordische Mythologie auf eine Weise verknüpfte, die bei den Spielern hängen blieb –, wird anscheinend zerschlagen, während sein nächstes Projekt noch auf einer großen Bühne beworben wurde.
Der entscheidende Punkt ist, dass weder Microsoft noch Ninja Theory bisher etwas offiziell bestätigt haben. Doch die Menge und Spezifität der Berichte lässt das Schweigen weniger wie ein Dementi und mehr wie ein Hinauszögern wirken. Verfolgen Sie diese Geschichte weiterhin aufmerksam, während sich die Situation rund um die Umstrukturierung der Xbox-Studios weiterentwickelt.








