"Vor dem Hintergrund der klassischen chinesischen Volkssage 'Zhong Kui Banishing Evil' wird Black Myth: Zhong Kui unverwechselbare Erlebnisse und Gameplay-Features liefern, die unsere Grenzen verschieben, während sie gleichzeitig frische Ideen und notwendige Änderungen einbringen, um frühere Schwächen und Versäumnisse anzugehen." Das war das Versprechen von Game Science, als das Spiel erstmals angekündigt wurde. Fünfzehn Minuten Gameplay-Material wurden diese Woche veröffentlicht, und sie lassen diese Aussage bereits glaubwürdig erscheinen.
Black Myth: Zhong Kui ist der Nachfolger des rekordverdächtigen Black Myth: Wukong, das sich in den ersten drei Tagen nach dem Launch auf PC und PlayStation im Jahr 2024 10 Millionen Mal verkaufte. Der Druck auf dieses Sequel ist real. Der Trailer verschwendet keine Zeit damit, irgendjemanden zu beruhigen.
Eine Geschichte, die ganz ohne Worte erzählt wird
Der Trailer beginnt mit einer friedlichen Küstenszene, in der das Laub im Wind weht. Ein neuer Protagonist erreicht einen Strandabschnitt, findet Unterschlupf in einer Höhle und trifft einen alten Mann. Die beiden bauen gemeinsam ein Floß, doch eine massive Welle verhindert ihre Flucht. Keine Dialoge, keine Erzählstimme, keine Untertitel. Die gesamten 15 Minuten spielen sich wie ein Stummfilm ab, und das funktioniert.
Diese Entscheidung beim Storytelling ist bewusst gewählt. Black Myth: Wukong lehnte sich stark an seine Vorlage, Die Reise nach Westen, an, wobei die Spieler bereits Kontext in das Spiel mitbrachten. Hier führt Game Science einen neuen Hauptcharakter und eine neue Mythologie ein, die in der Zhong Kui-Volkssage verwurzelt ist, und lässt die Optik von Anfang an die Hauptarbeit leisten.
Die Story-Elemente im Trailer deuten auf etwas Vielschichtiges hin. Der alte Mann stirbt scheinbar und löst sich dann in einen Wirbel aus Blättern auf, den der Protagonist durch immer feindseligeres Terrain verfolgt. Ein Frauenkörper wird unter Wasser in einem See entdeckt. Ein mysteriöser Verbündeter taucht mitten im Boss-Fight auf. Am Ende der 15 Minuten sind die narrativen Fäden zahlreich genug, um zu zeigen, dass das Spiel Ambitionen hat, die über eine simple Action-Keilerei hinausgehen.
Was das Combat tatsächlich zeigt
Das gezeigte Swordplay ist auf eine Weise geerdet, die es von den meisten Action-RPGs abhebt. Angriffe fühlen sich gewichtig an, Ausweich-Animationen haben eine gewisse Physis, und die Animationen zum Einstecken des Schwertes zwischen den Begegnungen fügen eine Ebene an Handwerkskunst hinzu, die durchgehend Liebe zum Detail signalisiert.
Elementarer Combat taucht früh auf. Der Protagonist wirft etwas, das wie eine Feuerbombe aussieht, entzündet den Boden und die umliegenden Bäume und absorbiert dann die Flammen in seine Klinge. Feuerverstärkte Angriffe schalten Gegner schneller aus, was darauf hindeutet, dass die elementare Affinität eine Rolle dabei spielen wird, wie Spieler an verschiedene Begegnungen herangehen. Später kommt Elektrizität hinzu, durch einen Gegenstand, den der Protagonist mitten im Boss-Fight ausrüstet. Der Clou dabei ist, dass sich keines der Elemente aufgesetzt anfühlt; beide werden durch die Umgebung und den Kampf selbst eingeführt, nicht über ein Menü.
Der Boss-Fight im Trailer läuft über mehrere Phasen ab. Ein furchteinflößender geflügelter Humanoider reißt sich selbst die Flügel ab, um Phase zwei einzuleiten, und der Ton des Kampfes ändert sich komplett, als der mysteriöse Verbündete hinzukommt. In einem verstärkten, verschmolzenen Zustand pariert der Protagonist die Angriffe des Bosses mit einer Fluidität, die sofort Aufmerksamkeit erregt.
Das Parry ist das Detail, das man genau beobachten sollte
Parry-Systeme stehen und fallen mit der Animations-Fidelity. Ein Parry, das unabhängig vom Angriffswinkel immer dieselbe Abwehr-Animation abspielt, fühlt sich schnell billig an. Was der Trailer nahelegt, ist, dass Game Science hier etwas Durchdachteres gebaut hat.
Die im Trailer sichtbaren Parry-Animationen reagieren auf den Winkel und das Gewicht der eingehenden Angriffe. Ein schwerer Überkopf-Schwung erzeugt eine andere Abwehr als ein seitlicher Hieb. Das Ergebnis ist, dass sich jedes Parry wie eine spezifische physische Interaktion anfühlt und nicht wie eine universelle Block-Animation mit einem angehängten Timing-Fenster. Für ein Spiel, das bereits "notwendige Änderungen, um frühere Schwächen anzugehen" verspricht, ist dies die Art von Detail, die definieren könnte, wie sich das Combat über 30 oder 40 Stunden anfühlt.
Der Trailer schließt mit einer Montage von Cutscenes, darunter der Protagonist, der mit einer Skelett-Band auftritt (ja, wirklich) und auf einer tigerähnlichen Kreatur durch einen offenen Bereich der Welt reitet. Die tonale Bandbreite, vom geerdeten Swordplay bis hin zur Skelett-Jam-Session, deutet darauf hin, dass Game Science bei diesem Nachfolger kein Risiko scheut.
Plattformen und ein Release-Datum bleiben unbestätigt. Für alles, was in der Zwischenzeit auftaucht, ist die Black Myth: Zhong Kui Guides-Sammlung der richtige Ort, um den aktuellen Stand zu verfolgen, und der umfassende Gaming-Guides-Hub deckt alles andere ab, was man derzeit im Auge behalten sollte.








