Zwei Ports von Spielen aus den Jahren 2010 und 2012 sind gerade im PlayStation Store erschienen und haben die Vorbestellungen für GTA 6 überholt. Call of Duty: Black Ops 6 mag bei vielen Fans im letzten Jahr einen faden Beigeschmack hinterlassen haben, aber der Appetit auf den Namen Black Ops ist eindeutig ungebrochen. Die ursprünglichen PS-Ports von Black Ops und Black Ops 2 wurden letzte Woche veröffentlicht und belegen seit diesem Wochenende Platz eins und zwei der Bestseller-Charts im PS Store.
Nostalgie mit echten Zahlen
Black Ops 2 ist derzeit das meistverkaufte Spiel im PlayStation Store. Das ursprüngliche Black Ops liegt direkt dahinter auf dem zweiten Platz. Das bedeutet, dass beide Ports sich besser verkaufen als College Football 27 (das ebenfalls letzte Woche erschien), Fortnite (das kostenlos ist) und die Vorbestellungen für GTA 6, die sich seit dem Start durch Rockstar fast durchgehend an der Spitze des PS Store gehalten haben.
Die Stimmung der Spieler untermauert diese Verkaufszahlen. Black Ops 2 hat bereits mehr als 25.000 Bewertungen im PS Store gesammelt und liegt bei 4.77 von 5. Das ursprüngliche Black Ops erreicht denselben Wert. Zum Vergleich: Black Ops 7 liegt bei 3.91, Battlefield 6 bei 4.07 und Arc Raiders bei 4.1. Zwei jahrzehntealte Ports übertreffen die Current-Gen-Konkurrenz deutlich.
Was der PS Plus-Rabatt mit diesen Zahlen macht
Die Sache ist die: $40 pro Spiel für Ports mit minimalen technischen Upgrades wären zum Vollpreis schwer zu vermitteln gewesen. Activision positionierte diese als polierte Re-Releases statt als Remaster, was bedeutet, dass man größtenteils das ursprüngliche Erlebnis mit leichten Verbesserungen erhält. Die DLC-Situation verschlimmerte das Ganze, da Spieler extra zahlen mussten, um auf Inhalte zuzugreifen, die sie möglicherweise bereits auf älterer Hardware besaßen.
Und doch lügen die Charts nicht. Das PS Plus-Angebot zum halben Preis hat offensichtlich eine riesige Anzahl von Abonnenten dazu bewegt, zuzuschlagen. Die Kombination aus Nostalgie, reduziertem Preis und einem echten Hunger auf die klassische Black Ops-Formel, nachdem Black Ops 7 hinter den Erwartungen zurückblieb, hat zu einem Verkaufsergebnis geführt, das vor wenigen Monaten noch weit hergeholt schien.
Die Xbox-Seite der Geschichte sieht anders aus
Während PlayStation-Spieler frische Server mit sauberen Online-Lobbys genießen, befinden sich Xbox-Besitzer in einer frustrierenden Lage. Beide Spiele waren auf Xbox schon immer über die Abwärtskompatibilität verfügbar, aber diese Server sind von Hackern überlaufen, was das Online-Gameplay nahezu unspielbar macht. Die Ironie ist kaum zu übersehen: Activision gehört zu Xbox, doch PlayStation-Spieler erhalten derzeit das bessere Erlebnis.
Xbox-Spieler haben ihrem Gefühl, zurückgelassen zu werden, lautstark Ausdruck verliehen, und das ist eine berechtigte Beschwerde. Hackerfreie Server auf einer Plattform, der das Studio hinter dem Spiel bereits gehört, sollten eigentlich kein so kompliziertes Unterfangen sein.
Der Black Ops 6-Kater ist real
Der Erfolg dieser Ports sagt etwas Spezifisches darüber aus, wo sich die Call of Duty-Community derzeit befindet. Black Ops 6 war ein kontroverser Release, und die Serie hatte Mühe, die Magie der Treyarch-Ära-Spiele, mit denen die Spieler aufgewachsen sind, wieder einzufangen. Besonders Black Ops 2 genießt in der Community einen legendären Ruf für sein Multiplayer-Balancing, die Zombies-Inhalte und die Kampagne. Die Leute kaufen diese Ports nicht nur aus Nostalgie; sie kehren zurück, weil das, was danach kam, nie ganz an das heranreichte, was davor war.
Wenn du wieder einsteigst oder das Beste aus deiner Zeit mit dem aktuellen Teil der Serie herausholen willst, bieten dir unsere Call of Duty: Black Ops 6-Guides alles, von Loadout-Builds bis hin zu Tipps zum Fortschritt. Und für umfassendere Strategie-Inhalte im Shooter-Genre lohnt es sich, den vollständigen Gaming-Guides-Hub als Lesezeichen zu speichern.








