Ein sechs Jahre alter Shooter hat soeben das gesamte aktuelle Call of Duty-Lineup auf Steam überholt. Das ist kein Tippfehler.
Der Steam Spring Sale hat den Preis von Call of Duty: Modern Warfare (2019) um 90% gesenkt und ihn auf £4.99 reduziert. Die Auswirkungen waren unmittelbar: ein 24-Stunden-Peak von 57.959 gleichzeitigen Spielern auf Steam. Das ist mehr, als die Call of Duty HQ-App, die Black Ops 6, Black Ops 7 und den Rest des modernen CoD-Ökosystems beherbergt, im selben Zeitraum erreichte. Diese App kam auf einen Peak von 50.325 Spielern.
Ein Rabatt, den es fast nie gibt
CoD-Titel erhalten selten so hohe Rabatte. Zum Vergleich: Black Ops 2 aus dem Jahr 2012 ist während desselben Sales aktuell um 67% reduziert und kostet £13.19. Ein Preisnachlass von 90% auf einen Call of Duty-Haupttitel ist praktisch ungehört, was das Timing eher beabsichtigt als routinemäßig wirken lässt.
Activision klassifiziert Modern Warfare (2019) offiziell als Legacy-Titel, was bedeutet, dass er komplett außerhalb des Call of Duty HQ-Launchers steht, der alle aktuellen Einträge beherbergt. Man kauft hier eine Standalone-Erfahrung mit eigenem Multiplayer, Kampagne und den grundlegenden Inhalten, aus denen schließlich Warzone hervorging. Getrennt von der Live-Service-Maschinerie, aber offenbar immer noch sehr lebendig.
Was die Zahlen aktuell über CoD aussagen
Die Lücke bei den Spielerzahlen erzählt eine Geschichte, die Activision und Xbox wahrscheinlich nicht gerne schwarz auf weiß sehen. Black Ops 7 startete letztes Jahr mit gemischten Reaktionen, und obwohl es immer noch zu den umsatzstärksten Releases des Jahres 2025 zählte, ist die Diskrepanz in der Begeisterung im Vergleich zu älteren Titeln schwer zu ignorieren. Dass ein rabattiertes 2019er-Spiel mehr gleichzeitige Steam-Spieler anzieht als das Current-Gen-Angebot, ist ein direktes Signal dafür, dass die jüngste Ausrichtung des Franchise nicht voll eingeschlagen hat.
Modern Warfare (2019) überholte zum Zeitpunkt des Schreibens auch die Anzahl der gleichzeitigen Spieler von Battlefield 6, obwohl der Shooter von EA insgesamt einen höheren 24-Stunden-Peak hält. Das ist eine bemerkenswerte Fußnote, wenn man bedenkt, wie viel Momentum Battlefield 6 zum Launch hatte, bevor die Probleme nach der ersten Euphorie einsetzten.

CoD HQ Steam library view
Der MW4-Aspekt, den man im Auge behalten sollte
Was die meisten Spieler bei dieser Geschichte übersehen, ist das strategische Timing. Aktuelle Gerüchte deuten auf Modern Warfare 4 als Call of Duty-Eintrag für 2026 hin, entwickelt von Infinity Ward, demselben Studio hinter dem 2019er-Reboot. Ein Rabatt von 90% könnte jetzt als Trichter dienen: Neue oder zurückgekehrte Spieler günstig in die ursprüngliche MW-Kontinuität bringen, Vertrautheit mit den Charakteren und dem Ton aufbauen und sie dann später in diesem Jahr mit Marketing für MW4 abholen.
Das 2019er-Spiel dient als narrativer Startpunkt für diese gesamte Sub-Serie. Modern Warfare II (2022) und Modern Warfare III (2023) setzten diese Geschichte direkt fort, sodass jeder, der jetzt für £4.99 einsteigt, den Prolog zu dem bekommt, was Infinity Ward als Nächstes plant.
Ob Activision den Titel mit Blick auf MW4 bewusst so aggressiv bepreist hat oder ob es sich nur um eine Abverkaufsaktion für einen Titel handelt, den sie bereits abgeschrieben haben: Die Reaktion der Spieler beweist, dass das Wohlwollen gegenüber dem Franchise immer noch in dieser 2019er-Ära lebt. Für das vollständige Bild darüber, was als Nächstes in der Serie kommt, bleibt der offizielle Call of Duty-Blog die beste Anlaufstelle, um Ankündigungen zu verfolgen, während das nächste Projekt von Infinity Ward näher rückt. Für alles Weitere im Gaming-Bereich behalten Sie die neuesten Gaming-News im Auge, während sich der Release-Kalender für 2026 zu formen beginnt. Schauen Sie sich unbedingt mehr an:








