Microsoft hat gerade einen der dramatischsten Umstrukturierungsschritte in der Geschichte von Xbox angekündigt: 4,800 Entlassungen im gesamten Unternehmen, wobei 3,200 dieser Kürzungen direkt Xbox betreffen. Fünf Entwicklerstudios werden ausgegliedert oder aufgelöst. Und mindestens ein prominenter Tech-Analyst macht Microsoft-CEO Satya Nadella direkt dafür verantwortlich.

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Das Expertenurteil: Catastrophic Mismanagement an der Spitze
Ed Zitron, Autor und CEO von EZ Primary Research, nahm kein Blatt vor den Mund. In einem Beitrag als Reaktion auf die Nachrichten bezeichnete er es als „katastrophales Missmanagement durch ein Unternehmen, das von einem Sub-McKinsey-Imbezill geführt wird, der andere Versager einstellt, um Geld hin- und herzuschieben und zu verbergen, wie schlecht seine KI-Wetten sind. Microsoft ist eine Schande für die Software-Industrie.“
Das ist eine harte Ansage, aber Zitron hat sich einen Namen damit gemacht, das aufzudecken, was er als aufgeblähte KI-Narrative der großen Tech-Konzerne ansieht. Er vertrat kürzlich bei CNBC die Bären-These und argumentierte, dass Unternehmen wie Microsoft schwache KI-Erträge hinter dem anhaltenden Wachstum ihrer bestehenden Geschäftsbereiche kaschieren.
„Eine der größten Lügen der KI-Blase ist, dass Microsoft, Google, Amazon und Meta ‚wegen KI wachsen‘“, sagte er. „In Wirklichkeit nutzen sie das anhaltende Wachstum ihrer anderen Geschäftsbereiche, um die mageren Erträge aus KI und die massive Verschwendung ihrer Billionen+ an Investitionsausgaben (Capex) zu decken.“
Die Sache ist die: Microsoft hat nicht direkt bestätigt, dass KI-Investitionen die Xbox-Kürzungen verursacht haben. In seiner offiziellen Stellungnahme bezeichnete das Unternehmen die Entlassungen als notwendige Anpassung an eine sich verändernde Welt und wies insbesondere die Vorstellung zurück, dass gestrichene Stellen durch KI ersetzt würden. Es räumte jedoch ein, dass „KI die Art und Weise verändert, wie Arbeit erledigt wird“, was nicht gerade ein Dementi ist.
Fünf Studios im Kreuzfeuer
Die menschlichen Kosten gehen hier über die reine Mitarbeiterzahl hinaus. Fünf mit Xbox verbundene Studios werden umstrukturiert oder komplett geschlossen.
- Double Fine und Compulsion Games erlangen ihre Unabhängigkeit zurück und lösen sich aus dem Besitz von Microsoft
- Ninja Theory (Hellblade) und Undead Labs (State of Decay) werden verkauft, wobei die Käufer noch nicht öffentlich bestätigt wurden
- Arkane Lyon befindet sich in einem „Konsultationsprozess“, wobei das Schicksal des Studios und seines in Entwicklung befindlichen Projekts Marvel's Blade noch ungeklärt ist
Letzteres ist besonders kompliziert. Arkane Lyon arbeitet schon seit einiger Zeit an Marvel's Blade, und dessen Zukunft hängt nun von den Ergebnissen dieser Konsultationen ab. Fans der Arbeit des Studios an Deathloop haben allen Grund, nervös zu sein.
Die Märkte kaufen das Pivot-Narrativ nicht ab
Wenn Unternehmen Massenentlassungen ankündigen, reagieren Investoren normalerweise positiv, da sie dies als Kostendisziplin werten. Das war hier nicht der Fall. Die Microsoft-Aktie fiel am Tag der Ankündigung und setzte damit eine schwierige Phase fort: Die Aktien sind seit Jahresbeginn um 18% und im letzten Jahr um 22% gefallen.
Das ist ein deutliches Signal. Die Wall Street wertet diese Kürzungen nicht als saubere Effizienzmaßnahme. Der Markt scheint skeptisch zu sein, dass die Entlassung von Xbox-Mitarbeitern und die Schließung von Studios die strukturellen Probleme löst, vor denen Microsoft steht – insbesondere, wenn diese Probleme mit KI-Ausgaben zusammenhängen, die keine proportionalen Erträge geliefert haben.
Was die meisten Spieler bei einer solchen Berichterstattung übersehen, ist, dass die Gaming-Sparte nicht isoliert existiert. Das Budget von Xbox, die Akquisitionsstrategie und die Entscheidungen über Studios basieren auf Entscheidungen auf Konzernebene bei Microsoft. Wenn der Mutterkonzern massiv auf KI-Infrastruktur setzt und diese Wetten sich nicht auszahlen, werden Gaming-Sparten anfällig für Kürzungen, die nichts mit der Performance der Spiele zu tun haben.
Was kommt als Nächstes für Xbox
Microsofts offizielle Darstellung ist Transformation, nicht Rückzug. Aber der Verlust von 3,200 Mitarbeitern und fünf Studios in einer einzigen Ankündigung ist ein seismischer Wandel für eine Plattform, die jahrelang aggressiv Entwickler wie Bethesda und Activision Blizzard akquiriert hat.
Die Studios, die sich ausgliedern oder verkauft werden, werden Zeit brauchen, um als unabhängige oder neu erworbene Einheiten Fuß zu fassen. Spiele, die sich in diesen Studios in der Entwicklung befinden, stehen vor echter Unsicherheit. Und die First-Party-Pipeline von Xbox, die ohnehin häufig kritisiert wurde, ist gerade noch dünner geworden.
Für Spieler, die im Auge behalten, was Xbox in den nächsten zwei bis drei Jahren tatsächlich veröffentlicht, liefern die Nachrichten dieser Woche den Kontext, der vieles von dem erklärt, was auf uns zukommt. Wenn Sie in der Zwischenzeit Zeit mit Xbox-Hardware verbringen, schauen Sie sich unseren ChainStaff ROG Xbox Ally X Einstellungs-Guide an, um das Beste aus Ihrem Handheld-Setup herauszuholen. Für alles andere, was gerade in der Gaming-Welt passiert, ist unser vollständiger Gaming-Guides-Hub für Sie da.







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