Der erste Trailer zu Clayface von DC Studios sorgte bereits für reichlich Gesprächsstoff. Body-Horror, verstörende Practical Effects und eine wahrhaft gruselige Performance von Tom Rhys Harries als Matt Hagen. Aber hier ist der Punkt: Was ihr bisher gesehen habt, ist nur die Spitze des Eisbergs, und Regisseur James Watkins hält das ganz bewusst so.
Watkins bestätigte in einem kürzlichen Interview, dass die vollständige Transformation von Clayface in keinem Trailer oder Marketing-Material zu sehen sein wird, bevor der Film in die Kinos kommt. Seine Begründung ist so direkt, wie sie nur sein kann: „Man will den Hai nicht zeigen.“
Die Anspielung auf Der weiße Hai ist beabsichtigt und vielsagend. Spielbergs Entscheidung, den mechanischen Hai in Der weiße Hai zu verbergen (teils aus der Not heraus, teils aus Instinkt), machte aus einer technischen Einschränkung eine der effektivsten Methoden zur Spannungssteigerung in der Filmgeschichte. Watkins verfolgt hier denselben Ansatz, allerdings rein konzeptionell. „Ich finde, die Leute verraten zu viel“, fügte er hinzu. „Ich glaube an die Kraft des Mysteriums, die Kraft der Andeutung und die Kraft der Zuschauer, eins und eins zusammenzuzählen. Ich finde, das macht mehr Spaß.“

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Ein Monster, das im Dunkeln erlebt werden will
Dieser Ansatz ordnet Clayface in eine bestimmte Kategorie von Horrorfilmen ein, die ihre zentrale Bedrohung konsequent unter Verschluss halten. Aktuelle Beispiele wie Longlegs und The Wolf Man haben ihre Creature-Karten im Marketing ebenfalls verdeckt gehalten, und Watkins nannte diesen Trend explizit als das Playbook, dem Clayface folgt.
Was das für DC-Fans so interessant macht, ist der Charakter selbst. Clayface ist einer der ältesten Schurken von Batman, eine gestaltwandelnde Masse aus lebendigem Ton, die jede Form annehmen kann. Das Horror-Potenzial war in den Comics schon immer vorhanden, aber eine vollwertige R-Rated-Umsetzung mit Practical Effects, die über die gesamte Produktion hinweg entwickelt wurden, gibt dem Kreativteam etwas, das es wirklich zu schützen gilt.
Harries bestätigte dies, als er seine eigene Reaktion auf das fertige Monster beschrieb. „Es ist ein Jahr her, seit ich gesehen habe, wie das Ding gebaut wurde“, sagte er. „Ich kann es kaum erwarten, dass die Leute es sehen. Ich bin ständig beeindruckt von der riesigen kreativen Maschinerie, die in die Produktion eines solchen Films fließt.“
Das ist kein Marketing-Geschwafel. Wenn ein Hauptdarsteller ein Jahr nach der Entstehung eines Practical Effects immer noch ehrlich begeistert davon ist, ist das ein gutes Zeichen.
Warum die Arkham-Spiele hier wichtig sind
Harries hat separat darüber gesprochen, dass er sich für seine Darstellung von Matt Hagen von der Batman Arkham-Spielereihe inspirieren ließ, und bezeichnete die Darstellung von Clayface in den Spielen als „effektiv und psychologisch verstörend“. Das ist ein bedeutsamer Bezugspunkt. Die Arkham-Version von Clayface setzte auf die Tragik eines Mannes, der Stück für Stück seine Menschlichkeit verliert, was mit der Body-Horror-Ausrichtung des Films korrespondiert.
Für Gamer, die mit diesen Spielen aufgewachsen sind, saß der Clayface-Reveal in Batman: Arkham City genau deshalb so tief, weil das Spiel Hagens Präsenz aufgebaut hatte, bevor das vollständige Monster gezeigt wurde. Watkins wendet dieselbe Logik auf ein zweistündiges Kinoerlebnis an.
Wo das Ganze in das größere DCU passt
Der Film spielt zeitlich vor Superman im DCU und wurde von James Gunn als „sehr stark verbunden“ mit dem größeren Universum beschrieben. Matt Hagen schlägt zudem eine Brücke zu Creature Commandos, wobei DC bestätigte, dass es sich bei beiden Versionen des Charakters um dieselbe Person handelt. Es gibt also eine Kontinuität, die über einen reinen Standalone-Horrorfilm hinausgeht.
Als Nächstes steht im DC-Veröffentlichungsplan Lanterns an, das im August auf HBO Max erscheint. Clayface folgt später im Jahr 2026.
Für Spieler, die noch einmal erleben wollen, was den Charakter so faszinierend macht, bevor der Film erscheint, ist der Jeff the Land Shark Complete Guide eine unterhaltsame Erinnerung daran, wie Marvel seine eigenen aquatischen Horror-Charaktere in Marvel Rivals handhabt. Oder, falls ihr etwas sucht, das näher am DC-Schurken-Spektrum liegt, stöbert in unseren vollständigen Gaming-Guides für weitere Charakter-Deep-Dives zu den aktuell größten Spielen.
Der vollständige Clayface-Reveal kommt. Nur eben nicht, bevor ihr in einem dunklen Kinosaal sitzt und nirgendwo mehr hin könnt.

