„Wir sind uns der Unannehmlichkeiten bewusst, die viele Spieler mit der Steuerung hatten, und bereiten derzeit einen Patch vor, um dies zu beheben.“ Das sagt Pearl Abyss direkt an die Crimson Desert-Spieler, nur etwas mehr als 36 Stunden nach dem Launch – ein bemerkenswert offenes Geständnis für ein großes Studio so kurz nach der Veröffentlichung eines Spiels.
Womit Spieler seit dem Launch zu kämpfen haben
Crimson Desert startete mit fast 250.000 gleichzeitigen Spielern auf Steam, was eine wirklich beeindruckende Zahl ist. Das Problem ist, dass der aktuelle Status der Steam-User-Reviews bei „ausgeglichen“ liegt, und die Steuerung ist der Hauptgrund dafür.
Spieler beschreiben die Steuerung als „clunky“ und unnötig kompliziert. Das Spiel warnt sogar beim Start davor, lieber einen Controller statt Tastatur und Maus zu benutzen – ein deutliches Zeichen dafür, dass Pearl Abyss wusste, dass der KB&M-Support noch nicht ausgereift war. Die meisten Spieler fordern speziell Controller-Remapping und vollen Support für Key-Bindings, beides ist derzeit in keinem nennenswerten Umfang verfügbar.
Nicht nur PC-Spieler spüren diese Reibungspunkte. PS5-Besitzer betreiben seit dem ersten Tag Troubleshooting wegen unscharfer Grafik, ein Problem, das auch in der PC-Version auftritt.
Pearl Abyss meldet sich zu Wort
Das vollständige Statement von Pearl Abyss ist im Kontext lesenswert. Das Studio sprach die Spieler direkt als „Fellow Greymanes“ an und bestätigte, dass es das Feedback über Fehlerberichte, Videos, Livestreams und Community-Diskussionen seit dem Launch genau verfolgt. Die Entschuldigung an Tastatur- und Maus-Spieler war explizit: Der Entwickler gab zu, dass es ihm nicht gelungen ist, eine „zufriedenstellende Gameplay-Experience“ für diese Gruppe zu bieten.
Der entscheidende Punkt ist jedoch, dass Pearl Abyss keine Timeline oder Details dazu nannte, was der Patch tatsächlich beheben wird. Das wird Spieler frustrieren, die konkrete Antworten wollen – besonders diejenigen, die das Spiel in der Erwartung eines funktionierenden KB&M-Supports am ersten Tag gekauft haben.
Der Entwickler bestätigte außerdem, dass Crimson Desert innerhalb eines einzigen Tages nach Release 2 Millionen Exemplare verkauft hat. Das ist ein massiver kommerzieller Erfolg, bedeutet aber auch, dass eine sehr große Anzahl von Spielern derzeit mit einer frustrierenden Erfahrung konfrontiert ist.

Pywel erwartet euch – sofern die Steuerung mitspielt
Der Druck hinter dem Patch
Pearl Abyss hat eine echte finanzielle Motivation, hier schnell zu handeln. Die Aktie des Unternehmens fiel nach den Kritiker-Reviews um fast 30% und am darauffolgenden Tag um weitere 9.78%. Zum Vergleich: Das Studio hat Berichten zufolge sieben Jahre lang an Crimson Desert gearbeitet, bei Kosten von etwa 200 Milliarden Won (rund $133 Millionen USD). Ein „ausgeglichenes“ Steam-Rating ist nicht der Return on Investment, den man sich erhofft hatte.
Zudem hängt eine ungeklärte Kontroverse über dem Spiel: Vorwürfe, dass Crimson Desert KI-generierte Kunst enthält. Pearl Abyss hat auf diese Behauptungen bisher nicht reagiert. Sollten sie wahr sein, würde das Studio gegen die Steam-Richtlinien zur Offenlegung von KI-Inhalten verstoßen, die von Entwicklern verlangen, den Einsatz generativer KI auf ihrer Shop-Seite zu kennzeichnen. Ein solcher Disclaimer existiert derzeit nicht auf der Crimson Desert-Shop-Seite.
Das Steuerungsproblem ist behebbar. Die Frage ist, wie schnell Pearl Abyss etwas Substanzielles liefern kann, um die Stimmung der Spieler auf Steam zu drehen, wo Reviews ein erhebliches Gewicht für langfristige Verkäufe haben. Schauen Sie sich auch hier um:








