Eine Investition von $1.5 Milliarden lässt sich nicht so einfach abschreiben. Auch wenn Epic Games eine der schmerzhaftesten Entlassungswellen seiner Geschichte hinter sich hat, halten sowohl das Unternehmen als auch Disney an ihrem gemeinsamen Plan fest, ein umfassendes Games- und Entertainment-Universum innerhalb von Fortnite aufzubauen.
Epic Games Präsident Adam Sussman drückte es in einem Statement gegenüber TheWrap deutlich aus: „Wir sind entschlossen, gemeinsam mit Disney ein Games- und Entertainment-Universum zu erschaffen. Die Vision ist unverändert und wir sind begeistert von unseren Fortschritten.“
Was bei dieser Partnerschaft wirklich auf dem Spiel steht
Die Zahlen hier sind beachtlich. Disney investierte bereits 2024 $1.5 Milliarden in Fortnite – eine Summe, die verdeutlicht, dass dies weit mehr als ein Lizenz-Deal für ein paar Character-Skins ist. Der ursprüngliche Pitch von Disney beschrieb es als „ein transformatives neues Games- und Entertainment-Universum“, das um die größten Marken und Franchises des Unternehmens herum aufgebaut wird.
Dieser Anspruch ist nicht geschrumpft. Der neue Disney CEO Josh D'Amaro hat die Partnerschaft in weitreichenden Begriffen beworben und angedeutet, dass zukünftige Disney-Filmpremieren innerhalb von Fortnite stattfinden könnten und das Spiel zu einer Anlaufstelle für die Buchung von Kreuzfahrten oder das Verfolgen von Live-Events wie dem Super Bowl werden könnte. Ob sich davon etwas materialisiert, steht auf einem anderen Blatt, aber die Absicht ist klar: Fortnite soll eher zu einer Plattform als zu einem reinen Spiel werden.
Die Entlassungen, die Fragen aufwarfen
Die Sache ist die: Das Vertrauen beider Seiten kommt direkt nach der Entlassung von rund 1.000 Mitarbeitern bei Epic – ein Stellenabbau, der direkt mit dem sinkenden Player-Engagement zusammenhängt und damit, dass Epic-Gründer und CEO Tim Sweeney das Unternehmen als „deutlich über seinen Verhältnissen lebend“ beschrieb. Die Kürzungen gehen über den Personalabbau hinaus. Epic streicht über $500 Millionen bei Marketingausgaben, Dienstleisterverträgen und unbesetzten Stellen.
Sweeney räumte das Engagement-Problem in einem internen Memo offen ein: „Obwohl Fortnite nach wie vor eines der erfolgreichsten Spiele der Welt ist, hatten wir Schwierigkeiten, mit jeder Season die gewohnte Fortnite-Magie zu liefern.“
Die Entlassungen trafen einige namhafte Mitarbeiter. Der Artist, der für das Design von Jonesy verantwortlich war – wohl das Gesicht von Fortnite –, gehörte zu den Betroffenen. Dieses Detail schmerzt ein wenig, wenn man bedenkt, wie zentral die Identität der Original-Charaktere für den kulturellen Fußabdruck des Spiels ist.
Gefahr
Die Entlassungen bei Epic sind Teil einer umfassenderen Umstrukturierung, die insgesamt über $500 Millionen an Einsparungen umfasst, nicht nur den Personalabbau. Das Budget für die Disney-Partnerschaft scheint von diesen Kürzungen zumindest vorerst ausgenommen zu sein.

Jonesy, Fortnite's iconic default
Was kommt als Nächstes für Disney in Fortnite
Die kurzfristige Pipeline nimmt bereits Formen an. Das nächste bestätigte Disney-Crossover deutet auf Charaktere aus dem Animationsfilm Hercules von 1997 hin, die in Fortnite Einzug halten werden. Dies setzt das Muster fort, auf den gesamten Disney-Katalog zuzugreifen, anstatt sich ausschließlich auf Star Wars und Marvel zu stützen, die beide seit Jahren eine bedeutende Präsenz im Spiel haben.
Abseits von Skins wurde bereits 2025 ein dedizierter Disney X Fortnite-Modus angeteasert, was darauf hindeutet, dass Epic und Disney auf etwas Strukturierteres als nur saisonale Cameos hinarbeiten. Der Epic Games Developer-Blog ist die Anlaufstelle für offizielle Updates, während sich das Projekt weiterentwickelt.
Sweeneys Memo ging auch auf Epics Mobile-Ambitionen ein und merkte an, dass sich das Unternehmen „erst in der Anfangsphase der Rückkehr auf Mobilgeräte und der Optimierung von Fortnite für die Milliarden von Smartphones weltweit“ befinde. Die Erweiterung der Player-Base ist eindeutig Teil des Plans, wie Epic das Ausmaß der Disney-Investition rechtfertigen will.
Die Partnerschaft hat genug finanzielles Gewicht, dass eine Entlassungswelle, selbst eine so bedeutende, sie kaum zum Scheitern bringen dürfte. Was jetzt zählt, ist, ob Epic seine Engagement-Zahlen stabilisieren und tatsächlich die Art von konsistenter Season-Qualität liefern kann, die ein Disney-Universum erstrebenswert macht. Schau dir auch das an:




