Im Jahr 2001 veröffentlichte das Electronic Gaming Monthly (EGM) eine Magazinausgabe mit einem Artwork von Yoshitaka Amano für Final Fantasy X. Das Cover wurde zu einem der unvergesslichsten in der Geschichte des Magazins, auch wenn der Weg in die Hände der Leser einige unerwartete Wendungen nahm. Die Ausgabe stellte eine seltene Zusammenarbeit zwischen einer großen Gaming-Publikation und dem prägenden Künstler eines Franchise dar und erschien zu einer Zeit, in der Printmagazine maßgeblich darüber entschieden, wie Spieler von kommenden Releases erfuhren und sich informierten.

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Gaming-Magazine in den frühen 2000ern
Die frühen 2000er markierten einen Wendepunkt für das Konsolen-Gaming. Die PlayStation 2, Xbox, GameCube und Dreamcast verschoben die Grenzen bei Grafik, narrativer Tiefe und technischem Anspruch. Printpublikationen dienten als primäre Quelle für Fans, um Previews, Reviews und Details hinter den Kulissen zu erhalten. EGM zählte zu den prominentesten Outlets, die diese Berichterstattung für Leser lieferten, die hungrig auf Informationen über kommende Titel waren.
Final Fantasy VII hatte das Franchise zu einem globalen Phänomen gemacht, und die Vorfreude auf Final Fantasy X war riesig. Ein visuell markantes Cover konnte Aufmerksamkeit erregen und die Verkäufe am Kiosk in einem kompetitiven Zeitschriftenmarkt ankurbeln.
Amano für ein Original-Artwork gewinnen
Chefredakteur Dan "Shoe" Hsu wollte mehr als nur Standard-Promobilder: ein in Auftrag gegebenes Gemälde von Amano persönlich. Der Plan erforderte die Zustimmung von SquareSoft sowie ein Budget von $10,000 – eine beträchtliche Investition für ein Magazin-Cover. Der Publisher ZiffDavis gab trotz der Kosten grünes Licht für das Projekt.
Der ehemalige EGM-Mitarbeiter James Mielke leitete die Produktion des Covers. Amanos Werk enthielt Blattgold, was den Druckprozess vor reproduktionstechnische Herausforderungen stellte. Die finale Version bewahrte eine einzigartige visuelle Qualität, wobei die Protagonisten Tidus und Yuna in Amanos charakteristischem, ätherischem Stil dargestellt wurden.
Wie das Cover mehr Leser erreichte als geplant
Der ursprüngliche Plan sah vor, dass das Amano-Cover nur auf 25 Prozent der Kiosk-Exemplare erscheinen sollte, während Abonnenten ein anderes Design mit Fokus auf Yuna erhielten. Dies spiegelte die Taktik der Variant-Cover wider, die Comic-Verlage in den 1990ern nutzten. Ein Produktionsfehler änderte alles: Die Amano-Version wurde letztlich weitaus breiter gestreut und erschien ohne klares Muster sowohl bei Kiosk- als auch bei Abonnenten-Ausgaben.
Einige Abonnenten fühlten sich benachteiligt, da sie das eigentlich exklusive Variant verpassten, doch die allgemeine Resonanz war enthusiastisch. Die ungeplante, breitere Verfügbarkeit verhalf der Ausgabe zu starken Verkaufszahlen und machte sie zu einer der erfolgreichsten Editionen von EGM. Die visuelle Wirkung des Covers und die unerwartete Wendung von Exklusivität zu breiter Verfügbarkeit sorgten für Gesprächsstoff in den Gaming-Medien.
Was nach dem Cover geschah
Der Erfolg führte dazu, dass EGM zwei Jahre später erneut Amano für eine "Final Fantasy Everything"-Ausgabe beauftragte. Printmagazine standen in den 2000ern unter wachsendem Druck, da die digitale Berichterstattung expandierte. Die Printausgabe von EGM endete 2009, gefolgt von der Schließung des Online-Pendants 1UP.com im Jahr 2013. Das Vermächtnis des Magazins blieb bestehen: Ein crowdfinanziertes Anthologie-Projekt sammelte $1.7 Millionen ein, was das anhaltende Interesse an der Geschichte und dem redaktionellen Ansatz von EGM unterstreicht.
Amano setzt seine Arbeit an Variant-Covern fort, einschließlich Kooperationen mit DC Comics, und hält damit die Tradition der sammelbaren Cover-Art am Leben. Für EGM fing das Final Fantasy X-Cover einen Moment ein, in dem Printmagazine etwas liefern konnten, das digitale Plattformen nicht leicht replizieren konnten: ein physisches Artefakt, das redaktionelle Vision, in Auftrag gegebene Kunst und den Nervenkitzel der Entdeckung vereinte.
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Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Warum gilt das Final Fantasy X EGM-Cover als ikonisch?
Das Cover zeigte ein in Auftrag gegebenes Artwork von Yoshitaka Amano, inklusive Blattgold, das Tidus und Yuna darstellte. Ein Produktionsfehler führte zu einer breiteren Verteilung als geplant, was es zu einer der meistdiskutierten EGM-Ausgaben machte.
Wer erstellte das Cover für die Final Fantasy X-Ausgabe von EGM?
Yoshitaka Amano, der langjährige Illustrator der Final Fantasy-Serie, malte das Original-Artwork für das Cover.
Wie hoch waren die Produktionskosten für das Cover?
Die Auftragsarbeit kostete etwa $10,000 und überstieg damit die typischen Budgets für Magazin-Cover in diesem Zeitraum bei weitem.
Sollte das Amano-Cover ursprünglich selten sein?
Ja, der Plan sah vor, dass es nur auf 25 Prozent der Kiosk-Exemplare erscheinen sollte, aber ein Verteilungsfehler führte zu einer weitaus größeren Verfügbarkeit.
Erstellt Yoshitaka Amano immer noch Artworks für Magazine oder Comics?
Ja, Amano produziert weiterhin Variant-Cover für verschiedene Verlage, darunter DC Comics und andere Sammlerprojekte.
Wann stellte EGM seine Printpublikation ein?
Die Printausgabe von EGM endete 2009, und die dazugehörige Website 1UP.com wurde 2013 abgeschaltet.
Hatte das Cover Auswirkungen auf die Verkäufe von EGM?
Ja, die Ausgabe verkaufte sich außergewöhnlich gut und zählte zu den erfolgreichsten Editionen von EGM in Bezug auf die Auflage.








