Die Entlassungswellen, die Anfang des Jahres durch Xbox, Bethesda und ZeniMax schwappten, zeigen nun Auswirkungen in Bereichen, mit denen Spieler täglich interagieren. Seit dem 22. Juli bietet The Elder Scrolls Online keine Käufe im Crown Store mehr über die offizielle Website elderscrollsonline.com an. Das Team nannte „Team-Bandbreite“ als Grund – eine knappe Erklärung, die mehr über den Zustand des Studios aussagt, als es jedes offizielle Statement könnte.
Was sich geändert hat und warum es für dich wichtig ist
Die Entfernung des Web-Crown-Stores wurde von Kevin Gbolie, dem Community Manager von ESO, in einem Beitrag in den offiziellen Foren angekündigt. Die Kernbotschaft: Die Web-Version des Crown Stores ist Geschichte, aber man kann weiterhin Crowns über die Seite kaufen und diese für Items ausgeben, sobald man sich direkt im Spiel einloggt.
Oberflächlich betrachtet klingt das nach einer Kleinigkeit. Man sollte jedoch zwischen den Zeilen lesen. Die Abschaltung eines Web-Shops ist keine routinemäßige Wartungsentscheidung. Es ist ein Team, das dir so direkt wie möglich mitteilt, dass es nicht mehr über das nötige Personal verfügt, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Auch der Crown Store-Blog ändert sich. Die detaillierten Beiträge mit hochauflösenden Screenshots kommender Items, auf die sich die Unofficial Elder Scrolls Pages für ihre Community-Dokumentation stützten, werden reduziert. Gbolie räumte ein, dass dem Team bewusst sei, wie diese Ressource genutzt wurde, war aber ehrlich bezüglich der Situation: Das für die Erstellung dieser Assets verantwortliche Team hat nicht mehr die Kapazitäten, diese im gleichen Umfang bereitzustellen. Das neue Format wird mindestens eine Auflistung der kommenden Items enthalten, wobei das Team die weitere Vorgehensweise anpassen wird.
Die Folgen der Entlassungen für das Tagesgeschäft von ESO
Dies geschieht nicht isoliert. Die Umstrukturierung der Gaming-Sparte von Microsoft führte zu tausenden Stellenstreichungen bei Bethesda und ZeniMax, und das ESO-Team arbeitet seitdem mit einer reduzierten Personaldecke. Frühere Berichte wiesen darauf hin, dass auch die Studio-Führung bei ZeniMax betroffen war, darunter ein Veteran, der 14 Jahre lang für das Unternehmen tätig war. Ehemalige Entwickler sprachen öffentlich darüber, dass der Content-Output infolgedessen deutlich zurückgegangen ist.
Das Besondere an der heutigen Nachricht ist, dass die Auswirkungen über den Content-Rhythmus hinausgehen. Es betrifft nun die grundlegende Infrastruktur rund um das Spiel, die Website-Tools, den Community-Blog – die operative Ebene, über die die meisten Spieler erst nachdenken, wenn sie nicht mehr da ist.
Für ein Live-Service-MMO, das seit 2014 läuft, ist das eine bedeutende Veränderung. Das ESO Update 50 Challenge Difficulty-System und andere aktuelle Ergänzungen zeigen zwar, dass das Team weiterhin Content liefert, aber die Support-Struktur rund um das Spiel wird sichtlich dünner.
Die praktische Seite für aktive Spieler
Für die Mehrheit der ESO-Spieler ändert sich der eigentliche Kaufprozess nicht dramatisch. Sich im Spiel einzuloggen, um Items zu durchstöbern und zu kaufen, war ohnehin der gängigste Weg. Der Web-Store war ein Komfort-Feature, keine primäre Kaufmethode.
Die Änderungen am Crown Store-Blog wiegen für das Community-Ökosystem schwerer. Hochauflösende Item-Bilder aus diesen Beiträgen flossen in Wikis und Datenbanken von Drittanbietern ein, die Spieler ständig für Build-Planung und Cosmetic-Hunting nutzen. Diese Pipeline ist nun bestenfalls unzuverlässig.
Gbolies Tonfall im gesamten Foren-Thread war ehrlich und besonnen, was in dieser Situation das Beste ist, was man erwarten kann. Das Team tut nicht so, als wäre alles in Ordnung. Sie sagen den Spielern, was sie noch leisten können, und setzen Erwartungen für das, was als Nächstes kommt.
Wenn du deine Planung auf den aktuellen ESO-Systemen aufbaust, können dir der ESO Tamriel Tomes-Belohnungsguide und andere Ressourcen helfen, den Überblick über die In-Game-Verfügbarkeit zu behalten, ohne auf den Web-Store oder den reduzierten Blog angewiesen zu sein. Das Spiel läuft weiter. Das Team dahinter arbeitet nur mit deutlich weniger Ressourcen als zuvor.








