Stell dir vor: Du startest eine kostenlose Steam-Demo, kämpfst dich als speerschwingender Anime-Held durch ein paar Runden, fühlst dich ziemlich gut dabei, und dann wirft dich das Spiel als riesiger Frosch in einen Kampf. Plötzlich wirst du von einer Zunge ins Gesicht geschlagen, mit einem Bauchklatscher auf den Boden befördert und landest wieder auf dem Titelbildschirm, während du dich fragst, was gerade passiert ist. Das ist aktuell das Scramble Knights Royale-Erlebnis in einer Nussschale, und die Spieler kommen damit nicht gerade gut zurecht.

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Was BREKEKEKEX eigentlich ist
Bei dem Spiel handelt es sich um BREKEKEKEX, ein Third-Person-Singleplayer-Anime-Fighting-Game vom Solo-Entwickler nohost. Das Konzept ist wirklich überzeugend: ein Brawler, der „vage von Smash Bros. und Naruto inspiriert“ ist, bei dem alle Angriffe über Richtungseingaben statt über Tastenkombinationen gesteuert werden – was das gleiche Muskelgedächtnis anspricht, das Super Smash Bros.-Spieler über Jahre hinweg aufgebaut haben. Wenn man dazu noch Anime-Ästhetik, eine mitschwingende Third-Person-Kamera und riesige Frösche, die sich mit erschreckender Geschwindigkeit bewegen, hinzufügt, erhält man etwas, das in Bewegung absolut wild aussieht.
Der Naruto-Vergleich drängt sich sofort auf, wenn man die Frösche in Aktion sieht. Das sind keine niedlichen kleinen Amphibien, die um einen Teich hüpfen. Es sind massive, aggressive Kreaturen, die dich mit einem Zungenschlag quer durch die Arena befördern oder dich mit einem Full-Body-Drop plattmachen können. Die Anime-Charaktere des Spiels und die kinetische Kameraführung verleihen dem Ganzen eine Energie, die eher an Naruto: Ultimate Ninja Storm erinnert als an alles andere, was es derzeit im Fighting-Game-Bereich gibt.
Der Kampf, der jeden Run beendet
Die Sache ist die: Die Demo beginnt eigentlich ganz vernünftig. Du spielst als agiler Kämpfer mit Speer, arbeitest dich durch eine Handvoll Begegnungen und bekommst ein Gefühl für das richtungsbasierte Kampfsystem. Dann wirft das Spiel das Skript komplett über den Haufen und gibt dir für einen bestimmten Kampf die Kontrolle über einen Frosch – und genau hier sorgt die Demo für Frust.
Nohost hat das Problem direkt in den sozialen Medien eingeräumt: „Dieser Kampf bereitet vielen Leuten Probleme. Ohne eine richtige Erklärung aller Systeme ist es ziemlich schwer, sich da durchzuboxen.“ Der Entwickler gab auch zu, dass das Tutorial in der Demo „zugegebenermaßen etwas auf den letzten Drücker“ eingebaut wurde, was erklärt, warum Spieler so plötzlich und hart gegen eine Wand laufen.
Das Problem mit der Schwierigkeitskurve ist nicht exklusiv für BREKEKEKEX, aber die spezifische Struktur hier macht es noch schlimmer. Von einem vertrauten Charakter, mit dem man Zeit verbracht hat, mitten in der Demo zu einem völlig anderen Moveset zu wechseln, ohne echte Vorbereitung, ist eine harte Anforderung für Spieler, die noch keine Zeit hatten, die Kernsysteme zu verinnerlichen.
Was das fertige Spiel zu bieten haben wird
Abgesehen vom Frosch-Problem der Demo deutet alles darauf hin, dass die Vollversion von BREKEKEKEX mehrere spielbare Charaktere mit jeweils eigenen, unterschiedlichen Movesets bieten wird. Nohost hat sich klar zur Design-Philosophie geäußert: keine Skilltrees, kein Stat-Padding, kein RPG-Grind. Das erklärte Ziel des Spiels ist reiner Skill-Ausdruck, zusammengefasst als „du, deine Skills und das Gewicht deiner Waffe“.
Das ist eine mutige Haltung in einem Genre, in dem Progressionssysteme Spieler oft über schwierige Phasen hinwegtragen. Ohne diese Systeme steht und fällt BREKEKEKEX damit, ob sich das Gameplay gut genug anfühlt, um Spieler zum Experimentieren zu bewegen, anstatt sie zum Aufgeben zu zwingen. Ein ermutigendes Zeichen ist, dass nohost anmerkte, einige Spieler hätten berichtet, die Demo „macht mit Übung und Experimentieren mehr Spaß“, was darauf hindeutet, dass die Tiefe vorhanden ist, sobald man die Systeme verstanden hat.
Für Fans von Action-Spielen mit echter mechanischer Tiefe ist das Konzept allein schon einen Blick wert. Ein Input-System im Stile von Smash Bros. in einem Third-Person-Anime-Brawler sieht man nicht alle Tage, und allein die Frosch-Designs deuten darauf hin, dass nohost eine klare kreative Vision verfolgt und nicht nur ein Genre-Mashup auf dem Papier erstellt hat.
Die Demo ist derzeit auf Steam verfügbar, solange sie online ist. Falls du einsteigst und bei diesem Frosch-Kampf feststeckst, sind die Scramble Knights Royale-Strategie-Guides ein guter Ausgangspunkt, um Fuß zu fassen, bevor der Full-Launch ansteht.







