Ein Datenleck, das eigentlich dazu dienen sollte, Rockstar Games zu einer Lösegeldzahlung zu zwingen, erwies sich für Take-Two Interactive als Glücksfall. Nachdem die Hacker-Gruppe ShinyHunters diese Woche vertrauliche Daten veröffentlicht hatte, enthüllten die darin enthaltenen Zahlen eine Geschichte, die den Aktienkurs von Take-Two in die Höhe trieb: GTA Online druckt auch 13 Jahre nach dem Launch noch immer Geld.
Was die geleakten Daten tatsächlich zeigten
Die veröffentlichten Informationen belegen, dass GTA Online auf den fünf Plattformen, auf denen es derzeit läuft, mehr als $1 Million pro Tag generiert, was sich auf jährlich rund $500 Millionen summiert. Diese Zahl stammt aus In-Game-Ausgaben, primär durch Shark Cards, die Mikrotransaktions-Währung, mit der Spieler In-Game-Cash kaufen können, ohne dafür grinden zu müssen.
Die Preise für Shark Cards reichen von der Tiger Shark Card ($4.99 für $250,000 In-Game-Geld) bis zur Megalodon Shark Card ($99.99 für $10,000,000 In-Game-Geld). Diese Käufe, multipliziert mit Millionen aktiver Spieler, bringen Rockstar und dem Mutterkonzern jährlich eine halbe Milliarde Dollar ein.
Für niemanden, der GTA Online genau verfolgt hat, ist das besonders schockierend. Der Modus ist seit dem Launch im Oktober 2013, etwa zwei Wochen nach dem Release von GTA 5, ein finanzieller Motor für Take-Two. Was sich diese Woche geändert hat, ist, dass der Markt nun konkrete Zahlen hat, mit denen er arbeiten kann.
Wie eine Lösegelddrohung zum Börsen-Katalysator wurde
Anfang dieser Woche drohte ShinyHunters damit, vertrauliche Rockstar-Daten zu veröffentlichen, falls ihre Forderungen nicht erfüllt würden. Rockstar bestätigte die Echtheit des Leaks, erklärte jedoch, dass dies keine wesentlichen Auswirkungen auf das Studio oder die Entwicklung von GTA 6 haben werde. Die Gruppe machte ihre Drohung wahr und veröffentlichte die Daten dennoch.
Was die meisten Spieler in solchen Situationen übersehen, ist der Dominoeffekt auf das Vertrauen der Investoren. Als der Handel am Dienstag begann, stiegen die Take-Two-Aktien von etwa $202 auf fast $208 pro Aktie. Dieser Anstieg um rund $6 erhöhte die Marktkapitalisierung des Publishers in einer einzigen Sitzung um etwa $1 Milliarde – einer der stärksten Handelstage des Jahres bisher.
Die Hacker wollten Rockstar Games eigentlich bloßstellen oder erpressen. Stattdessen lieferten sie der Wall Street eine Bestätigung der Umsätze, die Analysten seit Jahren nur schätzen konnten, ohne harte Daten als Beleg.
$500M pro Jahr, während GTA 6 noch Monate entfernt ist
Das Timing macht diese Zahlen umso bedeutender. GTA 6 ist derzeit für den 19. November 2026 angesetzt, nachdem zwei separate Verschiebungen das ursprüngliche Zeitfenster für Herbst 2025 zunichtemachten. Das Spiel wurde zunächst auf den 26. Mai 2026 und dann auf das aktuelle Datum im November verschoben.
Das bedeutet, dass GTA Online einen Jahresumsatz von $500 Millionen hält, ohne dass ein neuer Hauptteil der Serie in den Regalen steht. Rockstar hat noch nicht angekündigt, wie die nächste Version von GTA Online aussehen wird, ob sie in GTA 6 übergeht oder als separater Modus startet.
Zum Vergleich: GTA 5 hat sich mittlerweile über 210 Millionen Mal verkauft, und GTA Online war der Hauptgrund dafür, dass sich das Spiel über ein Jahrzehnt lang auf neuen Plattformen weiterhin verkaufte. Die geleakten Umsatzzahlen deuten darauf hin, dass dieser Schwung auch im Hinblick auf 2026 nicht nennenswert nachgelassen hat.
Da GTA 6 später in diesem Jahr erscheint, beobachten Investoren und Spieler gleichermaßen, ob Rockstar den Erfolg von GTA Online wiederholen oder übertreffen kann. Für die neuesten Gaming-News und Gaming-News-Berichterstattung im Vorfeld des GTA 6-Releases solltest du im Auge behalten, was Rockstar speziell zur Online-Komponente ankündigt. Dort liegt seit jeher das eigentliche langfristige Geld, und die geleakten Daten haben dies auf die unerwartetste Weise bestätigt. Du kannst dir auch unsere neuesten Reviews für weitere Gaming-Berichte über alle Plattformen hinweg ansehen.







