Wenn du mit der Langrisser-Reihe aufgewachsen bist oder sie erst durch das Mobile-Remake von 2019 kennengelernt hast, ist der erste Gameplay-Trailer zu Langrisser: Sea of Sword definitiv einen Blick wert. BlackJack Studio hat ihn diese Woche veröffentlicht und liefert gute Argumente dafür, dass dies kein gewöhnlicher Nachfolger wird. Für Fans von Action-Spielen und taktischen RPGs gleichermaßen wirken die hier gezeigten Systeme grundlegend anders als alles, was das Franchise bisher gewagt hat.

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Eine 35 Jahre alte Formel wird ordentlich aufgemischt
Die Langrisser-Reihe startete 1991 und war in Nordamerika als Warsong bekannt, als sie 1992 erschien. Dieses ursprüngliche Spiel legte die Identität der Serie fest: ein Commander-und-Truppen-System, bei dem die Klasse deines Haupthelden bestimmte, welche Soldatentypen du ins Feld führen konntest. Diese Mechanik überdauerte Jahrzehnte von Fortsetzungen weitgehend unverändert.
Sea of Sword bricht damit auf bedeutsame Weise. Das neue Dual-General-System erlaubt es dir, zwei Generäle gleichzeitig einzusetzen, wobei einer als Commander und der andere als Lieutenant fungiert. Das Besondere daran: Die Soldatentypen beider Generäle können in einem einzigen Squad gemischt werden, was weitaus strategischere Kombinationen ermöglicht, als es das klassische Setup zuließ.
Das Wechseln zwischen Commander und Lieutenant mitten im Kampf verändert die verfügbaren Skills und verschiebt die taktische Rolle der Einheit im laufenden Spiel. Wenn du die richtigen Generäle kombinierst, kannst du kooperative Skills auslösen, die einzigartig für dieses Paar sind – das Experimentieren mit verschiedenen Kombinationen bietet also einen echten mechanischen Mehrwert statt nur kosmetischer Natur zu sein.
Schlachtfelder, die ihre Form verändern
Die Umgebungen in Sea of Sword sind zerstörbar, und das ist nicht nur ein visuelles Detail. In Belagerungsszenarien kannst du Mauern einreißen, um befestigte Positionen zu stürmen. Brücken können zerstört werden, um gegnerische Nachschubwege abzuschneiden oder feindliche Einheiten mitten im Marsch in den Tod zu schicken. Geländetypen wie Dracheninseln und Wälder bringen jeweils eigene Mechaniken mit sich, und Höhenunterschiede wirken sich direkt auf den Ausgang der Kämpfe aus.
Damit bewegt sich die taktische Ebene weit über das Grid-und-Unit-Rechnen hinaus, das ältere Ableger definierte. Das Schlachtfeld selbst wird zu einer Ressource, die es zu verwalten gilt.
Raus aus der Battle-Map und rein in die Welt
Abseits der Kämpfe nimmt Sea of Sword eine ebenso signifikante Änderung vor. Frühere Langrisser-Spiele bewegten die Spieler von Schlacht zu Schlacht über unzusammenhängende Karten. Diese Struktur ist Geschichte. Du kannst nun Städte, Wälder, Höhlen und andere Orte direkt erkunden, Environmental Puzzles lösen, Materialien sammeln, mit NPCs sprechen, um Side-Stories freizuschalten, und über versteckte Events stolpern.
Es gibt zudem ein Territory-System, bei dem du eine Basis beanspruchst und ausbaust, die sich im Laufe deines Fortschritts von einem einfachen Lager zu einer voll ausgestatteten militärischen Festung entwickelt. Diese Art von persistentem, vom Spieler aufgebauten Raum ist Neuland für das Franchise.
Die Story und der Sound
Die Handlung folgt einem namenlosen Protagonisten, der an der Seite eines mysteriösen weißhaarigen Mädchens namens Eta durch ein riesiges Imperium reist. Die Geschichte dreht sich um Machtkämpfe zwischen Fraktionen und schwierige Überlebensentscheidungen, was einen düstereren Ton anschlägt als frühere Teile der Serie.
Was die meisten Spieler bei taktischen RPGs unterschätzen, ist, wie sehr der Score das Erlebnis prägt. BlackJack Studio hat Yasunori Nishiki für die Musik verpflichtet. Nishiki hat sich durch seine Kompositionen für die Octopath Traveler-Reihe einen Namen gemacht, die für ihre emotional getriebene orchestrale Arbeit bekannt ist. Diese Kombination mit dem handgezeichneten Anime-Artstyle des Spiels deutet darauf hin, dass das Team eine ganz besondere Atmosphäre anstrebt.
Wie geht es weiter mit dem Franchise?
Ein genaues Release-Datum wurde noch nicht bestätigt, aber das Spiel zielt auf eine weltweite Veröffentlichung für Mobile, Steam und PC ab. Der Trailer erscheint zu einer Zeit, in der das Genre der taktischen RPGs viel Konkurrenz hat. Daher sind das Dual-General-System und die Open-World-Struktur eindeutig darauf ausgelegt, Sea of Sword eine eigene Identität zu verleihen, anstatt nur auf der Nostalgie der Serie zu reiten.
Für Spieler, die sich schon einmal auf das Genre einstimmen wollen, decken die Strategie-Guides auf unserer Seite eine breite Palette an taktischen RPGs ab, die es sich lohnt, in der Zwischenzeit zu erkunden.








