Die Zahlen sind eindeutig. Die Hardware-Verkäufe der Nintendo Switch 2 in Japan sind in der Woche bis zum 31. Mai von einem Höchststand von 247.880 Einheiten auf nur noch 31.751 eingebrochen. Dies war die erste volle Woche, nachdem die Preiserhöhung von Nintendo am 25. Mai in Kraft getreten ist. Das entspricht einem Rückgang von 87% im Wochenvergleich und sorgt bereits für eine Art von Diskussion, die oft hitziger geführt wird, als es die tatsächlichen Daten rechtfertigen.

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Der Ansturm in der Rückschau
Die Sache ist die: In der Woche vor der Preiserhöhung kauften japanische Konsumenten die Switch 2 in einem Tempo, das niemals hätte gehalten werden können. Die 247.880 Einheiten aus der Vorwoche waren keine organische Nachfrage. Es war eine Deadline. Da die Preiserhöhung nur 17 Tage im Voraus angekündigt wurde, stürmte jeder, der noch unentschlossen war, förmlich zu den Händlern. Scalper kauften in großen Mengen zum alten Preis ein. Zwei Monate latente Nachfrage wurden in einer einzigen zweiwöchigen Phase komprimiert.
Die 31.751 verkauften Einheiten nach der Preiserhöhung sind kein Crash. Es ist die Stille nach dem Ansturm. Zum Vergleich: Die Switch 2 lag in Japan vor dem Anstieg durch die Preiserhöhung bei durchschnittlich 40.000 bis 45.000 Einheiten pro Woche. Diese Woche lag zwar unter diesem Basiswert, aber nicht dramatisch, wenn man bedenkt, wie viele zukünftige Käufer ihre Anschaffung bereits vorgezogen haben.
Japan ist von dieser Preiserhöhung im Vergleich zu anderen Regionen überproportional betroffen. Die Erhöhung entspricht in Yen etwa dem Doppelten des ursprünglichen Einführungspreises der Switch, ein deutlich steilerer relativer Anstieg als für Käufer in Nordamerika oder Europa.
Die ursprüngliche Switch ist jetzt im Grunde eine Fußnote
Die aussagekräftigere Hardware-Geschichte findet sich weiter unten in der Tabelle. Das Standardmodell der Switch 1 verkaufte sich in dieser Woche nur 299 Mal und landete damit hinter der Xbox Series X Digital Edition mit 408 Einheiten. Das ist kein Tippfehler. In Japan, einer Region, in der die Xbox historisch gesehen kaum eine Rolle spielte, fiel die ursprüngliche Switch bei den wöchentlichen Hardware-Verkäufen hinter die Konsole von Microsoft zurück.
Die gesamte Switch 1-Familie (OLED, Lite und Standard) kam auf insgesamt 6.271 Einheiten, während die PS5 über alle SKUs hinweg bei kombinierten 8.373 Einheiten lag. Das reicht aus, damit Sony die Woche in Japan technisch gesehen „gewinnt“, was fast nie vorkommt, wenn Nintendo-Hardware im Spiel ist.
Die Switch 2 verkaufte sich immer noch deutlich besser als jede andere einzelne SKU, und ihre lebenslangen Verkaufszahlen in Japan haben nun 5.865.213 Einheiten erreicht. Das nähert sich der gesamten japanischen Lebenszeit-Bilanz der PS5 von rund 5,9 Millionen über alle Modelle hinweg an.
Tomodachi Life behauptet sich, während neue Titel debütieren
Auf der Software-Seite setzt Tomodachi Life: Living the Dream seinen Erfolg an der Spitze der Charts mit weiteren 52.483 verkauften Exemplaren fort und schiebt seine japanische Gesamtzahl auf über 1,25 Millionen. Das Spiel verhinderte, dass das PS5-Debüt von 007 First Light den ersten Platz einnahm, was eine deutliche Aussage über die Langlebigkeit von Nintendos Social-Sim ist.
An anderer Stelle debütierte Utawarerumono: Past and Present Rediscovered von AQUAPLUS sowohl auf dem fünften (PS5, 6.225 Einheiten) als auch auf dem neunten Platz (Switch 2, 2.863 Einheiten), während Demon Kill Demon: Yomi 1985 mit 3.719 Einheiten auf der Switch auf dem siebten Platz in die Charts einstieg. Pokémon Pokopia hielt sich auf der Switch 2 mit 14.122 Verkäufen auf dem dritten Platz und hat in Japan nun die Marke von 1 Million kumulierten Verkäufen überschritten. Mario Kart World liegt mit 5.865 Einheiten auf dem sechsten Platz und nähert sich einer Gesamtzahl von 3 Millionen.
Die nächsten Wochen richtig deuten
Was die meisten Spieler übersehen, wenn diese Charts geteilt werden, ist, dass eine einzelne Woche an Daten nach der Preiserhöhung fast nichts über die langfristige Nachfrage aussagt. Die Zeit vor der Erhöhung hat Käufe künstlich vorgezogen, die sich sonst über mehrere Wochen verteilt hätten. Der wahre Test ist, ob sich die wöchentlichen Verkäufe der Switch 2 bei oder über dem Basiswert von 40.000 Einheiten vor dem Anstieg stabilisieren oder ob sie deutlich darunter bleiben.
Kommende Software wird ein wesentlicher Faktor sein. Splatoon Raiders wird in Japan mit Spannung erwartet, einem Markt, in dem die Serie besonders stark ist, und ein Nintendo Direct wurde für die nahe Zukunft gemunkelt. Große First-Party-Ankündigungen haben in Japan historisch gesehen Hardware-Verkäufe schnell angekurbelt.
Der entscheidende Punkt ist, dass Japan auch in die ruhigere Sommerzeit für Gaming-Hardware eintritt. Einen Rückgang nach der Preiserhöhung, nach dem Ansturm und nach der Golden Week als strukturellen Einbruch zu werten, wäre verfrüht. Die kommenden sechs Wochen werden ein deutlicheres Bild zeichnen.
Für einen umfassenderen Blick auf das aktuelle Lineup von Nintendo, werfen Sie einen Blick auf unsere Spiel-Reviews oder besuchen Sie unsere Gaming-Guides für alles, was Sie über die Switch-Bibliothek wissen müssen, während sich das Sommer-Lineup formt.








