Wenn du einen Beweis dafür brauchtest, dass Remakes eine Goldgrube sein können, dann schau dir das Resident Evil 4 Remake an. Neue Schätzungen der Analysefirma Alinea Analytics legen nahe, dass Capcoms Neuinterpretation des Survival-Horror-Klassikers aus dem Jahr 2023 etwa 16,8 Millionen Einheiten verkauft und damit einen Umsatz von rund $560 Millionen generiert hat. Damit wäre es das kommerziell erfolgreichste Remake dieser Konsolengeneration. Da Resident Evil Requiem nun die Fackel der Serie weiterträgt, zeigt die kommerzielle Dynamik des Franchise keinerlei Anzeichen einer Abschwächung.

Sichern Sie sich 1 Monat GTA+ Abonnement bei Vorbestellung.
Jetzt GTA 6 vorbestellen
Wie sich die 16,8-Millionen-Marke einordnet
Die letzte offizielle Zahl, die Capcom veröffentlichte, lag zum 31. März 2026 bei 13,6 Millionen verkauften Einheiten. Die neue Schätzung von 16,8 Millionen liegt deutlich über diesem Basiswert, was darauf hindeutet, dass sich das Spiel auch in den letzten Monaten stetig weiterverkauft hat. Die Umsatzsumme von $560 Millionen berücksichtigt den gesamten kommerziellen Lebenszyklus auf PS5, Xbox Series X/S, PS4 und PC.
Dies sind Schätzungen, keine bestätigten Zahlen. Alinea Analytics arbeitet mit einer Reihe von Marktsignalen, um Verkaufsdaten zu projizieren; betrachte die spezifischen Zahlen daher eher als richtungsweisend denn als in Stein gemeißelt. Dennoch ist die Lücke zwischen den 13,6 Millionen bestätigten und den 16,8 Millionen projizierten Einheiten angesichts laufender Rabattaktionen, der Verfügbarkeit auf neuen Plattformen und der allgemeinen Langlebigkeit des Titels plausibel.
Das komplette Remake-Ranking dieser Generation
Hier ist der Überblick, wo die Top-Remakes derzeit laut Berichten stehen:
Der Abstand zwischen dem ersten und dem zweiten Platz ist beachtlich. ARK: Survival Ascended mit 7 Millionen ist ein solides Ergebnis für Studio Wildcard, liegt aber bei weniger als der Hälfte des Gesamtergebnisses von RE4 Remake. The Last of Us Part 1 mit 6,3 Millionen ergibt im Kontext Sinn: Naughty Dog veröffentlichte es zeitgleich mit der HBO-Serie, und diese Strategie hat sich eindeutig ausgezahlt. Oblivion Remastered mit 4,5 Millionen ist respektabel, auch wenn Fragen offen bleiben, ob der Rückzug von Virtuos beim Post-Launch-Support das langfristige Potenzial begrenzt hat.
Warum RE4 Remake so weit enteilt ist
Der Schlüssel liegt hier im Timing und in der Umsetzung. Resident Evil 4 war bereits eines der beliebtesten Spiele aller Zeiten, und Capcom hat es von Grund auf neu aufgebaut, anstatt nur einen oberflächlichen Anstrich zu verpassen. Der Ruf des Originals erledigte die Marketing-Schwerstarbeit, aber das Remake musste auch abliefern – und das tat es. Mundpropaganda auf sozialen Plattformen sorgte für anhaltende Verkäufe weit über das Launch-Fenster hinaus.
Auch der Backkatalog des Franchise half. Spieler, die das RE4 Remake genossen haben, hatten eine ganze Serie zu entdecken, und Capcom hielt das Spiel durch Updates, DLCs wie die Separate Ways-Kampagne und konsequente Preisaktionen präsent. Das ist ein Playbook, das andere Publisher mit unterschiedlichem Erfolg zu kopieren versucht haben.
Da der Remake-Markt immer überfüllter wird, unter anderem mit kommenden Projekten wie dem Silent Hill 1 Remake und mehr, dürfte der Vorsprung von RE4 schwer einzuholen sein. Was die meisten Spieler übersehen: 16,8 Millionen über einen Zeitraum von etwa drei Jahren sind nicht nur eine Erfolgsgeschichte zum Launch. Es ist ein Spiel, das sich kontinuierlich weiterverkauft hat.
Wie es mit der Serie weitergeht
Das kommerzielle Argument für weitere Investitionen in das Resident Evil-Franchise war nie stärker. Resident Evil Requiem ist der nächste große Ableger. Wenn du dich vor dem Einstieg auf den neuesten Stand bringen willst, schau dir unseren Guide zur Spieldauer von Resident Evil Requiem an, um deinen Playthrough zu planen.
Die berichteten Zahlen des RE4 Remake setzen eine hohe Messlatte dafür, was ein Remake erreichen kann, wenn das Ausgangsmaterial stark ist und die Umsetzung dazu passt. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob ein anderes Projekt in diese Regionen vorstoßen kann.

