Drei Wochen nach dem Start im Early Access hat Slay the Spire 2 mehr Umsatz generiert als zwei der größten Indie-Releases der letzten Jahre. Das Spiel verkaufte sich in den ersten zwei Wochen schätzungsweise 4,6 Millionen Mal auf Steam und erzielte damit über $92 Millionen Umsatz. Auf der Steam-Community-Seite könnt ihr sehen, wie aktiv die Playerbase nach wie vor ist.
Um das ins Verhältnis zu setzen: $92 Millionen übertreffen die gesamten bisherigen Steam-Einnahmen von Hades 2 und Hollow Knight: Silksong, die jeweils bei etwa $83 Millionen liegen. Dieser Abstand wiegt umso schwerer, wenn man bedenkt, dass Silksong beim Release die Server von Steam, Xbox, PlayStation und Switch gleichzeitig in die Knie gezwungen hat. Slay the Spire 2 startete am 5. März in den Early Access und verkauft sich seitdem konstant weiter.
Was uns die Zahlen tatsächlich sagen
Der Sprung von der bestätigten Zahl (3 Millionen nach der ersten Woche) zur geschätzten Gesamtzahl (4,6 Millionen nach zwei Wochen) bedeutet etwa 1,6 Millionen zusätzliche Verkäufe in der zweiten Woche. Das ist ein steiler Anstieg, passt aber zu einem Spiel, das den Großteil des März auf dem vierten Platz der Steam-Charts der meistgespielten Spiele verbracht hat und täglich Spitzenwerte von über 400.000 gleichzeitigen Spielern erreichte.
Aktuell belegt Slay the Spire 2 den sechsten Platz der Steam-Top-Seller. Das ist ein Rückgang gegenüber dem dritten Platz in der Vorwoche, aber für ein Spiel, das vor über drei Wochen erschienen ist, immer noch ein beachtlicher Platz in den Top Ten. Die meisten Titel fallen innerhalb weniger Tage aus diesen Charts heraus.
Zehn Leute haben das erschaffen
Was besonders auffällt: Mega Crit, das Studio hinter Slay the Spire 2, begann mit nur zwei Personen, Casey Yano und Anthony Giovannetti. Das Team ist auf etwa 10 Personen plus einige Mitwirkende angewachsen. Team Cherry, die Entwickler von Silksong, haben einen Kern von drei Gründern. Supergiant Games entwickelte Hades 2 mit etwa 25 Personen.
Alle drei Spiele haben zudem ihre Zeit gebraucht. Silksong befindet sich seit etwa sieben Jahren in der Entwicklung. Slay the Spire 2 benötigte etwa fünf Jahre. Hades 2 kam auf etwa viereinhalb Jahre. Keines dieser Spiele war ein Schnellschuss, und das Ergebnis spricht für sich.
Der Vergleich liefert ein leises, aber deutliches Argument dafür, wie Spiele entstehen. Aufgeblähte Budgets und Hunderte von Entwicklern garantieren keine besseren Ergebnisse. Manchmal produziert ein kleines, fokussiertes Team mit genügend Zeit etwas, das die größten Produktionen der Branche in den Schatten stellt.

Deck building in early access
Das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht
Was diese Zahlen noch beeindruckender macht, ist der Kontext: Slay the Spire 2 ist derzeit nur auf dem PC via Steam Early Access verfügbar. Es gibt noch keine Konsolen-Ports. Kein Release der Version 1.0. Die Vollversion wird mit ziemlicher Sicherheit einen weiteren signifikanten Verkaufsschub auslösen, und zusätzliche Plattformen werden völlig neue Zielgruppen erschließen.
Die offizielle Release-Ankündigung von Mega Crit bestätigte den Early Access als Startpunkt, während das vollständige Spiel noch folgt. Das bedeutet, dass alles, was wir hier sehen, nur einen Bruchteil des letztendlichen kommerziellen Erfolgs des Spiels darstellt.
Was das Brettspiel betrifft, so hat die Kickstarter-Kampagne für die Slay the Spire 2-Erweiterung Downfall, bei der Spieler die Kontrolle über ikonische Bosse wie Slime Boss, Hexaghost und Guardian übernehmen können, bereits fast $2,6 Millionen bei einem Ziel von etwa $50.000 eingebracht, wobei noch zwei Wochen verbleiben.
Die Dynamik sowohl bei digitalen als auch bei physischen Produkten deutet darauf hin, dass dies kein kurzfristiger Hype ist. Für ein Spiel, das sich noch im Early Access befindet und nur auf einer Plattform verfügbar ist, weist die Entwicklung weit über das hinaus, was die aktuellen Zahlen bereits zeigen. Behaltet die Ankündigung des 1.0-Release-Datums im Auge, denn das wird der nächste große Wendepunkt für die Verkaufszahlen sein. Schaut euch unbedingt mehr an:








