Valve hat diese Woche eine neue Hardware-Reihe angekündigt, darunter einen aktualisierten Steam Controller, das Steam Frame VR-Headset und eine Steam Machine der zweiten Generation. Die neue Steam Machine, die erstmals 2013 auf den Markt kam, soll Anfang 2026 erscheinen, wobei Details zur Preisgestaltung noch nicht bestätigt wurden. Die jüngsten Ankündigungen des Unternehmens spiegeln das kontinuierliche Bestreben wider, durch SteamOS PC-Gaming-Erlebnisse im Konsolen-Stil zu bieten.
Der Steam Controller wurde mit verbesserten Eingabeoptionen und Ergonomie neu gestaltet, während das Steam Frame ein kompaktes VR-Headset ist, das als eigenständiger PC fungiert und zudem WiFi-Streaming von anderen Geräten unterstützt. Valve räumt ein, dass die VR-Adaption langsamer verlief als ursprünglich erwartet, und positioniert das Steam Frame daher als ein Gerät, das sowohl für VR als auch für traditionelles Gaming geeignet ist.

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Das Potenzial der Steam Machine 2.0
Die Steam Machine der zweiten Generation könnte sich als die wirkungsvollste der jüngsten Hardware-Veröffentlichungen von Valve erweisen. Die ursprünglichen Steam Machines hatten aufgrund mangelhafter Linux-Unterstützung zu kämpfen, doch das neue Modell erscheint nach Jahren der Softwareentwicklung. Proton, die Open-Source-Kompatibilitätsschicht, die es ermöglicht, Windows-Spiele unter Linux auszuführen, unterstützt mittlerweile den Großteil des Steam-Katalogs, was die Attraktivität des Geräts erheblich steigert.
Das Steam Deck hat zudem den Grundstein für ein Steam-Erlebnis im Konsolen-Stil gelegt. Indem Valve Entwickler dazu bewegt hat, eine konsistente Controller-Unterstützung zu implementieren und die Kompatibilität über eine breite Palette von Titeln hinweg sicherzustellen, hat das Steam Deck ein Umfeld geschaffen, in dem eine PC-basierte Konsole wie die Steam Machine florieren kann. Dieser Ansatz ermöglicht es Valve, ein Gerät anzubieten, das die vertraute Steam-Bibliothek auf den Fernseher bringt, ohne dass Spieler ihre Spiele erneut kaufen müssen.
Hardware-Überlegungen und Marktstrategie
Das Design eines PCs im Steam Machine-Stil ist weniger komplex als die Entwicklung eines Handheld-Geräts wie das Steam Deck, das mehr Innovation und Ressourcen erfordert. SteamOS bleibt für Hardware-Partner frei verfügbar, was es für Hersteller unkompliziert macht, Steam Machine-Geräte zu bauen und zu unterstützen. Valves Strategie unterscheidet sich vom traditionellen Konsolen-Marketing – das Unternehmen setzt auf seine bestehende Steam-Nutzerbasis, anstatt in bezahlte Werbung oder einen breiten Einzelhandelsvertrieb zu investieren.
Dies positioniert die Steam Machine als optionale Erweiterung für PC-Gamer und nicht als zwingende Konsole. Valve hat zwischen 170 und 200 Millionen monatlich aktive Nutzer auf Steam gemeldet, und das Steam Deck hat schätzungsweise 5 bis 7 Millionen Einheiten zum Ökosystem beigetragen. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Steam Machine in den nächsten fünf Jahren weitere 7 bis 10 Millionen Einheiten hinzufügen könnte.
Verbleibende Herausforderungen
Trotz der Fortschritte bestehen bei der neuen Steam Machine noch einige Einschränkungen. Kernel-Level-Anti-Cheat-Systeme sind noch nicht mit SteamOS kompatibel, was verhindert, dass bestimmte Multiplayer-Titel, wie Battlefield 6, auf der Plattform laufen. Valve hat die Hoffnung geäußert, dass die Markteinführung der Steam Machine eine breitere Anti-Cheat-Unterstützung unter Entwicklern fördern wird.
Valves Hardware-Strategie konzentriert sich weiterhin auf eine schrittweise Ökosystem-Erweiterung statt auf den direkten Wettbewerb mit Konsolen wie der PlayStation 5 oder Xbox Series X. Während diese Konsolen auf Massenmarkttauglichkeit und hohe Verkaufszahlen abzielen, scheint Valve damit zufrieden zu sein, stetig eine Windows-unabhängige Steam-Umgebung für Spieler aufzubauen, die ein PC-basiertes Konsolenerlebnis wünschen.
Fazit
Die Steam Machine der zweiten Generation von Valve stellt eine Fortsetzung der langfristigen Vision des Unternehmens dar, ein flexibles Gaming-Erlebnis im Konsolen-Stil auf SteamOS zu schaffen. In Kombination mit dem überarbeiteten Steam Controller und dem Steam Frame VR-Gerät unterstreicht das neue Hardware-Lineup Valves Fokus auf stetiges Wachstum und Ökosystem-Integration statt auf ein risikoreiches Hardware-Glücksspiel. Für Steam-Nutzer bietet die neue Steam Machine eine weitere Möglichkeit, auf ihre Spielebibliotheken auf dem Fernseher zuzugreifen, unterstützt durch jahrelange Fortschritte bei der Software-Kompatibilität und Controller-Unterstützung.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wann wird die neue Steam Machine veröffentlicht?
Die Steam Machine der zweiten Generation soll Anfang 2026 erscheinen. Die Preise wurden noch nicht bekannt gegeben.
Werden alle Steam-Spiele auf der Steam Machine 2.0 funktionieren?
Die meisten Steam-Spiele sollten dank Proton, das die Ausführung von Windows-Spielen auf SteamOS ermöglicht, kompatibel sein. Einige Multiplayer-Titel, die auf Kernel-Level-Anti-Cheat angewiesen sind, werden jedoch möglicherweise anfangs nicht unterstützt.
Wie unterscheidet sich die Steam Machine 2.0 vom Steam Deck?
Die Steam Machine ist ein PC im Konsolen-Stil, der für die Verwendung mit einem Fernseher gebaut wurde, während das Steam Deck ein Handheld-Gerät ist. Die Steam Machine profitiert von einem einfacheren Hardware-Design und vollständiger SteamOS-Kompatibilität bei größeren Bildschirm-Setups.
Plant Valve, Steam Machines im Einzelhandel zu verkaufen?
Valves Strategie betont Online-Verkäufe und Ökosystem-Wachstum statt eines breiten Einzelhandelsvertriebs. Es könnte eine begrenzte Verfügbarkeit im Einzelhandel durch ausgewählte Partner geben, aber eine Platzierung im Masseneinzelhandel hat keine Priorität.
Kann das Steam Frame für Nicht-VR-Gaming verwendet werden?
Ja. Das Steam Frame unterstützt sowohl VR als auch traditionelles PC-Gaming, entweder als eigenständiges Gerät oder durch WiFi-Streaming von einem anderen PC.








