Die Preiserhöhungen kamen nicht über Nacht. Zuerst kam die PS5 Ende 2020 für $499 auf den Markt. Dann begannen die Speicherkosten zu steigen. Die Xbox Series X erhielt eine Preiserhöhung. Dann noch eine. Die Nintendo Switch 2 zog nach. Valves Steam Machine erschien für stolze $1.049 oder mehr, wobei Valve-Ingenieure offen zugaben, dass das Gerät etwa $300 günstiger hätte sein können, wenn weltweite RAM-Engpässe die Komponentenkosten nicht in die Höhe getrieben hätten. Nun hat der Elektronikriese Lenovo einen groben Zeitrahmen genannt, wann sich die Lage entspannen könnte, und die Antwort ist wenig ermutigend.

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Was Lenovo tatsächlich auf der ISC 2026 sagte
Auf der Konferenz ISC 2026 erklärte Lenovo-Geschäftsführer Martin Hiegl den Teilnehmern, dass der aktuelle Stand der DRAM- und NAND-Preise als neue Baseline betrachtet werden sollte und nicht als vorübergehender Anstieg. Der Kern seiner Argumentation: Ja, DRAM-Hersteller erweitern ihre Produktionskapazitäten, aber dieser erhöhte Output wird sich nicht in niedrigeren Preisen auf Konsumentenebene niederschlagen. Zumindest nicht in absehbarer Zeit.
Hiegls Position ist, dass die aufgeblähten Speicherpreise bis mindestens 2030 der neue Standard bleiben werden. Das sind vier weitere Jahre, in denen jeder Hardware-Hersteller, von Konsolenproduzenten bis hin zu PC-Buildern, erhöhte Preise für die Komponenten zahlt, die in jedem Stück Gaming-Hardware stecken, das man kaufen möchte.
Der Domino-Effekt bei Konsolenpreisen, den Spieler bereits erleben
Die Sache ist die: Das ist kein abstraktes Branchengerede. Gamer spüren diese Kosten bereits direkt. Microsoft kündigte eine weitere Preiserhöhung für die Xbox Series X|S an und gab an, dass die Speicherpreise um mehr als das 2,5-fache gestiegen seien, wobei bis Herbst 2027 eine weitere Verdoppelung erwartet wird. Die Xbox Series X liegt nun bei $600 für das 512GB-Modell, $100 mehr als der bisherige Preis.
Sony hat die PS5-Preise Anfang des Jahres aufgrund der allgemeinen globalen wirtschaftlichen Lage angehoben. Eine PS5 Pro kostet mittlerweile fast $900. Auch die Nintendo Switch 2 wird in mehreren Regionen teurer.
Valve war ungewöhnlich transparent in Bezug auf die Situation. Das Unternehmen hat öffentlich erklärt, dass es nicht effektiv mit RAM-Lieferanten verhandeln kann, da die Verhandlungsmacht schlichtweg fehlt. Ihre genaue Ausdrucksweise war unverblümt: Wenn sie bei der Preisgestaltung ablehnen, stellen die Lieferanten die Kommunikation komplett ein. Der Preis von $1.049+ für die Steam Machine ist das direkte Ergebnis.
Warum die KI-Nachfrage die Lage für Gamer verschlimmert
Der Speichermangel ist kein reines Gaming-Problem, weshalb Gaming es auch nicht lösen kann. Der Aufbau von KI-Infrastrukturen verbraucht DRAM und NAND in einem Ausmaß, das die Nachfrage der Unterhaltungselektronik in den Schatten stellt. Rechenzentren benötigen riesige Mengen an High-Bandwidth Memory, und die Hersteller priorisieren diese Verträge. Konsolenhersteller und PC-Komponentenlieferanten konkurrieren um das, was übrig bleibt.
Der CEO von Micron hat separat darauf hingewiesen, dass sich die RAM-Engpässe wahrscheinlich nicht vor 2028 entspannen werden, was eng mit Lenovos Prognose für eine Preisnormalisierung bis 2030 übereinstimmt. Die Lücke zwischen diesen beiden Daten – 2028 für die Stabilisierung des Angebots und 2030 für die Normalisierung der Preise – legt nahe, dass Hersteller selbst bei verbessertem Angebot die Ersparnisse nicht sofort an die Käufer weitergeben werden.
Was die meisten Spieler übersehen, ist, dass dies die gesamte Kette betrifft. Es geht nicht nur um die Konsole, die man kauft. Spiele, die auf hardwareintensiven Engines laufen, benötigen mehr Speicher-Headroom, was die empfohlenen PC-Specs in die Höhe treibt. Wenn du dir die Control Resonant PC-Systemanforderungen vor dem Release im September ansiehst, wirst du feststellen, wie schnell die Mindestanforderungen im Vergleich zu Titeln von vor nur zwei Jahren gestiegen sind.
Was das tatsächlich für deinen nächsten Hardware-Kauf bedeutet
Die praktische Schlussfolgerung ist eindeutig. Wenn du auf einen Preissturz wartest, bevor du eine PS5, Xbox Series X oder Steam Machine kaufst, wird dieser vor 2030 nicht eintreten. Im besten Fall stagnieren die Preise, anstatt weiter zu steigen, aber selbst das hängt davon ab, ob sich die Nachfrage nach KI-Infrastruktur stabilisiert.
Für Spieler, die Builds oder Upgrades planen, lohnt es sich, die Anforderungen kommender Titel genau im Auge zu behalten. Performance-Optimierungs-Guides wie Nova Roma best settings for PC and PS5 werden immer wichtiger, wenn es darum geht, die Leistung aus Hardware herauszukitzeln, die man sich nicht leisten kann zu ersetzen.
Das Gesamtbild für Gaming-Hardware ist, dass die $500-Konsolengeneration vorbei ist. Die Frage ist nun, ob $600 bis $700 der neue Mindestpreis werden oder ob die Preise weiter steigen, wenn die nächste Konsolengeneration in denselben eingeschränkten Speichermarkt eintritt. Für eine vollständige Aufschlüsselung dessen, was kommt und womit man budgetieren sollte, bietet der Gaming-Guides-Hub laufende Berichterstattung zu Specs und Hardware-Anforderungen für alle wichtigen kommenden Releases.








