Die Belegschaft von Ubisoft bereitet sich auf einen weltweiten Streik vom 10. bis 12. Februar 2026 vor, da sich die Beschäftigten gegen weitreichende Umstrukturierungspläne wehren. Die Aktion wurde von einem Bündnis aus Gewerkschaften – STJV, CFE-CGC, CGT, Printemps Écologique und Solidaires Informatique – organisiert und wird sich auf die Mitarbeiter in den Ubisoft-Studios weltweit auswirken.
Der Streik folgt auf Ubisofts Ankündigung aggressiver Kostensenkungsmaßnahmen: Studioschließungen, eingestellte Projekte, eine strikte Rückkehrpflicht ins Büro (Return-to-Office) und Entlassungen. Die Mitarbeiter geben an, von diesen Änderungen zeitgleich mit der Presse erfahren zu haben, wodurch die gesetzlich vorgeschriebenen Konsultationsprozesse umgangen wurden. Gewerkschaftsvertreter argumentieren, dass das Management einen sinnvollen Dialog vermieden habe, was die Belegschaft vor vollendete Tatsachen gestellt und das Vertrauen erschüttert habe.
Sorgen der Belegschaft hinsichtlich Arbeitsbedingungen und Transparenz
In einer gemeinsamen Erklärung kritisierten die Gewerkschaften die Anwesenheitspflicht bei Ubisoft als unflexibel und warfen der Führungsebene vor, die Mitarbeiter mit einer Art Zwangskontrolle zu behandeln. Sie wiesen darauf hin, dass Ubisofts Wachstum auf dem Rücken der Belegschaft und durch erhebliche öffentliche Fördergelder aufgebaut wurde, sich die Mitarbeiter bei wichtigen Entscheidungen jedoch übergangen fühlen. Die Erklärung unterstrich einen Vertrauensbruch zwischen der Belegschaft und dem Führungsteam.
Die Umstrukturierung soll die Kosten um rund €200 Millionen senken. Ubisoft hat die Einstellung von sechs Spielen, die Verzögerung von sieben weiteren sowie den Abbau von 200 Stellen bei Ubisoft International in Paris durch ein Programm für freiwillige Abfindungen bestätigt. Während das Unternehmen angibt, die Bedingungen mit den Gewerkschaften auszuhandeln, halten die Arbeitnehmervertreter die Konsultation für unzureichend und den Prozess für überstürzt.
Breitere Auswirkungen auf Ubisoft und die Industrie
Der Streik unterstreicht die anhaltenden Spannungen in der Games-Industrie hinsichtlich des Umgangs mit der Belegschaft, der Transparenz sowie der Balance zwischen unternehmerischen Kostensenkungen und der Autonomie der Mitarbeiter. Für Ubisoft ist der Arbeitskampf eine direkte Herausforderung für den Umgang des Managements mit Entlassungen und Arbeitsplatzrichtlinien, insbesondere der obligatorischen Rückkehr ins Büro. Es wird erwartet, dass der Betrieb in mehreren Studios während der dreitägigen Aktion gestört sein wird.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wann streiken die Ubisoft-Mitarbeiter?
Der weltweite Streik ist für den 10. bis 12. Februar 2026 angesetzt.
Warum streiken die Ubisoft-Mitarbeiter?
Die Beschäftigten protestieren gegen Studioschließungen, eingestellte und verzögerte Projekte, die obligatorische Anwesenheit im Büro, Entlassungen sowie gegen die aus ihrer Sicht unzureichende Kommunikation und Konsultation durch das Management.
Wie viele Stellen sind von Ubisofts Umstrukturierung betroffen?
Ubisoft plant den Abbau von etwa 200 Stellen bei Ubisoft International in Paris durch ein Programm für freiwillige Abfindungen. Zudem wurden mehrere Spieleprojekte eingestellt oder verschoben.
Welche Gewerkschaften sind am Streik beteiligt?
Die beteiligten Gewerkschaften sind STJV, CFE-CGC, CGT, Printemps Écologique und Solidaires Informatique.
Was bedeutet das für die Spiele von Ubisoft?
Der Streik ist zwar zeitlich begrenzt, könnte jedoch die Entwicklungs-Timelines stören, insbesondere bei Projekten, die ohnehin bereits mit Verzögerungen oder Einstellungen zu kämpfen haben.








