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Ein Jahr voller Updates reichte nicht aus, um das Ruder herumzureißen
Wildgate startete mit einem wirklich interessanten Konzept: ein PvPvE-Spaceship-Shooter, der Crew-basierten Kampf mit Scavenging, Exploration und der Art von emergentem Chaos verband, das Multiplayer-Spiele so diskussionswürdig macht. Eine Zeit lang sah es so aus, als könnte sich das Spiel eine echte Nische erarbeiten. Das tat es nicht.
Game Director Dustin Browder veröffentlichte ein Steam-Update, in dem er bestätigte, dass Moonshot Games die aktive Entwicklung von Wildgate offiziell eingestellt hat. Der Grund ist ernüchternd: „Wildgate hat kein ausreichend großes Publikum gefunden, um die laufende Entwicklung zu rechtfertigen.“ Ein Jahr nach dem Launch war der Spielraum für das Spiel aufgebraucht.
Das Studio hat es versucht. Nach einer gemischten Aufnahme zum Release veröffentlichte Moonshot mehrere Updates, fügte PvE-fokussierte Modi hinzu, um die Attraktivität zu steigern, und veröffentlichte sogar eine kostenlose Testversion, um die Einstiegshürde zu senken. Die Spielerzahlen auf Steam stiegen nach jedem Update kurzzeitig an, um dann wieder abzufallen. Die Spielerbasis stabilisierte sich nie auf einem Niveau, das ein vollständiges Entwicklerteam rechtfertigen konnte.
Was das finale Update tatsächlich enthält
Browder bezeichnete den kommenden Juli-Patch als das „letzte große Update für eine Weile“, was eine vorsichtige Umschreibung dafür ist, dass es das letzte ist – Punkt. Das Update soll Wildgate in einem spielbaren und einigermaßen polierten Zustand hinterlassen, anstatt den Support einfach komplett einzustellen.
Hier ist, was der finale Patch umfasst:
- Zusätzliche Informationen zu den Spielmodi, damit sich neue und zurückkehrende Spieler schneller orientieren können
- Erweiterte, vom Spieler steuerbare Optionen für Custom-Modi
- Neue Sprays und Items im In-Game-Store
- Balance-Anpassungen und Bugfixes im gesamten Spiel
Nach Veröffentlichung des Patches wird ein kleines Kernteam die Server überwachen, aber das Community-Management und der Player-Support werden deutlich zurückgefahren. Der offizielle Wildgate-Discord wird an Community-Mitglieder übergeben, die ihn weiterführen.
Keine Entlassungen, aber das Team orientiert sich neu
Die Frage, die sich nach einer solchen Ankündigung jeder stellt, ist, was mit den Leuten passiert, die das Spiel entwickelt haben. Moonshot äußerte sich direkt dazu: Es sind keine Entlassungen geplant. Die Teammitglieder wechseln von Wildgate zu neuen Projekten, über die das Studio noch nicht sprechen möchte.
„Wir alle bei Moonshot haben viel Liebe in Wildgate sowie in die Community gesteckt, die sich darum gebildet hat“, sagte ein Sprecher des Studios. „Das Kernteam von Wildgate wird weiterhin Zeit damit verbringen, Probleme zu prüfen und das Spiel langfristig zu unterstützen.“
Das ist ein besseres Ergebnis, als die meisten Spiele in dieser Situation bekommen. Der Friedhof der Multiplayer-Shooter füllt sich schnell, und Studios kommen selten unbeschadet aus einer solchen Lage heraus.
Die harte Wahrheit über den Markt für Multiplayer-Shooter
Die Situation von Wildgate ist kein Einzelfall, und genau das ist der Punkt, dem man Beachtung schenken sollte. Das Spiel hielt während seiner gesamten Laufzeit eine „größtenteils positive“ Bewertung auf Steam, was bedeutet, dass den Spielern, die es ausprobierten, das Gebotene im Allgemeinen gefiel. Das Problem war, dass nicht genug Spieler kamen und diejenigen, die blieben, nicht lange genug dabei blieben, um die Art von aktiver Spielerbasis aufzubauen, die ein Multiplayer-Spiel am Leben erhält.
Die Sache ist die: Ein Spiel kann qualitativ gut sein und in diesem Genre trotzdem kommerziell scheitern. Das Kernkonzept von Wildgate – während eines Gefechts eine Crew auf einem Schiff zu koordinieren, Ressourcen zu verwalten und auf gegnerische Spieler zu achten – war gleichermaßen kreativ wie anspruchsvoll. Der Konsens der Reviews zum Launch spiegelte diese Spannung direkt wider. Im besten Fall erzählte es in einem einzigen Match eine komplette Geschichte. Im schlimmsten Fall ließ es die Spieler 30 Minuten lang ohne klares Ziel treiben, während sie darauf warteten, dass ein besser organisiertes Team ihre Runde beendete.
Diese Obergrenze lässt sich nur schwer allein durch Patches anheben. Die PvE-Erweiterungen halfen zwar, konnten aber die Energie einer gesunden Spielerbasis nicht ersetzen.
Wenn du Wildgate immer noch spielst, lohnt es sich, für den Juli-Patch einzuloggen. Und falls du neugierig warst, es aber noch nicht ausprobiert hast: Das Spiel wird auch nach dem Patch noch verfügbar sein. Für weitere Berichterstattung zu Spaceship- und Shooter-Titeln kannst du in unseren Gaming-Guides stöbern, um zu sehen, was sich in diesem Genre aktuell sonst noch lohnt.








