Die Xbox Series X kostet bald $800. Diese Zahl wäre vor zwei Jahren kaum zu glauben gewesen, doch nun sind wir hier, und die Situation lässt sich immer schwerer als vorübergehender Ausreißer abtun.
Microsoft hat bestätigt, dass die Xbox Series X ab dem 1. August auf $800 steigen wird – die dritte Preiserhöhung seit Mai 2025. Die Xbox Series S, die für $300 auf den Markt kam, liegt nach der gleichen Welle von Preisanpassungen nun bei $500. Das sind keine kleinen Korrekturen.

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Was Lenovos Warnung für Hardware-Käufer tatsächlich bedeutet
Lenovo-Geschäftsführer Martin Hiegl sprach die Situation bei den Speicherpreisen direkt auf der ISC-Konferenz in Deutschland an und erklärte den Teilnehmern, dass die Preise für DRAM und NAND-Flash wahrscheinlich „nie“ wieder ihr Niveau von Anfang 2025 erreichen werden. Seine Einschätzung war deutlich: Die erhöhten Speicherkosten könnten bis weit ins Jahr 2030 und darüber hinaus der neue Standard sein.
Der Punkt ist: Lenovo ist hier kein neutraler Beobachter. Das Unternehmen stellt PCs, Server und Consumer-Geräte her, die alle von denselben Lieferketten für Speicher abhängig sind, die auch die Gaming-Hardware betreffen. Wenn jemand in dieser Position in einem professionellen Umfeld das Wort „nie“ verwendet, hat das Gewicht.
Die Engpässe und die anhaltenden Nachfragespitzen, die die DRAM- und NAND-Preise in die Höhe getrieben haben, sind nicht behoben. Das Angebot konnte nicht aufholen. Und da die KI-Infrastruktur weltweit enorme Mengen an Speicherkapazität verschlingt, gibt es einen echten strukturellen Druck auf dieselben Chips, die auch in Spielekonsolen verbaut werden.
Jede Konsole wird teurer
Das Gesamtbild über alle Plattformen hinweg ist ernüchternd.
Sony hat das PS5-Disc-Modell auf $650 und die PS5 Pro auf $900 angehoben. Nintendo erhöht den Preis der Switch 2 zum 1. September von $450 auf $500, nachdem bereits frühere Erhöhungen für das Switch 1-Lineup im August 2025 in Kraft getreten sind.
Der entscheidende Punkt ist, dass kein Unternehmen ein Einzelfall ist. Wenn Xbox, PlayStation und Nintendo innerhalb von 12 Monaten bei mehreren SKUs die Preise erhöhen, liegt das nicht an Unternehmensgier oder einer PR-Fehlkalkulation. Es spiegelt die realen Kostensteigerungen wider, die sich durch die gesamte Lieferkette ziehen.
Die Realität für Spieler bei $800-Konsolen
Für jeden, der eine Xbox Series X zum Launch für $500 gekauft hat, ist die aktuelle Entwicklung erschütternd. Die Konsole ist jetzt 60% teurer als zum Release, und diese Lücke wird nicht durch ein nennenswertes Hardware-Upgrade ausgeglichen. Man zahlt mehr für dieselbe Box.
Was die meisten Spieler übersehen, ist, dass dies mehr als nur den Ladenpreis betrifft. Zubehör, Speichererweiterungen und jegliche Hardware, die auf NAND-Flash-Speicher angewiesen ist, folgen derselben Aufwärtskurve. Die Ära des günstigen, schnellen Speichers, die die Xbox Velocity Architecture und die SSD-Geschwindigkeiten der PS5 zu einem Verkaufsargument machte, kollidiert nun mit derselben Krise bei den Speicherkosten.
Dass die Steam Machine mit einem Einstiegspreis von $1.049 auf den Markt kommt, liefert einen weiteren Datenpunkt für denselben Trend. Premium-Gaming-Hardware in jedem Formfaktor wird teurer, und Lenovos Einschätzung legt nahe, dass in naher Zukunft keine Korrektur zu erwarten ist.
Für Spieler, die ihren nächsten Konsolenkauf planen, hat sich das Kalkül grundlegend geändert. Auf einen Preissturz zu warten – eine Strategie, die während der PS4- und Xbox One-Generationen zuverlässig funktionierte – erscheint heute deutlich weniger erfolgversprechend. Schaut euch unsere Gaming-Guides an, um Tipps zu erhalten, wie ihr das Beste aus eurer aktuellen Plattform herausholt, während sich der Hardware-Markt neu sortiert.







