Das Pokemon-Studio hat ein neues Spiel veröffentlicht und die Resonanz ist... kompliziert. Beast of Reincarnation ist heute für PS5, Xbox Series und PC erschienen, und die erste Welle an Reviews zeichnet das Bild eines Spiels mit echten Highlights, die durch handfeste, frustrierende Schwächen nach unten gezogen werden.
Dass Game Freak das Pokemon-Universum verlässt, musste zwangsläufig für Aufmerksamkeit sorgen. Die Frage, die sich jeder stellte, war, ob das Studio aus eigener Kraft etwas Überzeugendes auf die Beine stellen kann. Basierend auf dem ersten Urteil lautet die Antwort: irgendwie schon.
Wo die Kritiker stehen und warum sie gespalten sind
Die aggregierten Zahlen verraten auf einen Blick, worum es geht. Auf Metacritic liegt die PS5-Version bei 73 Punkten aus 52 Reviews, während der PC mit 72 Punkten aus 27 Reviews leicht dahinter liegt. OpenCritic bewertet den Titel mit 76 basierend auf 44 Reviews. Das sind keine schlechten Werte, aber auch keine Scores, die auf einen absoluten Überflieger hindeuten.
Das Problem ist: Die Spanne der Kritiken ist wirklich groß. Einige Outlets waren sichtlich beeindruckt, während andere das Gesamtpaket eher enttäuschend fanden. Eine solche Uneinigkeit bedeutet meist, dass das Spiel einige Dinge gut und andere schlecht macht, wobei die Reviewer diese Elemente je nach persönlichem Fokus unterschiedlich gewichten.
Das Lob geht durchweg in eine Richtung. Die Storyline wird als lang und fesselnd hervorgehoben, die Atmosphäre überzeugt und die Boss-Kämpfe sind ein Highlight. Für ein Studio, das jahrzehntelang Spiele rund um 20-Stunden-Loops entwickelt hat, ist die Erschaffung einer befriedigenden, lang angelegten Narrative eine echte Leistung.
Die Kritik ist ebenso konsistent. Wiederholung ist das Wort, das immer wieder fällt. Der Core Gameplay Loop, so stark er anfangs auch sein mag, beginnt anscheinend mit zunehmender Spielzeit schal zu schmecken. Das ist ein erhebliches Problem für ein Action-RPG, bei dem das Kampfsystem über Dutzende von Stunden hinweg interessant bleiben muss.
Das technische Problem, das für Steams "ausgeglichene" Wertung sorgt
Die Steam-Reviews stehen derzeit auf "ausgeglichen", und die technische Seite des Launchs ist ein wesentlicher Grund dafür. Spieler auf PC und Xbox Series melden Optimierungsprobleme, die über die üblichen Day-One-Macken hinausgehen. Wenn Performance-Probleme so gravierend sind, dass sie innerhalb weniger Stunden nach Release wiederholt in User-Reviews auftauchen, ist das ein Signal, das man ernst nehmen sollte.
Die PS5 scheint zum Launch die stabilste Plattform zu sein, was mit dem etwas höheren Metacritic-Durchschnitt dieser Version korreliert.
Was das für Spieler bedeutet, die vor einer Kaufentscheidung stehen
Game Freak hat etwas geschaffen, hinter dem eindeutig Ambitionen stecken. Die Atmosphäre, das Boss-Design und die Länge der Story deuten auf ein Team hin, das ein richtiges Action-RPG entwickeln wollte und kein Nebenprojekt. Das Problem mit der Wiederholung und die technischen Mängel sind real, aber nichts davon ist zwangsläufig dauerhaft.
Der Schlüssel liegt darin, die Erwartungen richtig zu steuern. Dies ist kein polierter Genre-Meilenstein. Es ist der erste ernsthafte Versuch eines neuen Spieltyps von einem Studio, das für etwas völlig anderes bekannt ist. Für Spieler, die sehen wollen, wohin sich Game Freak bewegt, wenn es nicht durch die Pokemon-Formel eingeschränkt ist, bietet das Spiel genug, um einen Blick darauf zu werfen.
Für Spieler, die eine tadellose Performance und ein Kampfsystem benötigen, das sich über die gesamte Laufzeit sinnvoll weiterentwickelt, könnte es sich lohnen, ein oder zwei Patches abzuwarten.
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