Dreißig Jahre nach dem Start einer der ikonischsten Franchises der Gaming-Geschichte entwickelt sich Tomb Raider: Legacy of Atlantis genau zu dem, was sich langjährige Fans gewünscht haben. Die Hands-on-Zeit mit dem Spiel bestätigte, was die Trailer bereits andeuteten: Dual Pistols, akrobatische Fortbewegung und eine Lara Croft, die wirkt, als wäre sie direkt aus der goldenen Ära der Serie entsprungen. Tomb Raider: Legacy of Atlantis soll noch vor Ende dieses Jahres für Nintendo Switch 2, PC, PS5 und Xbox Series X/S erscheinen.
Was uns 30 Minuten in Peru wirklich verraten
Die Hands-on-Session versetzte die Spieler nach Peru, wo sie durch Umgebungen schwingen und Dinosaurier bekämpfen mussten. Allein dieser Satz sollte alles über den Ton verraten, den dieses Spiel anschlägt. Dies ist nicht die bodenständige, düstere Survival-Lara aus der Reboot-Trilogie. Dies ist die Lara, die Gräber zum Zeitvertreib plündert, lockere Sprüche klopft und zuerst schießt.
Die Akrobatik fühlt sich reaktionsschnell und präzise an, nicht wie die schwammige, übermäßig assistierte Steuerung, die nach dem Reboot in die Serie Einzug hielt. Die Dual Pistols sind als zentraler Bestandteil der Combat-Identität zurück und nicht nur ein kosmetisches Relikt. Der Punkt ist: Allein diese beiden Details stehen für einen bewussten Wandel der Design-Philosophie, und 30 Minuten reichten aus, um das zu spüren.
Die klassische Formel, nicht nur der klassische Look
Was die meisten Spieler vermissen, wenn sie von der „klassischen Lara“ sprechen, ist, dass es nie nur um das Charakterdesign ging. Es ging um das Spielgefühl, die Souveränität der Bewegung und die Art und Weise, wie Combat und Exploration ineinandergriffen, ohne dass sich eines der Elemente dafür rechtfertigen musste. Legacy of Atlantis scheint das verstanden zu haben.
Dass ein bedeutender Teil des Spiels in Peru angesiedelt ist und Dinosaurier vorkommen, ist kein Zufall. Das ist eine direkte Anspielung auf das Lost Valley des ursprünglichen Tomb Raider, ein Level, das die Bereitschaft der Serie definierte, völlig übertrieben zu sein und genau das zum Funktionieren zu bringen. Die Entwickler signalisieren damit deutlich, aus welcher Ära des Franchises sie schöpfen.
Ein Franchise am Scheideweg, das den richtigen Weg einschlägt
Die Reboot-Trilogie, die 2013 begann, hatte ihr Publikum, entfernte sich aber auch über Jahre hinweg von dem, was die ursprünglichen Spiele so besonders machte. Die jüngere Lara war auf ihre eigene Art fesselnd, aber die Serie schliff nach und nach die pulpigen, abenteuerlichen Ecken ab, die sie von jedem anderen Third-Person-Actionspiel auf dem Markt abhoben.
Legacy of Atlantis tut nicht so, als hätte es die Reboot-Ära nie gegeben, aber es setzt ein klares Statement darüber, wo das Franchise hingehört. Der Schlüssel liegt darin, dass dies keine Nostalgie um der Nostalgie willen ist. Die Fortbewegung, der Combat und die Wahl des Settings deuten auf ein Team hin, das studiert hat, warum die frühen Spiele funktionierten, und auf diesem Fundament aufgebaut hat, anstatt nur die klassische Ästhetik auf eine moderne Vorlage zu klatschen.
Für Spieler, die sich vor dem Launch einen Vorsprung verschaffen wollen, sind die Tomb Raider: Legacy of Atlantis Guides die richtige Anlaufstelle, um alles im Blick zu behalten, sobald mehr Hands-on-Berichte und Details auftauchen. Auch allgemeinere Gaming-Guides sind einen Lesezeichen-Tipp wert, wenn das Release-Fenster näher rückt und sich ein vollständiges Bild davon ergibt, was Legacy of Atlantis zu bieten hat.








