Shuhei Yoshida, der ehemalige Präsident der SIE Worldwide Studios, konnte diese Woche Valves Steam Machine testen und sein Urteil fiel vernichtend aus: Die Performance ist „meh“, die Boot-Zeiten sind rätselhaft und der Preis ist schwer zu schlucken.
Yoshida veröffentlichte seine ersten Eindrücke am 2. Juli auf X, nur wenige Tage nachdem die Steam Machine nach ihrem Launch am 29. Juni ausgeliefert wurde. Der Beitrag sammelte 17.500 Likes und 576 Antworten, was Bände darüber spricht, wie sehr die Gaming-Community auf eine ehrliche Einschätzung von jemandem gewartet hat, der Jahrzehnte im Hardware-Bereich verbracht hat.

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Was Yoshida tatsächlich gesagt hat
Hier ist das Wichtigste aus seinem Beitrag. Yoshida unterteilte seine Gedanken in eine Liste, wobei die Kritik deutlich schwerer wiegt als das Lob.
- Die 3D-Performance ist „einfach nur... meh“
- Das System ist standardmäßig auf 1080p eingestellt, was ihn zu der Frage veranlasste: „Gehe ich zurück in die PS4-Ära?“
- Einige Spiele haben extrem lange Ladezeiten beim Start
- Das System-UI ist benutzerfreundlich
- Der kleine Formfaktor und der leise Betrieb sind echte Pluspunkte
- Die austauschbare Frontblende ist ein nettes Detail
- Steam-Spiele auf dem Wohnzimmer-TV zu spielen, ist „Grund genug“, sie zu behalten
Dieser letzte Punkt muss viel Arbeit leisten. Wenn das Beste, was man über ein $1,000+ Gerät sagen kann, ist, dass man damit einen Dienst, den man ohnehin schon besitzt, auf dem Fernseher nutzen kann, ist das nicht gerade eine glühende Empfehlung.
Das Preisproblem, das niemand ignorieren kann
Die Steam Machine startete bei über $1,000, und diese Zahl taucht in jeder Diskussion über das Gerät auf. Yoshidas Reaktion spiegelt das wider, was viele potenzielle Käufer empfinden: Das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt einfach nicht, wenn die Performance ab Werk auf Auflösungszielen der letzten Generation basiert.
Zum Vergleich: Die PS4 erschien 2013 mit 1080p als Standard. Ein Gerät, das 2026 im vierstelligen Bereich ausgeliefert wird und standardmäßig dieselbe Auflösung empfiehlt, sorgt für hochgezogene Augenbrauen – besonders bei jemandem, der ein Jahrzehnt lang mitdefiniert hat, wie Konsolen-Hardware auszusehen hat.
Die Scalper-Situation hilft ebenfalls nicht. Einheiten tauchen bereits auf eBay zum etwa doppelten Einzelhandelspreis auf, sodass selbst diejenigen, die bereit sind, $1,000+ für das Erlebnis zu zahlen, noch stärker zur Kasse gebeten werden.
Die Spannung zwischen Konsole und PC als Kern des Problems
Valve hat betont, dass die Steam Machine keine Konsole ist. Diese Einordnung ist wichtig, schafft aber auch einen seltsamen Mittelweg. Yoshidas Kritik trifft deshalb so hart, weil er sie aus der Sicht eines Wohnzimmer-Gamers bewertet und nicht als PC-Enthusiast, der die Kompromisse bereits kennt.
Der springende Punkt ist, dass Valves Gerät an Leute vermarktet wird, die ein einfaches, couch-freundliches PC-Gaming-Erlebnis suchen. Diese Zielgruppe wird es beim Preis und der Plug-and-Play-Einfachheit direkt mit Konsolen vergleichen. In beiden Punkten deuten Yoshidas erste Eindrücke darauf hin, dass die Steam Machine noch aufholen muss.
Sein Lob für das UI und den Formfaktor zeigt, dass Valve einiges richtig gemacht hat. Die Hardware ist leise, sieht schick aus und die Software ist zugänglich. Das sind echte Erfolge. Aber leise und schick schließen die Lücke nicht, wenn Spiele lange laden und die 3D-Performance bei diesem Preispunkt enttäuscht.
Für Spieler, die bereits tief im PlayStation-Ökosystem verwurzelt sind, ist der Starfield PS5 guide eine gute Erinnerung daran, wie ein gut optimiertes Konsolen-Erlebnis auf aktueller Hardware aussieht. Der Vergleich fällt für Valve derzeit nicht schmeichelhaft aus.
Was das für Early Adopter bedeutet
Die Auslieferung begann am 29. Juni, und Valves Kommunikation zu den Vorbestellungen war Berichten zufolge so verwirrend, dass einige Käufer nicht einmal wissen, wann ihr Gerät ankommt. Yoshidas Beitrag kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt für die Dynamik des Geräts.
Die Steam Machine ist nach der ersten Einschätzung eines Managers nicht direkt „dead on arrival“. Aber wenn jemand mit Yoshidas Hintergrund öffentlich erklärt, dass ein Stück Hardware nach wenigen Stunden schwer zu empfehlen ist, ist das ein Signal, das die allgemeine Wahrnehmung schnell prägt. Die 17.500 Likes unter seinem Beitrag deuten darauf hin, dass die Stimmung weit über die PlayStation-Fans hinaus Anklang fand.
Valve hat Zeit, mit Firmware-Updates, Performance-Patches oder einer klareren Kommunikation darüber, worauf das Gerät eigentlich optimiert ist, zu reagieren. Vorerst muss der Traum vom Wohnzimmer-PC jedoch einige Erklärungen liefern. Schaut euch unsere gaming guides für weitere Berichterstattung an, während sich die Geschichte um die Steam Machine entwickelt und weitere Hands-on-Eindrücke eintreffen.








