Epomaker hat sich seinen Ruf mit mechanischen Tastaturen erarbeitet, aber ein gutes Setup endet selten dort. Das Epomaker GX1 ist der Vorstoß der Marke in den Bereich der Gaming-Headsets, und das Ergebnis ist ein Wireless-Headset, das mehr Verbindungsoptionen, eine längere Akkulaufzeit und eine brillenfreundlichere Passform bietet, als man es in dieser Preisklasse normalerweise erwarten würde.
Das GX1 ist größtenteils schwarz gehalten, mit einigen für Gamer typischen optischen Akzenten: rote Metall- und Drahtelemente, eine gitterartige Logo-Platte auf jeder Ohrmuschel (das Gitter macht das Logo allerdings etwas schwer lesbar) und eine RGB-Beleuchtung in den Ohrmuscheln, die über eine dedizierte Taste am Headset selbst ausgeschaltet werden kann. Es wirkt wie ein Gaming-Peripheral, ohne dabei zu übertrieben zu sein.
Verarbeitungsqualität und Komfort für lange Sessions
Der Kopfbügel ist gut gepolstert und lässt sich durch Herausziehen verstellen, was simpel, aber effektiv ist. Die Ohrmuscheln sind nicht schwenkbar und haben wenig seitliches Spiel, aber die Polsterung ist weich genug, dass Brillenträger den Sitz auch bei längeren Sessions als wirklich komfortabel empfinden dürften. Der Schlüssel liegt hier in der Größenverstellung: Die vertikale Erweiterung schafft genug Freiraum im Schläfenbereich, sodass Brillengestelle nicht gegen den Kopf gedrückt werden.
Das GX1 ist zudem spürbar leicht. Das ist wichtiger, als viele meinen. Ein Headset, das sich nach zwei Stunden schwer anfühlt, wird man am Ende abnehmen, was den Zweck komplett zunichtemacht.
Steuerung und Konnektivitätsoptionen
Epomaker hat viele Funktionen auf den Ohrmuscheln untergebracht, ohne das Layout der Bedienelemente unübersichtlich zu gestalten. Eine Seite bietet drei Tasten: einen RGB-Toggle, eine Quick-Mute-Taste und den Power-Button, mit einem Lautstärkerad direkt darunter. Die andere Seite steuert den Wireless-Modus-Wechsel zwischen 2.4GHz und Bluetooth.
Zwei USB-Dongles sind im Lieferumfang enthalten, die die 2.4GHz-Funkverbindung abdecken. Das Headset kann auch kabelgebunden betrieben werden, und entsprechende Adapter liegen ebenfalls bei. Das ist eine enorme Flexibilität für ein einzelnes Headset und bedeutet, dass das GX1 auf PC, Konsole und Mobilgeräten funktioniert, ohne dass zusätzliche Anschaffungen nötig sind.
Mikrofon-Setup: zwei Optionen, ein klarer Sieger
Das GX1 wird mit einem abnehmbaren Boom-Mikrofon geliefert, es gibt aber auch ein eingebautes Mikrofon für Momente, in denen du das Boom-Mikrofon nicht anstecken möchtest. Beide funktionieren, aber das abnehmbare Mikrofon ist beim Voice-Chat deutlich klarer. Wenn du Spiele spielst, bei denen Kommunikation wichtig ist, solltest du das Boom-Mikrofon verwenden. Die eingebaute Option ist für Gelegenheitsgespräche oder Sprachbefehle völlig ausreichend.
Audio-Performance und der Vorteil der 50mm-Treiber
50mm Dynamic Driver sind hier das Hauptmerkmal, und sie liefern ab. Die Soundstage ist breit genug, damit sich das Positionals-Audio sinnvoll anfühlt – was in Stealth-Games oder jedem Titel wichtig ist, bei dem es spielentscheidend ist, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt. Das integrierte Surround-Sound-Processing verstärkt diesen Effekt und lässt Audio aus mehreren Richtungen gleichzeitig kommen, anstatt nur von links und rechts.
Ein Channel-Balancing ist ebenfalls enthalten, sodass der Audio-Mix nicht zu einer Seite abdriftet. Das ist ein Feature, das man eher bei teureren Headsets findet, weshalb sein Vorhandensein hier positiv hervorzuheben ist.
Akkulaufzeit, die überzeugt
Das GX1 verspricht bis zu 30 Stunden Akkulaufzeit, wobei dieser Wert bei aktiver RGB-Beleuchtung sinkt. Realistisch betrachtet erhältst du ein solides All-Day-Headset, das über USB-C geladen wird – die richtige Entscheidung im Jahr 2026. Keine proprietären Kabel, kein Suchen nach einer speziellen Ladestation.
Dreißig Stunden ohne Beleuchtung sind für den mehrtägigen Einsatz zwischen den Ladevorgängen wirklich nützlich. Mit eingeschalteter Beleuchtung ist die Laufzeit kürzer, reicht aber immer noch für die meisten Gaming-Sessions aus, ohne dass man sich Gedanken machen muss.
Was das GX1 richtig macht
Das ist der Punkt beim GX1: Es versucht nicht, ein Flaggschiff-Headset zu sein. Es zielt auf eine bestimmte Preisklasse ab und bietet mehr Optionen als die meisten Konkurrenten auf demselben Level. Duale Wireless-Modi, kabelgebundene Backup-Option mit Adaptern, zwei Mikrofon-Optionen, brillenfreundlicher Komfort und 50mm-Treiber in einem leichten Gehäuse sind eine starke Kombination.
Was die meisten Spieler bei der Bewertung günstiger Headsets übersehen, ist, wie sehr sich die kleinen Dinge summieren. Die Quick-Mute-Taste, das USB-C-Laden, der RGB-Toggle, die mitgelieferten Dongles. Nichts davon ist für sich genommen aufregend, aber zusammen fühlt sich das GX1 wie ein Headset an, das von jemandem entwickelt wurde, der selbst Headsets benutzt.
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