Die Trailer zu Final Fantasy VII Revelation waren auffällig zurückhaltend, was Cloud Strife betrifft. Fans des Originals wissen genau, warum, doch für alle anderen stellte sich eine berechtigte Frage: Wird der Söldner mit der stacheligen Frisur im Finale der Trilogie etwa aufs Abstellgleis geschoben? Series Director Naoki Hamaguchi hat eine klare Antwort darauf.
„Cloud ist nach wie vor der Hauptcharakter“, bestätigte Hamaguchi in einem aktuellen Interview und räumte damit alle Bedenken aus. Die Marketing-Entscheidungen seien bewusst gewählt und kein Zeichen dafür, dass Square Enix sich von dem Charakter abwendet, der diese Remake-Trilogie vom ersten Tag an geprägt hat.
Warum Clouds Abwesenheit in den Trailern absolut Sinn ergibt
Die Sache ist die: Jeder, der das ursprüngliche Final Fantasy VII durchgespielt hat, weiß, dass Clouds Geschichte in der zweiten Hälfte einige drastische Wendungen nimmt. Ihn aus dem Marketing herauszuhalten, ist keine kreative Herabstufung, sondern ein Spoiler-Schutz. Dass Hamaguchi diesen Raum nutzt, um den Rest des Casts hervorzuheben, ist ein kluger Schachzug und kein Kompromiss.
Der Director räumte direkt ein, dass die Fans „auch mehr von den anderen Charakteren sehen wollen“, und das Team hat das Spiel basierend auf diesem Feedback entwickelt. Spieler können im laufenden Gameplay jederzeit zwischen den Party-Mitgliedern wechseln und verschiedene Zusammenstellungen für Side Quests nutzen. Das bedeutet, dass das Spiel das Erkunden der individuellen Playstyles aktiv belohnt, anstatt jedes Mal standardmäßig auf Cloud zurückzugreifen.
Was jedes Party-Mitglied tatsächlich bekommt
Der charakter-spezifische Content geht weit über kosmetische Anpassungen hinaus. Red XIII hat einen kompletten Story-Arc, der mit dem Kartenspiel Queen's Blood verknüpft ist – eines der fesselndsten Mini-Games in Final Fantasy VII Rebirth. Hamaguchi bestätigte zudem, dass Tifas Storyline Ebenen besitzt, die mit dem Klavier-Mini-Game des Spiels verbunden sind und Spieler belohnen, die sich die Zeit nehmen, sich damit zu befassen, anstatt es zu überspringen.
Dass Yuffie nach Wutai zurückkehrt, eröffnet offensichtliches Potenzial für Lore, die im Original nur angedeutet wurde. Da Revelation als Abschluss der Trilogie positioniert ist, haben die Entwickler eine klare Motivation, Charakter-Handlungsstränge zu Ende zu führen, die über zwei Vorgänger hinweg aufgebaut wurden.
Das Roster umfasst neben Cloud auch Barret, Tifa, Aerith, Red XIII, Cait Sith, Yuffie, Vincent Valentine und Cid. Das ist eine Menge an Charakteren, die in einem einzigen Spiel bedient werden wollen, und Hamaguchis Kommentare deuten darauf hin, dass sich das Team dieser Herausforderung bewusst ist.
Die Balance, die die Trilogie schon immer brauchte
Final Fantasy VII Remake setzte stark auf Cloud sowie Tifa und Aerith als emotionalen Kern. Rebirth hat dies beträchtlich erweitert und Charakteren wie Barret und Yuffie mehr Raum zum Atmen gegeben. Revelation treibt diese Erweiterung laut Hamaguchis Beschreibung noch weiter voran, mit dedizierten Arcs für Charaktere, die historisch gesehen eher Nebenrollen spielten.
Der entscheidende Punkt ist, dass dies nicht auf Kosten von Cloud geht. Hamaguchi schreibt die Protagonisten-Hierarchie des Spiels nicht um, er füllt die Lücken drumherum. Clouds Geschichte im dritten Akt dieser Saga hat für jeden, der weiß, was kommt, ein enormes Gewicht, und die Entwickler werden davon definitiv nicht abweichen.
In Anbetracht der Tatsache, dass Revelation Berichten zufolge etwa 200GB groß sein soll, gibt es eindeutig genug Spielinhalt, um jedem gerecht zu werden. Für Spieler, die drei Teile lang darauf gewartet haben, dass Vincent Valentine und Cid ins Rampenlicht rücken, scheint das Warten fast vorbei zu sein. Schaut euch die Final Fantasy VII Revelation Guides-Sammlung an, um bestens vorbereitet zu sein, sobald das Spiel erscheint.







