Die Messlatte lag von Anfang an hoch. Die Mexiko-Map von Forza Horizon 5 gilt weithin als eine der besten Open Worlds in Rennspielen, und Playground Games hat jahrelang daran gearbeitet, diesen Ruf auszubauen. Als Forza Horizon 6 also vor dem Release am 19. Mai 2026 in die Hände der Reviewer gelangte, lautete die Frage nicht, ob das Spiel gut werden würde. Die Frage war, ob Japan die Magie von Mexiko einfangen kann.
Nach mehr als 30 Stunden Spielzeit auf der Xbox Series X/S lautet die Antwort: Ja.

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Was Japan als Horizon-Setting so gut macht
Forza Horizon-Settings stehen und fallen mit der Map. Die Umgebung ist keine bloße Dekoration – sie ist der Grund, warum man sich auf den nächsten Teil freut. Mexiko hat überzeugt, weil es eine enorme Vielfalt an Biomen auf engem Raum bot: Wüste, Dschungel, schneebedeckte Vulkane. Japan, unterteilt in 10 verschiedene Regionen, schafft das gleiche Kunststück.
Die Shibuya Crossing und der Mount Fuji stechen als Orte hervor, an denen es sich verdient und nicht erzwungen anfühlt, über einen Bergrücken zu fahren und den Fuji am Horizont zu erblicken. Tokyo ist die größte Stadt der Serie, auch wenn sie bei weitem nicht den Maßstab der tatsächlichen Metropole erreicht. Zudem gibt es auffällige Lücken: Kyoto und Osaka tauchen auf der Map überhaupt nicht auf, was all jene enttäuschen dürfte, die auf eine umfassendere Tour durch das Land gehofft hatten.
Die 10 Regionen bilden zudem das Fundament für die Discover Japan-Eventreihe, die regionale Touren mit einem Guide kombiniert, der Kontext zu den Autos und der Kultur liefert. Die Sprachausgabe stört stellenweise die Immersion, aber das Konzept geht auf. Es gibt sogar ein Essenslieferungs-Minigame in Tokyo, das sowohl als Side-Activity als auch als Anreiz zur Erkundung dient.
Die Festival-Struktur und was wirklich neu ist
Forza Horizon 6 bietet zwei parallele Event-Stränge. Die Horizon Festival-Storyline umfasst klassische Rundkurse, Sprints und die für die Serie typischen Showcase-Events. Eines dieser Highlights lässt dich in einem Rennen durch die japanische Landschaft gegen einen gebäudehohen Mech antreten – das ist genauso absurd, wie es klingt, und funktioniert erstaunlicherweise hervorragend. Der Abschluss dieser Events schaltet weitere Inhalte frei, wodurch der Gameplay-Loop motivierend bleibt, ohne dass Spieler grinden müssen.
Der zweite Strang, Discover Japan, setzt stärker auf die Street-Culture des Settings mit nicht sanktionierten Rennen und Touge-Battles, den kurvenreichen Passstraßen-Rennen, die die japanische Autokultur definieren. Das ist eine kluge Ergänzung für ein Spiel, das in Japan spielt, und verleiht dem Horizon-Format einen kulturellen Anker, den es nicht immer hatte.
Das Drivatar-System kehrt mit seinem bewährten Ansatz zurück: Eine Gegner-KI, die von deiner Freundesliste lernt und diese emuliert, sodass sich Solo-Sessions immer noch so anfühlen, als würde man gegen echte Menschen fahren. Dieses Feature ist seit Jahren fester Bestandteil der Serie und überzeugt nach wie vor.
Barn Finds, Collectibles und 30+ Stunden Spielzeit
Das Spiel verteilt Barn Find- und Treasure Car-Collectibles über alle 10 Regionen, ergänzt durch zerstörbare regionale Maskottchen für Spieler, die den Erkundungs-Loop mögen. Selbst nach mehr als 30 Stunden Spielzeit gibt es noch unentdeckte Aktivitäten. Das Wichtigste dabei: Nichts davon wirkt wie Füllmaterial, um ein dünnes Spiel zu strecken. Die Dichte der Map verleiht diesen Aktivitäten einen echten Sinn.
Das Fahrzeug-Roster reicht von Alltagsautos bis hin zu Top-Tier-Supercars, wobei die Belohnungen so strukturiert sind, dass die Garage in einem befriedigenden Tempo wächst. Du solltest einen Blick auf die vollständige Forza Horizon 6 Auto-Liste und den Unlock-Guide werfen, sobald das Spiel live ist, um alles zu finden, was auf der Map versteckt ist.
Das Urteil der Kritiker
Die Fachpresse hat Forza Horizon 6 mit einer "Must Play"-Empfehlung ausgezeichnet und bezeichnet es als eines der besten Rennspiele dieser Generation. Kritiker bemängeln lediglich, dass das Spiel etwas Zeit braucht, um in Fahrt zu kommen, und länger als die Vorgänger benötigt, bis das Gameplay richtig klickt. Sobald dies jedoch der Fall ist, ist das Urteil eindeutig: Die Kombination aus Japans visueller Vielfalt, der dualen Event-Struktur und dem schieren Umfang an Inhalten stellt diesen Teil direkt neben Forza Horizon 5 an die Spitze der Serie.
Da der Launch noch fünf Tage entfernt ist, bietet der Zeitpunkt dieser Reviews den Spielern genug Vorlauf, um sich vor dem Release für eine Edition und Early-Access-Optionen zu entscheiden.








