Grand Theft Auto 6 entwickelt sich zu einem echten Mammutprojekt. Rob Nelson von Rockstar North hat das Spiel bereits im Februar in einem 80-stündigen Playthrough durchgespielt, und dieses Detail wurde diese Woche im Rahmen einer umfassenden Vorschau auf den Titel öffentlich. Es handelte sich zwar nicht um einen finalen Build, aber er deckte einen bedeutenden Teil der Hauptkampagne sowie einige optionale Side-Quests ab.
Was 80 Stunden hier tatsächlich bedeuten
Der Playthrough war kein Completionist-Run. Nelsons Session mischte Hauptmissionen mit ausgewählten Side-Quests, darunter mindestens eine mit direkten narrativen Konsequenzen. Die 80-Stunden-Marke ist also kein „Padding“ durch Collectibles oder zufällige Aktivitäten; sie spiegelt storygetriebene Inhalte mit echtem Gewicht wider.
Das ist eine beachtliche Zahl. Zum Vergleich: Die Hauptstory von GTA 5 kommt bei einem fokussierten Playthrough auf etwa 31 Stunden. Wenn GTA 6 diesen Wert auf Kampagnenebene verdoppelt oder sogar noch übertrifft, baut Rockstar eindeutig an einem Spiel mit deutlich höherer narrativer Dichte als sein Vorgänger.
Nelsons Vision für die Herangehensweise der Spieler
Nelson äußerte sich offen darüber, was er sich von den Spielern wünscht. Er räumte ein, dass Rockstar nicht jede erdenkliche Mechanik einbauen kann und bewusste Entscheidungen darüber treffen muss, was der Story von Jason und Lucia dient. Die Sache ist die: Seine Kommentare deuten darauf hin, dass das Team aktiv dem „Kitchen-Sink“-Ansatz widersteht und stattdessen auf etwas Durchdachteres setzt.
Er äußerte zudem die Hoffnung, dass die Spieler die Kampagne nicht einfach nur durchsprinten. Seine Herangehensweise war fast schon Lifestyle-orientiert: Er möchte, dass die Leute aufstehen, ihren Tag beginnen und sich dann als Teil einer echten Routine mit dem Spiel hinsetzen. Das ist eine andere Art von Ambition, als nur eine große Open World zu bauen.
Ein Launch-Fenster ohne Multiplayer
Eines sollte man im Hinterkopf behalten: GTA 6 erscheint als Singleplayer-Erfahrung, was bedeutet, dass die gesamte Spielzeit voll und ganz in die Story-Kampagne und die sie umgebende Welt fließt. Es gibt zum Launch kein Äquivalent zu GTA Online, das die Zahlen aufblähen oder die Aufmerksamkeit der Spieler teilen würde.
Das macht die 80-Stunden-Marke tatsächlich interessanter. Rockstar setzt darauf, dass der Singleplayer-Content allein ausreicht, um die Spieler für eine beachtliche Zeit zu binden, bevor eine Multiplayer-Komponente erscheint.
Das Gesamtbild wird deutlicher
Dieses Detail kam zusammen mit einer Welle neuer Informationen ans Licht. Rockstar präsentierte am 27. August auf Netflix einen erweiterten Einblick in die Geschichte von Jason und Lucia und gewährte der Öffentlichkeit damit den bisher umfassendsten Blick auf das Spiel. Vice City wurde bereits als etwa doppelt so groß wie Los Santos aus GTA 5 bestätigt, wobei die umliegenden Gebiete Berichten zufolge 11-mal größer sein sollen als ihre Pendants in GTA 5.
Nimmt man den Map-Maßstab, die Länge der Story und die bewusste Design-Philosophie zusammen, ist klar, dass GTA 6 keine schnelle Erfahrung sein will. Ob sich 80 Stunden als die richtige Länge anfühlen, hängt ganz davon ab, wie Rockstar diese Zeit füllt.
Für alles Weitere, das bisher bestätigt wurde, deckt die GTA 6 Guides-Sammlung Themen wie Charakter-Anpassung, Plattform-Features und mehr ab, während laufend neue Details bekannt werden.








