Über Jahre hinweg hat sich Moza Racing seinen Ruf auf Xbox und PC aufgebaut und sich still und heimlich zu einem der angesehensten Namen im Bereich Sim-Racing-Hardware entwickelt – dank wettbewerbsfähiger Preise und modularer Designs, die Upgrades ermöglichen, ohne bei Null anfangen zu müssen. PlayStation-Spieler schauten bisher in die Röhre. Das ändert sich jetzt.
Polyphony Digital hat Moza Racing als offiziellen Peripherie-Partner für die Gran Turismo World Series bestätigt, was den ersten offiziellen Schritt der Marke in das PlayStation-Ökosystem markiert. Die Ankündigung deutet darauf hin, dass ein Sim-Racing-Lenkrad mit Gran Turismo-Branding in der Entwicklung ist, auch wenn noch kein Release-Zeitraum bestätigt wurde. Für Fans von Assetto Corsa und die breitere Sim-Racing-Community ist dies eine bedeutende Veränderung auf dem Hardware-Markt.
Was die Gran Turismo-Partnerschaft tatsächlich bedeutet
Das ist mehr als nur ein Logo auf einer Verpackung. Die Partnerschaft zwischen Moza und Polyphony Digital bedeutet, dass beide Unternehmen direkt zusammenarbeiten, um ein offiziell lizenziertes Lenkrad zu produzieren, das für das Gran Turismo-Erlebnis entwickelt wurde. Die Sache ist die: PlayStation war für Drittanbieter von Peripheriegeräten historisch gesehen ein schwieriges Pflaster. Die Lizenzanforderungen sind streng, der Prozess ist langwierig und die Kosten dafür schlagen sich meist direkt im Verkaufspreis nieder.
Mozas CEO und Gründer, Chenyong Guan, formulierte die Ankündigung so: „Die Partnerschaft mit der Gran Turismo World Series ist ein aufregender Meilenstein für uns. Gran Turismo hat Generationen von Rennsport-Enthusiasten inspiriert, und wir fühlen uns geehrt, zu einer Meisterschaft beizutragen, die das Beste des virtuellen Motorsports repräsentiert.“
Die Ankündigung lässt Pedale, Gangschaltungen oder Handbremsen als Teil der neuen Produktlinie bemerkenswerterweise unerwähnt. Dennoch ist es vernünftig anzunehmen, dass bestehendes Moza-Zubehör kompatibel werden könnte, sobald die Wheelbase und das Lenkrad die korrekten Protokolle für die PlayStation-Plattform etabliert haben.
Die Preisfrage, die niemand beantworten will
Mozas größtes Verkaufsargument war schon immer das Preis-Leistungs-Verhältnis. Im Vergleich zu Fanatec, Logitech und der Revosim-Linie von Nacon unterbieten Moza-Bundles die Konkurrenz konstant, ohne dabei die DirectDrive- und Force Feedback-Qualität zu opfern, die ernsthafte Sim-Racer verlangen. Diese Erschwinglichkeit war eine echte Rettung für Spieler, die Hardware auf Profi-Niveau ohne vierstellige Preisschilder suchen.
Die Sorge ist offensichtlich. PlayStation-Lizenzierungen verursachen echte Kosten, und diese Kosten werden tendenziell weitergegeben. Die Geschichte der Plattform mit offiziell lizenzierten Peripheriegeräten zeigt ein konsistentes Muster von Premium-Preisen, die nicht immer die Hardware im Karton widerspiegeln.
Für PS5-Spieler, die bisher keinen Zugang zum Moza-Ökosystem hatten, würde ein preislich angemessener Einstieg ein Segment der Sim-Racing-Hardware erschließen, das zuvor Xbox- und PC-exklusiv war. Wenn die Preisgestaltung beibehalten wird, könnte dies die Art und Weise, wie Gran Turismo gespielt wird, für viele Spieler grundlegend verändern.
Mozas Erfolgsbilanz vor dieser Ankündigung
Die Moza R3- und R12-Bundles haben sich einen starken Ruf für ihre offenen, modularen Bauweisen erarbeitet. Man ist nicht an einen einzigen Upgrade-Pfad gebunden, und der kompakte Formfaktor sorgt dafür, dass die Wheelbase nicht dauerhaft den Schreibtisch blockiert. Diese Praktikabilität ist wichtiger, als viele ihr zuschreiben, besonders für Spieler, die kein dediziertes Sim-Rig besitzen.
Was die meisten Spieler bei Mozas Attraktivität übersehen, ist, dass es nicht nur um den Preis geht. Die modulare Design-Philosophie bedeutet, dass man mit einem Basis-Setup starten und im Laufe der Zeit zu etwas Ernsterem ausbauen kann, anstatt sich am ersten Tag auf ein Premium-Rig festzulegen. Dieser Ansatz könnte gut auf ein PlayStation-Publikum übertragen werden, das eher zu einem lockeren Sim-Racing-Engagement neigt.
Mozas eigenes Statement zur Partnerschaft bestätigte, dass weitere Ankündigungen folgen werden: „Moza Racing freut sich darauf, in den kommenden Monaten mehr zu teilen, während das Unternehmen sein Ökosystem weiter ausbaut und neue Erlebnisse für Gran Turismo-Spieler weltweit liefert. Dies ist erst der Anfang.“
Worauf Sim-Racer als Nächstes achten sollten
Der Zeitplan ist hier noch völlig unklar. Die Lizenzierung von Controllern auf der PlayStation kann von der Ankündigung bis zur Marktreife Jahre dauern, daher ist es ratsam, die Erwartungen im Zaum zu halten. Die Tatsache, dass Moza dies als langfristige Partnerschaft und nicht als einmaligen Produkt-Drop bezeichnet hat, deutet darauf hin, dass bereits eine langfristige Roadmap in Arbeit ist.
Für die Sim-Racing-Community ist die entscheidende Frage nicht, ob ein Moza PlayStation-Lenkrad irgendwann erscheint. Es geht darum, ob der Preis nah genug an Mozas bestehendem Lineup bleibt, um es zu einer echten Option für PS5-Spieler zu machen, oder ob die Lizenzgebühren es in einen Bereich treiben, der den eigentlichen Vorteil, sich für Moza statt für die etablierte Konkurrenz zu entscheiden, zunichtemacht.
Behalten Sie Mozas Ankündigungen in den kommenden Monaten im Auge. In der Zwischenzeit lohnt es sich, die Assetto Corsa Guides-Sammlung als Lesezeichen zu speichern, falls Sie Ihre Sim-Racing-Grundlagen schärfen möchten, bevor die neue Hardware eintrifft. Auch der allgemeine Gaming-Guides-Hub bietet genug Stoff, um Sie zu beschäftigen, während die Branche aufholt.






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