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PlayStation-Zukunft: Digitalisierung, PS6-Verzögerungen, KI & Bungie-Problem

Sony setzt auf Digitalisierung, investiert in die PS6, nutzt KI bei Naughty Dog und verzeichnet einen Verlust von 765 Mio. $ wegen Bungie und Marathon.

Eliza Crichton-Stuart

Eliza Crichton-Stuart

Aktualisiert

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Sony hat gerade das Geschäftsjahr 2025 abgeschlossen, und der diese Woche veröffentlichte Finanzbericht erzählt eine Geschichte, die weit über die Quartalszahlen hinausgeht. Für PlayStation-Spieler gibt es vier Dinge, auf die es sich lohnt, genau zu achten: eine Digital-First-Strategie, die Ihren Geldbeutel belasten könnte, eine PS6-Timeline, die sich immer weiter verschiebt, KI-Tools, die bereits in First-Party-Studios laufen, und ein Bungie-Problem, das wirklich schlecht ist.

Digital gewinnt, aber die Infrastrukturkosten holen auf

Sonys profitabelste Geschäftsbereiche sind digitale Software, Add-on-Inhalte und Netzwerkdienste. Alle drei verzeichneten von 2024 bis 2025 ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr, was großartig klingt, bis man die Umstände dieses Wachstums betrachtet.

Physische Spieleverkäufe gehen zurück. Sony hat bereits die Preise für seine Hardware erhöht und Dynamic Pricing im PlayStation Store getestet. Das günstigste PS5-Modell hat in einer kürzlichen Überarbeitung tatsächlich an Speicherkapazität verloren, gerade als die Speicherpreise aufgrund der KI-gesteuerten Chipnachfrage stark ansteigen. Internetkosten steigen. Stromrechnungen gehen nach oben. Die Kernzielgruppe der Gamer, insbesondere junge Männer, sieht sich derzeit erheblichem Arbeitsdruck ausgesetzt.

Sony setzt darauf, dass die Spieler weiterhin Spiele herunterladen werden, auch wenn jede damit verbundene Kostensteigerung eintritt. Vorerst geben die Zahlen dieser Wette recht. Ob sie Bestand hat, ist eine andere Frage.

Die PS6 ist real, teuer und möglicherweise Jahre entfernt

Sony bestätigte, dass das stagnierende Betriebsergebnis im letzten Jahr direkt mit erhöhten Investitionen in die nächste Generation der Plattform zusammenhing. Die PS6 befindet sich aktiv in der Entwicklung und kostet Geld. Das steht außer Frage.

Die Sache ist die: Sony beschrieb seinen Ansatz für kommende Hardware-Geschäftsmodelle auch als "abwarten und sehen". Bloomberg berichtete Anfang des Jahres, dass ein Launch im Jahr 2028 oder 2029 möglich sei, und Sonys eigene Formulierungen in diesen Dokumenten tun nichts, um diese Zeitlinie zu widerlegen. Kein Veröffentlichungsdatum, kein Preis, keine festen Spezifikationen wurden öffentlich bekannt gegeben.

Für Spieler bedeutet dies, dass die PS5 eine längere Lebensdauer hat, als einige erwartet hatten. Das ist nicht unbedingt schlechte Nachrichten, insbesondere angesichts der aktuellen Hardwarepreise.

Naughty Dog und San Diego Studio nutzen bereits KI-Produktionstools

Hideaki Nishino, Präsident und CEO von Sony Interactive Entertainment, bestätigte, dass Teams bei Naughty Dog und San Diego Studio aktiv KI-Tools in der Spieleproduktion einsetzen. Insbesondere ein System generiert Gesichtsanimationen aus Performance-Capture-Daten. Ein anderes wandelt Videomaterial von Haaren in 3D-Modelle auf Strangebene um.

Dies sind keine hypothetischen Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Sie wurden bereits bei veröffentlichten Spielen eingesetzt, und Sony sagt, dass auch zukünftige Titel generative KI nutzen werden.

Hiroki Totoki, Präsident und CEO von Sony Group Corporation, räumte ein, dass aktuelle KI-Tools immer noch mit Konsistenz und Steuerbarkeit zu kämpfen haben. Nishinos öffentliche Formulierung war vorsichtig: "Großartige Inhalte entstehen aus tiefen persönlichen Erfahrungen, einzigartigen Perspektiven und einem starken inneren Antrieb, etwas Bedeutsames auszudrücken... KI kann diesen Prozess unterstützen, aber sie wird menschliche Vorstellungskraft, Kreativität und Emotionen nicht ersetzen."

Sony hat sich auch mit Bandai Namco zusammengetan, um generative Technologie in der Videoproduktion einzusetzen. Der Umfang erweitert sich, und die Einführung auf Studioebene findet bereits statt, ob die Spieler sie im Endprodukt bemerken oder nicht.

KI-Tools in der PS5-Spieleproduktion

KI-Tools in der PS5-Spieleproduktion

Bungies 765-Millionen-Dollar-Problem verschwindet nicht leise

Sony zahlte 3,6 Milliarden US-Dollar für die Übernahme von Bungie im Jahr 2022. Die Rendite dieser Investition war schmerzhaft. Der Finanzbericht führt Wertminderungskosten und Gewinnverluste direkt auf Bungie zurück, wobei die kombinierten Auswirkungen von Marathon, das hinter den Erwartungen zurückblieb, und Destiny 2, das Schwierigkeiten hat, bei rund 765 Millionen US-Dollar Verlusten für Sony liegen.

Marathon wurde als Hardcore-Extraction-Shooter veröffentlicht und hat keine große Spielerbasis gefunden. Destiny 2 befindet sich nach den meisten Maßstäben in einer schwierigen Lage. Beide Spiele trugen zu dem bei, was Sony nun offiziell als erheblichen finanziellen Ballast anerkennt.

Die einzige zukunftsweisende Nachricht hier: Lin Tao, Sonys Finanzvorstand, bestätigte, dass das Unternehmen Marathon nicht aufgeben wird. Weitere Content-Drops und Verbesserungen des Spielerlebnisses sind geplant. Ob das ausreicht, um das Spiel zu drehen, ist unklar, aber Sony zieht noch nicht den Stecker.

Die Rechtfertigung einer Multi-Milliarden-Dollar-Akquisition allein durch die Spieleleistung war für Bungie schon immer ein steiler Aufstieg. Die aktuellen Zahlen machen diese Herausforderung auf eine Weise sichtbar, die sich nicht wegreden lässt.

Für einen breiteren Überblick darüber, wie sich diese Veränderungen auf das auswirken, was Sie spielen und kaufen, können Ihnen unsere Gaming-Guides und Spielrezensionen helfen, zu verstehen, was Ihre Zeit und Ihr Geld wert ist, während sich Sonys Strategie im Rest dieser Konsolengeneration weiterentwickelt.

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aktualisiert

Mai 9. 2026

veröffentlicht

Mai 9. 2026

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