RPCS3 hat das Spielen von PS3-Spielen auf dem PC dramatisch vereinfacht. Das neueste Update des Emulators führt eine automatische Spielkonfiguration ein, die auf etablierten Wiki-Einstellungen basiert, sodass die meisten Titel korrekt geladen werden, ohne dass der Benutzer manuelle Anpassungen vornehmen muss.
"Das Spielen von PS3-Spielen war noch nie so einfach", RPCS3 auf Social Media nach dem Update. Das ist kein reines Marketing-Gerede. Für jeden, der sich mit spielspezifischen Einstellungen in Emulatoren herumgeschlagen hat, ist dies eine echte Verbesserung der Lebensqualität.
Wie RPCS3 vor dieser Änderung aussah
Historisch gesehen bedeutete das reibungslose Ausführen eines PS3-Spiels in RPCS3, das Community-Wiki zu konsultieren, empfohlene CPU- und GPU-Einstellungen abzugleichen und diese manuell anzuwenden. Für technisch versierte Benutzer war dieser Prozess überschaubar. Für alle anderen war es eine echte Hürde.
Die Cell-Prozessor-Architektur der PS3 machte all dies schwieriger als nötig. Cell war notorisch schwer zu emulieren, da seine Verarbeitungseinheiten, die SPUs, Aufgaben parallel verarbeiteten. Dieses Verhalten in Software richtig abzubilden, erforderte jahrelange Arbeit des RPCS3-Entwicklungsteams, und selbst dann konnte jedes Spiel unterschiedlich reagieren, je nachdem, wie es die Hardware nutzte.
Diese Komplexität bedeutete, dass das Einstellungsfenster des Emulators nicht gerade anfängerfreundlich war.
Drei Durchbrüche in schneller Abfolge
Die Sache ist die: Das Auto-Konfigurations-Update kam nicht isoliert. Nur wenige Tage zuvor hat RPCS3 einen separaten CPU-Durchbruch erzielt, der die Handhabung des anspruchsvollsten Verhaltens der Cell-Architektur durch den Emulator verbesserte. Davor brachte ein Bibliotheksupdate die Gesamtzahl der vollständig spielbaren PS3-Titel noch näher an den vollständigen Katalog heran, wobei die verbleibenden problematischen Spiele meist PlayStation Move-Titel waren, die auf Bewegungssteuerung angewiesen sind.
Drei bedeutende Updates in schneller Abfolge sind nicht das übliche Tempo für ein Open-Source-Emulationsprojekt. Das Team ist eindeutig auf einem Lauf.
Der Schlüssel hier ist, dass die Auto-Konfigurationsfunktion direkt auf der Wiki-Wissensbasis aufbaut, die die Community seit Jahren aufbaut. Jedes Mal, wenn ein Spieler die optimalen Einstellungen für ein bestimmtes Spiel dokumentierte, flossen diese Daten in das nun automatisierte System ein. Die Arbeit der Community ist nicht verschwunden. Sie wurde zur Infrastruktur.
Sony hat immer noch nicht gelöst, was ein Fanprojekt gerade getan hat
Das Timing ist erwähnenswert. Berichte deuten darauf hin, dass die kommende PlayStation 6 die Kompatibilität mit PS4- und PS5-Bibliotheken beibehalten wird, aber die PS3-Unterstützung bleibt in offiziellen Plänen abwesend. Sonys eigener PS3-Back-Katalog ist seit Jahren hinter PlayStation Now-Streaming gesperrt, und selbst dieser Dienst hatte eine komplizierte Geschichte.
Inzwischen ist RPCS3 näher an einer echten Plug-and-Play-PS3-Emulation als Sonys eigene Hardware jemals war. Die Lücke zwischen dem, was ein Community-gesteuerter Emulator leisten kann, und dem, was ein Hardwarehersteller priorisiert, wird immer schwieriger zu ignorieren.
Für alle, die sich für die Entwicklungen im Bereich Emulation und Archivierung interessieren, gibt es in unseren aktuellen Gaming-News, die die Szene abdecken, noch viel mehr zu entdecken.
Der nächste logische Schritt für RPCS3 ist die weitere Verfeinerung des verbleibenden Teils der Bibliothek, insbesondere der Move-abhängigen Titel. Ob die Emulation von Bewegungssteuerungen jemals das gleiche Maß an Polierung erreichen wird wie die Kernbibliothek, ist die offene Frage, an der das Projekt als nächstes arbeiten wird.







