Mark Gordon verlässt Treyarch. Das Studio bestätigte seinen Abschied in den sozialen Medien und merkte an, dass Gordon nach 22 Jahren geht, um das nächste Kapitel seiner Karriere aufzuschlagen. Details zu seinen weiteren Plänen wurden nicht geteilt. An seine Stelle treten Yale Miller und Kevin Hendrickson, die das Studio künftig als Co-Heads leiten werden. Beide sind seit Jahren bei Activision tätig und haben an mehreren Call of Duty-Titeln mitgewirkt.
Für Fans von Call of Duty: Mobile sind die Auswirkungen dieser Entscheidung durchaus beachtenswert. Die kreative DNA von Treyarch, insbesondere das Black Ops-Universum, fließt direkt in den saisonalen Content, das Operator-Roster und den Weapon-Pool des Mobile-Games ein. Ein Wechsel in der Studio-Führung kann still und leise beeinflussen, welche Richtungen priorisiert werden, wenn es um Content-Entscheidungen geht, die das gesamte Franchise betreffen.
Die Abgänge bei Treyarch reißen nicht ab
Gordons Ausstieg ist der zweite hochkarätige Abgang aus dem Studio in den letzten Jahren. David Vonderhaar, der langjährige Studio Design Director von Treyarch und der Architekt des Black Ops-Multiplayer-Erlebnisses über mehrere Ableger hinweg, verließ das Studio bereits früher, um sein eigenes Unternehmen zu gründen. Zwei der bekanntesten Namen, die mit der Identität von Black Ops verbunden sind, innerhalb kurzer Zeit zu verlieren, ist ein bedeutender Wandel, auch wenn die tägliche Entwicklungsarbeit weitergeht.
Die Sache ist die: Solche Abgänge passieren nicht im luftleeren Raum. Treyarch befindet sich in einer komplizierten Phase. Black Ops 7 landete als kommerzielle Enttäuschung, nachdem Black Ops 6 ein echter Erfolg war, und es wird nicht erwartet, dass das Studio in den nächsten zwei Jahren einen weiteren Call of Duty-Titel veröffentlicht. Infinity Ward hat Modern Warfare 4 für später in diesem Jahr angesetzt, und Sledgehammer Games ist für das darauffolgende Jahr eingeplant.
Woran Treyarch aktuell arbeitet
Da kein neuer Mainline-Release am unmittelbaren Horizont steht, hält Treyarch Black Ops 7 aktiv. Das Studio hat kürzlich eine Playlist namens Black Ops Classic hinzugefügt, die ältere Maps aus der Serie zurückbringt und das Gameplay-Gefühl stärker an den ursprünglichen Black Ops-Stil anpasst. Dies ist eine direkte Reaktion auf das Spieler-Feedback zur aktuellen Ausrichtung des Spiels.
Diese Black Ops Classic-Playlist hat Spekulationen angeheizt, dass diese potenziellen Neuauflagen näher liegen, als Activision zugeben möchte. Ob Miller und Hendrickson diese Pläne unter ihrer neuen Führung beschleunigen oder anpassen werden, ist derzeit völlig unklar.
Ein Studio im Wandel
Zweiundzwanzig Jahre sind eine lange Zeit in jedem Studio. Gordons Amtszeit bei Treyarch deckt im Grunde den gesamten Bogen des Black Ops-Franchise ab, von den Anfängen bis zum aktuellen Stand. Miller und Hendrickson sind bekannte Größen innerhalb von Activision, was für eine gewisse Stabilität sorgen sollte, doch die Frage nach der kreativen Ausrichtung ist berechtigt.
Was die meisten Spieler bei Führungswechseln dieser Art übersehen, ist, wie lange es dauert, bis die Auswirkungen spürbar werden. Das nächste Treyarch-Spiel ist noch Jahre entfernt, und die Entscheidungen, die jetzt in der Pre-Production getroffen werden, definieren, wie dieser Ableger aussehen wird. Die Personen, die für diese Entscheidungen verantwortlich sind, haben gerade gewechselt.
Für Spieler, die Call of Duty-Inhalte plattformübergreifend verfolgen, ist die Sammlung der Call of Duty: Mobile-Guides ein guter Ort, um zu verfolgen, wie sich Veränderungen im Franchise letztlich auf das Mobile-Erlebnis auswirken. Das Gesamtbild darüber, wie sich diese Studio-Veränderungen auf die Spiele auswirken, die ihr tatsächlich spielt, wird im Gaming-Guides-Hub behandelt, sobald es neue Entwicklungen gibt.








