Die physischen Videospielverkäufe in den U.S. brachen im Jahr 2025 auf etwa $1.5 Milliarden ein und markierten damit den niedrigsten erfassten Wert seit 30 Jahren. Der Circana-Analyst Mat Piscatella teilte die Daten auf Bluesky und bestätigte damit, was viele in der Branche bereits vermutet hatten: Die Verkäufe physischer Spiele haben ein Drei-Dekaden-Tief erreicht.

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Die Zahlen hinter dem Rückgang
Der Wert von $1.5 Milliarden entspricht einem Rückgang von 11 Prozent bei den Ausgaben für physische Videospiele im Vergleich zu 2024. Piscatella merkt an, dass dies „weitaus besser ist als der Wert von -28%, der 2024 verzeichnet wurde“, was es zur geringsten Rückgangsrate seit 2021 macht. Doch das ist nicht unbedingt ein Gewinn für physische Medien.
Bereinigt man diese physischen Verkaufszahlen von 1995 um die Inflation, wird das Bild noch düsterer. Die gesamte Inflationsrate von 1995 bis 2025 liegt bei etwa 113 Prozent, was bedeutet, dass der reale Wertverlust weitaus tiefer greift, als die reinen Zahlen vermuten lassen. In Bezug auf die Kaufkraft sind die Verkäufe physischer Spiele regelrecht abgestürzt.
Die physischen Verkaufszahlen von $1.5 Milliarden spiegeln nicht den gesamten U.S.-Videospielmarkt wider. Die gesamten Ausgaben für Hardware, Content und Zubehör in den U.S. erreichten 2025 $60.7 Milliarden, ein Anstieg von 1.4 Prozent gegenüber 2024.
Ein Markt im Wandel, nicht auf dem Rückzug
Der Kontrast zwischen dem freien Fall physischer Medien und der Gesundheit des breiteren Marktes erzählt die eigentliche Geschichte. Die gesamten Konsumausgaben für Videospiele in den U.S. über Hardware, Content und Zubehör hinweg erreichten 2025 $60.7 Milliarden. Dieser Wert liegt nur knapp unter dem Allzeitrekord von $61.7 Milliarden aus dem Jahr 2021, und Circana glaubt, dass 2026 „das Potenzial hat, einen neuen Rekordwert bei den Konsumausgaben zu erreichen.“
Wohin fließt also dieses Geld? Es zeichnen sich mehrere klare Treiber ab:
- Beschleunigte Einführung von Cloud Gaming, die Konsumenten von physischen Medien abzieht
- Abonnement-Dienste wie der Xbox Game Pass und der PlayStation Plus Game Catalogue, die die Notwendigkeit verringern, einzelne Titel zu kaufen
- Digitale Storefronts, die weiterhin einen größeren Anteil der Softwarekäufe für sich beanspruchen
Was Piscatella tatsächlich sagte
Piscatella äußerte sich besonnen zur Verlangsamung des Rückgangs bei physischen Verkäufen und widersprach jeder Darstellung, dass dies eine bedeutende kulturelle Trendwende signalisiere. „Also ja, die Rückgangsrate hat sich verlangsamt. Aber das liegt hauptsächlich daran, dass wir uns dem Boden nähern und der Launch der Switch 2 zur Stabilisierung beigetragen hat. Es gibt definitiv einiges für den Wunsch zu sagen, zu analogen und nicht vernetzten Geräten zurückzukehren, besonders bei der Gen Z. Aber eine ‚dramatische Veränderung‘? Sehe ich nicht.“
Der springende Punkt ist, dass der sich verlangsamende Rückgang weniger ein Zeichen für ein Wiederaufleben physischer Medien ist, sondern vielmehr widerspiegelt, dass das Format seinen Tiefpunkt erreicht. Man kann nur bis zu einem gewissen Punkt fallen, bevor die verbleibende Basis an physischen Käufern einfach nicht weiter schrumpft.
Der Launch der Nintendo Switch 2 wird als Grund dafür angeführt, die physischen Verkaufszahlen im Jahr 2025 stabilisiert und den Einzelhandel kurzzeitig angekurbelt zu haben.
Warum das wichtig ist
Für Spieler, die physische Kopien bevorzugen – sei es aus Sammlergründen, wegen des Wiederverkaufswerts oder einfach, um etwas Greifbares zu besitzen – ist der Trend eindeutig. Der Regalplatz im Einzelhandel für Spiele wird nicht in nennenswertem Umfang zurückkehren. Die finanzielle Gesundheit der Branche ist zunehmend an digitale Ökosysteme, Abonnements und Services gebunden, statt an Boxen in Ladenregalen.
Was die meisten Spieler übersehen: Dass der Gesamtmarkt wächst, während der physische Bereich schrumpft, ist kein Widerspruch. Es spiegelt einen strukturellen Wandel in der Art und Weise wider, wie Spiele vertrieben und konsumiert werden – ein Wandel, der sich seit über einem Jahrzehnt beschleunigt und keine Anzeichen einer Umkehr zeigt.
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Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wie hoch waren die gesamten physischen Videospielverkäufe in den U.S. im Jahr 2025?
Die physischen Videospielverkäufe in den U.S. erreichten 2025 etwa $1.5 Milliarden, der niedrigste erfasste Wert seit 1995. Der Circana-Analyst Mat Piscatella teilte die Daten auf Bluesky.
Schrumpft der gesamte U.S.-Videospielmarkt?
Nein. Die gesamten Konsumausgaben für Videospiele in den U.S., einschließlich Hardware, Content und Zubehör, erreichten 2025 $60.7 Milliarden, ein Anstieg von 1.4 Prozent gegenüber 2024. Circana prognostiziert, dass 2026 einen neuen Allzeitrekord aufstellen könnte.
Warum gehen die Verkäufe physischer Spiele so stark zurück?
Der Rückgang resultiert aus der beschleunigten Einführung von Cloud Gaming, der wachsenden Popularität von Abonnement-Diensten wie Xbox Game Pass und PlayStation Plus sowie dem kontinuierlichen Wachstum digitaler Storefronts, die traditionelle Einzelhandelskäufe ersetzen.








