4A Games hat Metro 2039 diese Woche auf der Opening Night Live der Gamescom präsentiert und einen neuen Trailer veröffentlicht, der so deutlich wie nie zuvor zeigt, wie der erste Teil der Serie seit 2019 in Bewegung aussieht.
Der Trailer baut auf dem Gameplay-Material auf, das bereits vor einigen Wochen gezeigt wurde, setzt diesmal jedoch noch stärker auf Atmosphäre und Details der Spielwelt. Dunkle Korridore, von Narben gezeichnete Oberflächenumgebungen und die Art von beklemmender Bedrohung, mit der sich das Franchise bereits mit Metro 2033 einen Namen gemacht hat, scheinen voll und ganz erhalten geblieben zu sein.
Ein neuer Protagonist erobert die Tunnel
Das ist der Punkt, der für den meisten Gesprächsstoff sorgen wird: Artyom ist raus. In Metro 2039 übernehmen die Spieler die Kontrolle über The Stranger, einen Spartan-Soldaten, der im Exil außerhalb des Moskauer Metro-Systems gelebt hat. Irgendetwas zieht ihn zurück, und was auch immer das ist, der Trailer macht deutlich, dass es nichts Gutes verheißt.
Dies ist das erste Mal, dass sich die Serie von Artyom als Hauptfigur entfernt, was ein bedeutendes kreatives Wagnis darstellt. The Stranger spricht zudem, was ihn zum ersten vertonten Protagonisten in der Geschichte von Metro macht. Ob das gut ankommt, hängt ganz vom Writing ab, aber der Wechsel signalisiert zumindest, dass 4A Games nicht einfach nur ein Metro Exodus 2 entwickelt.
Was der Trailer tatsächlich zeigt
Die visuelle Detailtiefe ist kaum zu übersehen. Die Engine-Arbeit ist ein deutlicher Fortschritt gegenüber Metro Exodus, mit einer Beleuchtung und Umgebungsdichte, die die unterirdischen Abschnitte wirklich klaustrophobisch wirken lassen. Die Sequenzen an der Oberfläche zeigen ein zerstörtes Moskau, das weitläufiger wirkt als alles, was wir aus den Vorgängern kennen.
Auch das Combat-System wirkt grittier als in Exodus. Die Animationen wirken schwerfälliger und bewusster, was zu einer Serie passt, die schon immer eher auf Survival-Spannung als auf Run-and-Gun-Dynamik gesetzt hat. Das postapokalyptische Setting ist hier nicht nur Kulisse; es bestimmt, wie jede Begegnung abläuft.
Das Spiel hat bereits die Marke von einer Million Wishlists geknackt, was für einen Singleplayer-Action-Titel in diesem Genre ein aussagekräftiges Signal ist. Fans der Serie warten seit dem Release von Metro Exodus im Februar 2019, und der Hunger nach neuem Content ist definitiv vorhanden.
Wo das Spiel in der Timeline der Serie einzuordnen ist
Das Metro-Franchise basierte schon immer auf den Romanen von Dmitry Glukhovsky, und der Sprung ins Jahr 2039 setzt die Timeline über die Ereignisse von Exodus hinaus fort. Die Rückkehr nach Moskau, nachdem Exodus Artyom weit weg von den Tunneln geführt hat, ist eine bewusste Rückbesinnung auf die Wurzeln der Serie. Für Spieler, die eine Auffrischung darüber benötigen, wo die Geschichte begann, deckt die Metro 2033 Guides-Sammlung die Welt und die Story des Originalspiels im Detail ab.
Die Serie ist fest im Bereich der Action-Games verankert, macht dabei aber Dinge, die die meisten Action-Games ignorieren: moralisches Gewicht, Environmental Storytelling und eine Welt, die sich so anfühlt, als hätte sie schon existiert, bevor man sie betreten hat. Metro 2039 scheint all das mit einem größeren Budget und einem neuen Hauptcharakter, der genug Backstory mitbringt, um ein ganzes Spiel zu tragen, fortzuführen.
Da die Gamescom noch läuft und der Release für Februar 2027 angesetzt ist, werden wahrscheinlich noch vor Jahresende weitere Details zu Metro 2039 folgen.







