Das Steam Deck gehört seit seinem Launch im Jahr 2022 zu den am häufigsten empfohlenen Gaming-Hardware-Produkten. Diese Empfehlung auszusprechen, ist nun jedoch deutlich schwieriger geworden.
Valves Flaggschiff-Handheld beginnt jetzt bei $789 für das 512GB OLED-Modell, während die 1TB-Version bei $949 liegt. Generalüberholte Geräte von Valve sind zwar günstiger zu haben – etwa ab $279 für das ältere 64GB LCD-Modell –, doch die Bestände sind nahezu aufgebraucht. Der Gebrauchtmarkt auf Resale-Plattformen sieht nicht viel besser aus; dort werden gebrauchte Steam Decks für $450 bis $500 gehandelt, ohne Garantie auf den Zustand.

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Die RAM-Krise, die niemand wollte
Der Preisanstieg liegt nicht daran, dass Valve gierig geworden ist. Der weltweite RAM-Mangel, der maßgeblich durch den Bedarf beim Bau von KI-Rechenzentren vorangetrieben wird, hat die Hardwarekosten auf breiter Front in die Höhe getrieben. Die PS5, diverse PC-Komponenten und sogar die neu erschienene Steam Machine haben die Auswirkungen im Jahr 2026 zu spüren bekommen. Valve konnte den Preis schlichtweg nicht mehr halten.
Asus ist das – irgendwie – gelungen. Zumindest vorerst.
Das ROG Xbox Ally liegt bei Best Buy bei $599. Das leistungsstärkere ROG Xbox Ally X kostet $999. Bisher gab es für keines der beiden Geräte eine Preiserhöhung, was das Basis-Xbox Ally zu einem der attraktivsten Handheld-Deals macht, die aktuell verfügbar sind.
Performance-Werte, die das Argument umkehren
Das Standard-ROG Xbox Ally wurde früher oft dafür kritisiert, dass es in der Performance zu nah am Steam Deck lag, ohne dass der Preisunterschied einen Wechsel des Ökosystems gerechtfertigt hätte. Dieses Argument zieht heute nicht mehr.
Im 3DMark Time Spy Benchmark erreicht das Xbox Ally 1834 Punkte gegenüber den 1715 Punkten des Steam Deck. Das ist kein riesiger Vorsprung, aber ein Sieg für das Asus-Gerät. Noch wichtiger ist, dass man diese vergleichbare oder leicht bessere Performance jetzt für $190 weniger erhält als beim günstigsten neuen Steam Deck. Die Rechnung ist simpel.
Für Spieler, die ordentlich Performance-Headroom benötigen und das Budget haben, ist das Ally X den Aufpreis wert. Wer jedoch die Kosten niedrig halten will, findet im Basis-Xbox Ally derzeit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
Was das für Handheld-Käufer aktuell bedeutet
Der Markt für Handheld-PCs hat sich grundlegend gewandelt. Das Steam Deck hat seinen Ruf darauf aufgebaut, die erschwingliche und leistungsfähige Option zu sein. Mit $789 für ein Neugerät ist es das nicht mehr. Das Lenovo Legion Go 2 und das MSI Claw 8 EX AI+ runden die Konkurrenz ab, aber keines davon erreicht das gleiche Preis-Leistungs-Verhältnis wie das Xbox Ally zum aktuellen Verkaufspreis.
Ein wichtiger Hinweis: Preise können sich schnell ändern. Asus konnte sich bisher stabil halten, aber der gleiche Druck bei der RAM-Versorgung, der Valve unter Zugzwang setzt, könnte Asus jederzeit treffen. Wenn Sie auf der Suche nach einem günstigen Handheld sind, ist Abwarten nicht unbedingt die sicherere Strategie.
Für Spieler, die unabhängig vom gewählten Gerät auf Performance-Probleme bei Handheld-PCs stoßen, ist Optimierung genauso wichtig wie die Hardware. Unser Death Stranding 2 PC-Settings-Guide zeigt, wie man das Beste aus Upscaling und Frame Generation auf portabler Hardware herausholt – diese Prinzipien lassen sich auf die meisten modernen Titel übertragen. Falls Sie bei neueren Spielen mit Rucklern zu kämpfen haben, führt unser Everwind Crash-Fix-Guide durch UE5-spezifische Probleme, die auf leistungsschwächeren Handhelds auftreten können.
Das Steam Deck ist kein schlechtes Gerät. Es ist nur nicht mehr die offensichtliche erste Empfehlung, die es vier Jahre lang war. Für weitere Handheld-Tipps und Hardware-Optimierungs-Guides bietet unser vollständiger Gaming-Guides-Hub alles, was Sie brauchen, während sich der Markt weiter verändert.








