Eine kostenlose App namens Deck de France ist gerade auf GitHub erschienen, und das Konzept ist genau das, wonach es klingt: Verbinde deinen Smart-Trainer mit deinem Steam Deck und strample dich durch deine Spiele. Kein Abo, keine Hardware-Mods, einfach eine Bluetooth-Brücke zwischen deinen Beinen und deiner Library.
Wie Pedalkraft zu Controller-Input wird
Die App funktioniert, indem sie Daten von jedem Smart-Trainer ausliest, der den Cycling Power Service (CPS) über Bluetooth Low Energy sendet. Das deckt eine überraschend große Bandbreite an Hardware ab, darunter beliebte Trainer von Tacx, Elite, Wahoo und CycleOps sowie eigenständige Powermeter von Marken wie 4iiii, Stages und Favero. Auch der Zwift Hub und Zwift Hub One sind als kompatibel gelistet, wurden jedoch vom Entwickler noch nicht getestet.
Die Kernmechanik ist simpel. Je härter du in die Pedale trittst, desto mehr Power-Output registriert die App, und dieser Output wird einer bestimmten In-Game-Aktion zugewiesen. Sukolupo, der Entwickler hinter dem Projekt, hat es primär mit der Tour de France-Spielereihe im Hinterkopf entwickelt, bei der die Logik fast 1:1 ist: härter treten, schneller fahren. Das ergibt als Ausgangspunkt absolut Sinn.
Welche Spiele tatsächlich damit funktionieren
Jenseits des offensichtlichen Anwendungsfalls Tour de France hat Sukolupo die Pedalkraft bereits für einige andere Titel gemappt:
- Rocket League: Treten aktiviert den Boost
- Forza Horizon: Pedalkraft wird auf die Beschleunigung gemappt
- Grand Theft Auto: Steuert das Gaspedal von Fahrzeugen
Die Sache ist die: Die Implementierung in Rocket League ist wahrscheinlich die unterhaltsamste. Du spielst ganz normal mit dem Controller und trittst physisch in die Pedale, wann immer du boosten willst. Es ist gleichermaßen absurd wie genial, eine In-Game-Ressource an echte körperliche Anstrengung zu koppeln.
Der Haken ist, dass es sich hierbei noch um Software im Frühstadium handelt. Die Kompatibilität außerhalb der Tour de France-Spiele ist begrenzt und der Entwickler markiert einige Trainer als ungetestet. Was die meisten Spieler übersehen: Die App läuft technisch gesehen auf jedem Linux-PC, nicht nur auf dem Steam Deck. Das Steam Deck ist aufgrund seines Handheld-Formfaktors und der SteamOS-Basis lediglich die natürlichste Wahl.
In fünf Minuten vom Karton aufs Rad
Sukolupo gibt an, dass das Setup etwa fünf Minuten dauert, und die Anweisungen im Deck de France GitHub-Repository bestätigen das. Der Prozess umfasst das Koppeln deines Trainers via Bluetooth, das Konfigurieren der Power-Schwellenwerte für die jeweiligen Inputs und das Starten der App vor dem Spiel. Tiefgreifende Linux-Kenntnisse sind nicht erforderlich.
Der Name ist übrigens ein ziemlich gelungenes Wortspiel. Er spielt sowohl auf das Steam Deck als auch auf die Tour de France an, und das Projekt wirkt genau wie die Art von Ding, die jemand baut, der sowohl einen Smart-Trainer als auch einen Handheld-PC besitzt und sich fragt, warum man beides nicht kombinieren kann.
Für Spieler, die ihr Gehirn während des Cardiotrainings beschäftigen wollen oder einfach die körperlich anspruchsvollste Art suchen, um in Rocket League Boost zu farmen, füllt dies eine Nische, von der niemand wusste, dass sie existiert. Wenn du etwas zum Spielen suchst, während du es ausprobierst, schau dir unseren Black Jacket Deck-Building-Guide für ein Spiel mit geringer Intensität an, das sich gut mit einer längeren Fahrt kombinieren lässt.
Kompatible Trainer auf einen Blick
Das Projekt ist Open Source und kostenlos, was bedeutet, dass die Liste der kompatiblen Spiele wahrscheinlich wachsen wird, sobald mehr Leute es ausprobieren und Mappings beisteuern. Egal, ob Sukolupo den Support auf weitere Titel ausweitet oder die Community das Projekt in interessante Richtungen forkt – das Fundament steht. Für weitere Hardware-nahe Gaming-Kuriositäten und Gaming-Guides, die alles von Kartenspielen bis hin zu Extraction-Shootern abdecken, behalte im Auge, was die Community als Nächstes entwickelt.









